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US-Ausstieg trifft Deutsche Pfandbriefbank hart - Aktie im Auf und Ab 05.03.2026, 11:48 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Deutsche Pfandbriefbank 3,028 EUR +4,49 % Tradegate

GARCHING/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ausstieg aus dem verlustreichen US-Geschäft hat die Deutsche Pfandbriefbank im vergangenen Jahr wie erwartet tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 284 Millionen Euro nach 90 Millionen Gewinn ein Jahr zuvor. "Die Transformation ist deutlich einschneidender und braucht daher länger", sagte Vorstandschef Kay Wolf am Donnerstag in Frankfurt. Schon Mitte Februar hatte er sein mittelfristiges Renditeziel daher von 2027 auf das Jahr 2028 verschoben.

Im abgelaufenen Jahr kam der Rückzug aus den USA die Pfandbriefbank teuer zu stehen. Insgesamt wuchsen die Abschreibungen und Rückstellungen wegen fauler Kredite im Vergleich zum Vorjahr von 170 Millionen auf 410 Millionen Euro. Davon entfielen allein 334 Millionen auf die USA und die Projektfinanzierung.

Anleger an der Börse reagierten unentschieden auf die detaillierten Jahreszahlen: Die Aktie der Pfandbriefbank pendelte am Vormittag zwischen Gewinn- und Verlustzone und lag zuletzt mit rund einem halben Prozent im Minus bei 3,24 Euro. Seit dem Jahreswechsel hat das im Nebenwerte-Index SDax gelistete Papier damit fast ein Viertel an Wert eingebüßt. In den vergangenen drei Jahren beläuft sich ihr Kursverlust sogar auf rund zwei Drittel.

Die Geschäftszahlen vom Donnerstag sind keine große Überraschung: Schon im Februar hatte der Gewerbeimmobilien-Finanzierer aus Garching bei München mitgeteilt, dass er 2025 vor Steuern einen Verlust von 250 Millionen Euro eingefahren hat. Die Bank war kurz vor Beginn der Corona-Pandemie in das Geschäft mit Gewerbeimmobilien in den USA eingestiegen. Da Büros nach Ausbruch der Pandemie nicht mehr gefragt waren, stürzten etliche Immobilieninvestoren und deren kreditgebende Banken in eine tiefe Krise.

"Der Rückzug aus dem US-Geschäft und die zögerliche Markterholung hinterlassen deutliche Spuren im Jahresergebnis der Bank", sagte Wolf. Der Manager hatte die Führung des Instituts Anfang 2024 von dessen langjährigem Chef Andreas Arndt übernommen. Zu diesem Zeitpunkt zeichneten sich die Probleme bereits ab. Wenige Monate später im Herbst strich Wolf die Mittelfristpläne seines Vorgängers und setzte der Bank bescheidenere Ziele, bevor er 2025 zum Rückzug aus den USA blies.

Dass er seine eigenen Renditeziele jetzt auf 2028 verschieben musste, erklärte er mit den Immobilienmärkten in Europa. "Wir hatten erwartet, dass sie sich schneller erholen", sagte er vor Journalisten in Frankfurt. "Wir können uns dem nicht entziehen."

Beim Aufräumen der Bankbilanz bewertete das Management nun auch Immobilienprojekte in Europa neu, um mögliche künftige Belastungen vorwegzunehmen. "Das Portfolio ist nun deutlich risikoärmer", sagte Finanzvorstand Marcus Schulte.

Er und Wolf hatten auch eine positive Botschaft: Das Neugeschäft mit Krediten legte um fast ein Viertel auf 6,3 Milliarden Euro zu. Dennoch hatte die Bank Ende 2025 wegen des Rückzugs aus den USA insgesamt weniger Geld verliehen als ein Jahr zuvor: Der Kreditbestand sank um 1,7 Milliarden auf 27,3 Milliarden Euro.

"Für 2026 wollen wir im Neugeschäft weiter an Fahrt aufnehmen und die Diversifikation unserer Erträge vorantreiben", sagte der Wolf nun. Allerdings dürften die Erträge mit 375 bis 425 Millionen Euro den Vorjahreswert von 422 Millionen eher unterschreiten als übertreffen. Denn das Neugeschäft in Europa könne den Wegfall der US-Kredite nur schrittweise kompensieren. Entsprechend erwartet der Vorstand für 2026 weiterhin nur einen Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro.

Bis 2028 sollen die Erträge um rund die Hälfte auf etwa 600 Millionen Euro steigen. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital der Bank soll dann acht Prozent erreichen. Im vergangenen Jahr lag sie wegen des hohen Verlusts bei minus 10,6 Prozent./stw/mne/stk

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