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Teamviewer erreicht Umsatzziel für 2025 - Aktie mit Erholungsversuch 09.01.2026, 09:44 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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TeamViewer 6,035 EUR +4,64 % Lang & Schwarz

GÖPPINGEN (dpa-AFX) - Der Softwareanbieter Teamviewer hat 2025 sein im Herbst gesenktes Umsatzziel knapp erreicht. Basierend auf vorläufigen Daten liege der Pro-forma-Umsatz bei rund 767 Millionen Euro, was einem währungsbereinigten Wachstum von rund fünf Prozent entspreche, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten sich im Durchschnitt zwar etwas mehr erhofft, an der Börse unternahm die arg gebeutelte Aktie aber einen Erholungsversuch. Die um Sondereffekte bereinigte operative Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht das Unternehmen 2025 weiter bei rund 44 Prozent.

Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) beliefen sich pro-forma auf rund 760 Millionen Euro, ein Wachstum um währungsbereinigt rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies liegt ebenfalls am unteren Ende der vom Management ausgegebenen Spanne von 760 bis 780 Millionen Euro. Analysten hatten hier mehr erwartet.

Als Grund für die Umsatzentwicklung führt das Management ein anhaltend starkes Geschäft mit großen Unternehmenskunden (Enterprise-Sparte) an. Auch der US-Zukauf 1E trug zum ARR-Wachstum bei. Das Geschäft mit kleinen und mittleren Kunden (SMB-Sparte) habe sich im Rahmen der "internen Erwartungen" entwickelt, so Teamviewer.

Bei seinen "pro-forma"-Kennzahlen unterstellt das Unternehmen zu Vergleichszwecken, dass die Übernahme des US-Zukaufs 1E bereits Anfang 2024 stattgefunden hätte. Teamviewer hatte seinen größten Zukauf Ende Januar 2025 abgeschlossen. Weitere vorläufige Geschäftszahlen für 2025 will Teamviewer am 10. Februar veröffentlichen.

Die Teamviewer-Führung wollte mit 1E das eigene Angebot rund um Fernwartung und vernetzte Geräte abrunden. So bietet 1E Software zur automatischen Erkennung und Behebung von IT-Problemen der Anwender an. Allerdings lief es bei 1E, das den überwiegenden Teil der Geschäfte in den USA macht, dann erst einmal schlechter als erhofft. Neben der Ausgabenzurückhaltung von US-Behörden spielten dabei auch Abgänge von 1E-Kunden eine Rolle, die etwas umfangreicher gewesen seien als ursprünglich einkalkuliert, hatte Teamviewer-Chef Oliver Steil im Jahresverlauf erklärt.

Die im MDax notierte Aktien legte am Freitagvormittag um 5,4 Prozent auf 6,05 Euro zu. Damit setzte sich ihr Bodenbildungsversuch fort, nachdem der Kurs infolge einer Senkung der Jahresziele im Oktober weiter eingebrochen und im November auf ein Rekordtief gefallen war.

2025 war denn auch insgesamt ein Jahr zum Vergessen für die Anteilseigner: Der Kurs brach insgesamt um mehr als ein Drittel ein, die Talfahrt war damit weitergegangen. Ohnehin hatten Anleger in den vergangenen Jahren wenig Grund zur Freude. Zu 26,25 Euro je Papier im Herbst 2019 an die Börse gegangen, markierte die Aktie dank der Sonderkonjunktur in der Corona-Pandemie ihr Rekordhoch Mitte 2020 bei fast 55 Euro. Dann flaute die Nachfrage nach den Aktien zusehends ab. Zusätzlich sorgten die Folgen eines kostspieligen Sponsorenvertrags anschließend für eine Talfahrt./err/mi/jha/

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