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Symrise veräußert Terpen-Geschäft - Abschreibungen und Aktienrückkauf 13.01.2026, 11:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Symrise 73,78 EUR +1,61 % Lang & Schwarz

HOLZMINDEN (dpa-AFX) - Der Duft- und Geschmacksstoffhersteller Symrise plant den Verkauf seines Terpen-Geschäfts. Dass in diesem Zusammengang sowie auf die schwedische Beteiligung Swedencare hohe Abschreibungen notwendig werden, erschreckte die Anleger aber nicht. Schließlich stand eine Veräußerung des Geschäfts mit Terpen-Inhaltsstoffe schon eine Weile zur Debatte. Zudem kündigte Symrise auch einen Aktienrückkauf an. An der Börse ging das 2025 arg gebeutelte Papier der Niedersachsen auf Erholungskurs.

Für das Terpen-Geschäft gibt es Interessenten, allerdings liegen die Gebote wohl deutlich unter dem bilanzierten Wert. Daher muss der Dax -Konzern für das vierte Quartal eine Wertberichtigung von etwa 145 Millionen Euro vornehmen, wie er am Montagabend mitteilte. Bereits im vergangenen Frühling hatte Symrise wissen lassen, strategische Optionen für Terpen-Inhaltsstoffe zu evaluieren. Dabei handelt es sich um verschiedenste Substanzen auch für die Kosmetik- und Lebensmittelindustrien.

Die Höhe der Wertberichtigung impliziere einen nur geringen Wert des Geschäfts mit einem Jahresumsatz von wohl über 100 Millionen Euro, erklärte Branchenexperte Chris Counihanvom vom Investmenthaus Jefferies. Das Terpen-Geschäft habe zudem ohnehin verwässernd auf die Gewinnmarge gewirkt.

Auch auf die in Schweden börsennotierte Beteiligung Swedencare AB muss Symrise eine - ebenfalls nicht zahlungswirksame - Abschreibung vornehmen, und zwar in Höhe von 150 Millionen Euro. Dadurch werde das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2025 unter der eigenen Erwartung sowie unter der Marktschätzung liegen, hieß es weiter vom Unternehmen.

Die Abschreibung folgt auf einen Kursverlust von rund einem Fünftel des Herstellers von Zusätzen für Haustierfutter, an dem Symrise laut aktueller Daten knapp 41 Prozent hält. 2021 war Symrise bei Swedencare eingestiegen. Damals, also während der Corona-Pandemie, boomte der Markt für Heimtiernahrung. 2022 brach der Aktienkurs dann aber ein und Symrise musste schon einmal auf die damals knapp 30-prozentige Beteiligung 126 Millionen Euro abschreiben.

Weitere Details dürfte es dann am 4. März bei der Vorlage der Jahreszahlen für 2025 durch Symrise geben. Das Unternehmen hatte zuletzt für 2025 noch ein organisches Umsatzwachstum von 2,3 bis 3,3 Prozent in Aussicht gestellt und eine operative Marge (Ebitda) von rund 21,5 Prozent. Analysten haben bisher im Durchschnitt bei einem Umsatz von 4,9 Milliarden Euro ein leichtes Wachstum des operativen Gewinns (Ebitda) auf knapp 1,06 Milliarden Euro auf dem Zettel gehabt.

Zusätzlich zu den Wertberichtigungen kündigte Symrise noch ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 400 Millionen Euro an. Dies habe eine Laufzeit vom 1. Februar bis zum 31. Oktober 2026. Die Aktien sollen eingezogen und das Grundkapital entsprechend herabgesetzt werden. Symrise verfüge über einen hohen freien Mittelfluss und zunehmende finanzielle Flexibilität durch Portfoliomaßnahmen, sagte Vorstandschef Jean-Yves Parisot.

Bei Anlegern kamen die Nachrichten in Summe gut an. Die Aktie, die seit Mitte Dezember an einer Bodenbildung arbeitet, zog am Dienstag an der Dax-Spitze um gut sechs Prozent auf 75,52 Euro an. Allerdings war das Papier 2025 mit einem Kursrutsch um ein Drittel auch der größte Verlierer im deutschen Leitindex. Das Umfeld war von Zurückhaltung der Verbraucher geprägt. Gerade in Nordamerika, wo Konsumenten die Zollpolitik der Trump-Regierung spürten. Und auch das Geschäft mit Produkten rund um Haustiernahrung schwächelte im langjährigen Vergleich eher./mis/zb/err/stk

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