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Suss Microtec erwartet Umsatzrückgang - Aktie sackt ab 30.03.2026, 11:44 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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SUESS MicroTec 101,10 EUR +7,04 % Tradegate

Der Halbleiterzulieferer Suss Microtec DE000A1K0235 hat 2025 eine schwächere Nachfrage zu spüren bekommen. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management zurückhaltend und erwartet ein Übergangsjahr. So dürfte der Umsatz auf 425 bis 485 Millionen Euro schrumpfen, wie das Unternehmen am Montag in Garching mitteilte. In der Mitte der Spanne entspricht dies einem Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang liegt im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Allerdings dürfte auch die Marge weiter zurückgehen. Und die Aktionäre sollen sich für 2025 mit einer Mini-Dividende begnügen. Das kam an der Börse schlecht an.

Die Suss-Aktie verlor nach Handelsbeginn zeitweise mehr als 18 Prozent an Wert. Zuletzt lag sie noch mit 4,8 Prozent im Minus, gehörte aber weiterhin zu den größten Verlierern im Kleinwerteindex SDax DE0009653386. Bereits am Freitag hatte sie rund acht Prozent an Wert verloren. Im Vergleich zum Jahreswechsel liegt nun aber noch mehr als ein Viertel im Plus.

Wie hoch der Umsatzrückgang tatsächlich ausfalle, werde maßgeblich vom Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte abhängen und der Frage, welcher Anteil noch in diesem Jahr abgearbeitet werden könne, sagte Finanzchefin Cornelia Ballwießer laut Mitteilung. Zuversichtlich stimme, dass sich der positive Trend im Auftragseingang nach einem starken Schlussquartal im ersten Quartal fortgesetzt habe.

Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll 2026 acht bis zehn Prozent erreichen und damit deutlich niedriger liegen als im Vorjahr. Hier hatten Experten mehr erwartet. Als Grund führt der Konzern vor allem den Umsatzrückgang bei zugleich steigenden Forschungs- und Entwicklungsausgaben an. Anfang des Jahres hatte Suss mitgeteilt, für den Bau eines neuen Entwicklungszentrums in Deutschland bis zu 45 Millionen Euro in die Hand zu nehmen.

Laut Malte Schaumann von Warburg Research übertrafen Suss' Zahlen des vierten Quartals die Erwartungen. Die Margenprognose auf 2026 sei erwartungsgemäß vorsichtig.

Für Janardan Menon von Jefferies sind die Auftrags- und Umsatztrends positiv. Er verwies aber ebenfalls auf einen schwachen Margenausblick für 2026. Im folgenden Jahr und darüber hinaus sollte sich die Lage aber wieder verbessern.

Das Management bestätigte seine im November ausgegebenen Mittelfristziele. So soll der Konzernumsatz bis 2030 auf 750 bis 900 Millionen Euro zulegen. Die operative Marge soll mit 20 bis 22 Prozent erreichen.

Im vergangenen Jahr sank Suss' Auftragseingang um mehr als 16 Prozent auf gut 354 Millionen Euro. Grund hierfür war eine schwächere Auftragsentwicklung in den ersten drei Quartalen des Jahres vor allem aus China, die durch ein gutes Neugeschäft im Schlussquartal nicht aufgefangen werden konnten.

Der Umsatz stieg hingegen um knapp 13 Prozent auf einen Rekordwert von rund 503 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern verdiente das Unternehmen mit 65,9 Millionen Euro jedoch fast zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Die entsprechende Marge fiel von 16,7 Prozent auf 13,1 Prozent. Beeinträchtigt wurde die Profitabilität von einem weniger vorteilhaften Produkt- und Kundenmix sowie höheren Anlauf- und Trainingskosten. Die Bruttomarge fiel um 3,9 Prozentpunkte auf 35,7 Prozent. Analysten hatten bei Umsatz und operativem Ergebnis weniger erwartet.

Unter dem Strich erzielte Suss mit einem Gewinn von 46,1 Millionen Euro nicht einmal halb so viel wie die 110 Millionen aus dem Vorjahr. Der freie Barmittelfluss fiel aufgrund von Investitionen in den neuen Produktionsstandort in Taiwan ins Minus, und die Aktionäre sollen deshalb nur die allgemein übliche Mindestdividende von 4 Cent je Aktie erhalten. Im Vorjahr hatte die Ausschüttung noch bei 30 Cent gelegen.

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