ROUNDUP/Trump

US-Delegation Montag für Verhandlungen in Islamabad 19.04.2026, 15:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Im Konflikt mit dem Iran reist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder eine Delegation aus Washington für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad. Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social - ohne Angaben zur Zeitzone zu machen. Aus Teheran gab es zunächst keine Angaben dazu, ob auch eine iranische Delegation eintreffen wird. Mittwoch läuft planmäßig eine Feuerpause aus, auf die sich die USA und der Iran verständigt hatten.

Schüsse des Irans auf Schiffe in der Straße von Hormus am Samstag stellten einen eklatanten Verstoß gegen die Vereinbarung über die Waffenruhe dar, schrieb Trump. Die USA böten dem Iran einen "sehr fairen und vernünftigen Deal" an und er hoffe, dass der Iran ihn annehme. "Wenn sie es nicht tun, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran ausschalten", fügte Trump hinzu und wiederholte damit eine bereits früher ausgesprochene Drohung.

Die erste Runde der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran war am vergangenen Wochenende ohne Einigung zu Ende gegangen. Pakistan, das auch damals Schauplatz der Verhandlungen war, bereitete sich zuletzt auf weitere Gespräche zwischen Washington und Teheran vor: Registrierungen für Medienvertreter begannen, zusätzliches Sicherheitspersonal wurde in die Stadt verlegt.

Trump hatte zuletzt davon gesprochen, im Falle einer Einigung mit dem Iran selbst zur Vertragsunterzeichnung nach Islamabad zu reisen. Auch aus pakistanischen Sicherheitskreisen heißt es, eine neuerliche Verhandlungsrunde würde größer werden als die vergangene. Welche Vertreter Trump nun in die pakistanische Hauptstadt schickt, war unklar. Vor einer Woche leitete Vizepräsident JD Vance die US-amerikanische Delegation. Das iranische Team führte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf an.

Bewegung bei zentralen Themen

Nach wochenlanger Blockade wegen des Iran-Kriegs hatten Vertreter der Staatsführung in Teheran am Freitag erklärt, dass Öltanker und Handelsschiffe während der laufenden Waffenruhe durch die Meerenge fahren könnten. Am Tag darauf erklärte das Militär allerdings, die Kontrolle über die Handelsroute wieder übernommen zu haben. Begründet wurde dies mit der andauernden Seeblockade der USA, die nur für Schiffe mit Start- oder Zielhafen im Iran gilt.

Der Iran hatte die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meeresenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen nach Beginn des Kriegs am 28. Februar faktisch unpassierbar gemacht. In der Folge stiegen die Energiepreise stark.

Trump drängte den Iran immer wieder zur Öffnung der Straße von Hormus und knüpfte daran auch die seit dem 8. April geltende Waffenruhe mit dem Land.

Im Libanon gilt seit Freitag ebenfalls eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, die erst am Wochenende der kommenden Woche ausläuft. Beide Seiten hatten sich seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar eine schwere Konfrontation geliefert. Der Iran, der das Thema in den Verhandlungen mit den USA nach eigenen Angaben immer wieder angesprochen hatte, begrüßte den Schritt.

Welcher weiterer Streitpunkt zentral ist

Zentraler Streitpunkt bei den bisherigen Verhandlungen war nach Angaben Trumps auch die US-Forderung, dass Teheran niemals eine Atombombe haben darf. Die Iraner hätten dem nicht zugestimmt, er denke aber, dass sie es noch tun werden. "Wenn sie nicht zustimmen, gibt es keinen Deal", sagte Trump Anfang der Woche. Teheran werde keine Atomwaffen besitzen und man werde dessen hochangereichertes Uran bekommen, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll.

Am Freitag zitierte der Sender CBS News Trump nach einem Telefoninterview mit der Aussage, dass die USA für die Bergung der Uran-Vorräte mit dem Iran zusammenarbeiten würden. Das Uran solle dann in die USA gebracht werden, sagte Trump demnach. Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai wies Trumps Darstellung allerdings umgehend zurück. "Der Transfer von Uran in die USA war nie eine Option und stand auch nicht zur Debatte", sagte er der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.

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