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Universal Music Group lehnt Offerte von Pershing Square ab - Kursminus 01.06.2026, 10:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Pershing Square Holdings Ltd Public 47,30 EUR -0,32 % Baader Bank
Universal Music Group 19,00 EUR -2,40 % Baader Bank

Der Musikkonzern Universal Music (UMG NL0015000IY2) NL0015000IY2 lehnt das Übernahmeangebot der vom US-Investor Bill Ackman geführten Pershing Square Capital GG00BPFJTF46 ab. Die Offerte bewerte das Unternehmen zu niedrig, teilte UMG am Freitagabend nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Zudem werde damit kein Mehrwert geschaffen. Der Aufsichtsrat sei überzeugt, dass die Ablehnung auf breite Zustimmung stoße. Die UMG-Aktie gab am Montag nach Handelsbeginn in Amsterdam nach.

Ihr Kurs fiel um 1,5 Prozent auf 19,21 Euro. Damit wird das Unternehmen derzeit mit gut 35 Milliarden Euro bewertet - weitaus weniger, als die Übernahme mit 56 Milliarden Euro in Aussicht stellt. Auf Sicht eines Jahres ist der Aktienkurs um fast ein Drittel gefallen. Große Anteilseigner sind der französische Milliardär Vincent Bollore mit 18,5 Prozent und der Mischkonzern Vivendi FR0000127771 mit 13,4 Prozent Kapitalanteil. Dem chinesischen Internetriesen Tencent sind laut Universal Music 11,5 Prozent zuzurechnen, Ackman gehören demnach bereits gut 4,7 Prozent.

Am Markt wurde dem Übernahmevorhaben von Anfang an mit Skepsis begegnet. Ackman müsste vor allem Großaktionär Bollore von seiner Offerte überzeugen. Dessen Sohn Cyrille Bollore hatte vergangene Woche durchblicken lassen, dass der Familie der angebotene Preis nicht reicht und die Offerte damit abzulehnen sei.

Anfang April hatte Pershing Pläne für eine Übernahme von UMG für 56 Milliarden Euro vorgestellt. Das Angebot sieht vor, den weltgrößten Musikkonzern mit dem in den USA ansässigen Akquisitionsvehikel Sparc Holdings zu verschmelzen. Der Investor bietet insgesamt 30,40 Euro je UMG-Aktie. Die Anteilseigner von UMG sollen 5,05 Euro je Aktie in bar erhalten, außerdem 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft für jede gehaltene UMG-Aktie.

Universal Music Group hat eine breite Palette von Künstlern unter Vertrag. Dazu zählen Stars wie Taylor Swift, Lady Gaga und Billie Eilish sowie deutsche Künstler wie Clueso. Die Vereinbarung würde einen US-Börsengang erzwingen, den UMG bislang hinausgezögert hat. Das Management hatte einen Plan zur Notierung der Aktie in New York im März wegen des unsicheren Marktumfelds verschoben.

US-Investor Ackman sucht nach Wegen, den Aktienkurs nach oben zu treiben. In einem Brief an den UMG-Verwaltungsrat schrieb er, das Papier leide unter einer nicht voll ausgenutzten Bilanz und Unsicherheit.

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