ROUNDUP/Starker Euro

Knorr-Bremse senkt Umsatzziel - Markt reagiert gelassen 31.07.2025, 12:39 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Lkw- und Zugbremsenspezialist Knorr-Bremse hat seine Umsatzerwartung für das laufende Jahr gesenkt. Dabei belasteten die Folgen des starken Euro, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in München mit. Die Ergebnisprognose sowie die Aussichten für den freien Mittelzufluss bestätigte Knorr-Bremse.

"Wir steuern erfolgreich durch unruhige Zeiten. Vor allem unser starkes Nachmarktgeschäft und unsere strategischen Maßnahmen tragen dazu bei, dass wir Marktschwächen gut kompensieren und unsere Profitabilität sichern", kommentierte Konzernchef Marc Llistosella die Entwicklung.

So verbesserte sich das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern im zweiten Quartal im Jahresvergleich um vier Prozent auf 262 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Dafür verantwortlich waren Zuwächse in der Zug-Sparte. Das Geschäft mit Lkw litt dagegen weiter unter einem schwachen Marktumfeld in Nordamerika und musste erhebliche Einbußen hinnehmen.

Die entsprechende operative Gewinnmarge verbesserte sich im Konzern um 0,6 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent. Für das laufende Jahr strebt das Management weiter 12,5 bis 13,5 Prozent an. Der Konzernumsatz ging im zweiten Quartal leicht um 0,7 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro zurück. Hier erwartet das Management 2025 nun 7,8 bis 8,1 Milliarden Euro - nach bisher 8,1 bis 8,4 Milliarden.

Die im Index der mittelgroßen Werte, MDax, notierte Aktie stieg am frühen Mittag um rund 1,7 Prozent und setzte dabei ihre gute Entwicklung in diesem Jahr fort. Im laufenden Jahr hat der Kurs bislang um rund ein Viertel zugelegt. Die Senkung des Umsatzziels komme nicht überraschend, so UBS-Analyst Sven Weier. Laut Fabio Hölscher von Warburg Research hätten Kennziffern und Ausblick den Erwartungen weitgehend entsprochen.

JPMorgan-Experte Akash Gupta lenkte den Blick auf das Orderbuch: So seien die Auftragseingänge besser ausgefallen als gedacht. Das Neugeschäft sank wegen des schwächeren Lkwgeschäfts um 0,9 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Allerdings zog das Zuggeschäft knapp 13 Prozent mehr Aufträge an Land. Per Ende Juni kann Knorr-Bremse auf ein Auftragspolster von 7,3 Milliarden Euro blicken, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für die weitere Geschäftsentwicklung erwartet das Unternehmen positive Effekte aus dem Investitionsprogramm der Bundesregierung. "Zudem sind wir zuversichtlich, die angekündigten US-Zölle kompensieren zu können", erklärte Finanzvorstand Frank Weber./nas/mne/mis

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