ROUNDUP/USA

Arbeitsmarkt im März überraschend robust 03.04.2026, 16:57 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

In den USA hat sich der Arbeitsmarkt im März überraschend robust gezeigt. Außerhalb der Landwirtschaft stieg die Zahl der Stellen um 178.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Nach dem Streik im Gesundheitswesen von mehr als 30.000 Angestellten und dem schweren Winterwetter im Februar hatten Experten zwar mit einer Gegenbewegung bei der Stellenentwicklung gerechnet. Sie hatten im Schnitt aber nur 65.000 neue Stellen erwartet.

Im Februar waren revidierten Daten zufolge 133.000 Arbeitsplätze im Vergleich zum Vormonat gestrichen worden. Von Januar bis März wurden allerdings durchschnittlich 68.000 Stellen geschaffen. Das ist der beste Werte seit fast einem Jahr

Die Arbeitslosenquote im März sank überraschend auf 4,3 Prozent. Experten hatten hingegen mit einem Verharren auf dem Vormonatswert von 4,4 Prozent gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten gegenüber dem Vormonat nur um 0,2 Prozent zu. Analysten hatten hier ein Plus von 0,3 Prozent erwartet.

Aufgrund des Feiertags in den USA und Europa gab es kaum Reaktionen von Experten. Volkswirte der Nachrichtenagentur Bloomberg rechnen mit einem weiteren Stellenaufbau bis Juni. Die Fußball-WM dürfte insbesondere im Freizeit- und Unterbringungsgewerbe zu vermehrten Einstellungen führen.

Zudem rechnen die Experten mit einem zyklischen Wiedererstarken des Transportsektors. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs dürften erst in der zweiten Jahreshälfte zu spüren sein. Dann sollte die Arbeitslosenquote spürbarer steigen.

Die Experten von ING lobten zwar den kräftigen Stellenaufbau. Dies zeige, dass sich die USA in einer guten Position befänden, dem wirtschaftlichen Gegenwind durch den Konflikt im Nahen Osten zu widerstehen. Allerdings bleibe das Jobwachstum auf eine Handvoll an Branchen begrenzt. Die steigende Unsicherheit und Vorsicht dürften Arbeitgeber von einem beschleunigten Stellenaufbau abhalten.

Die Aktienmärkte können auf den wichtigsten US-Konjunkturindikator des Monats erst am Montag reagieren. Die Wall Street und andere wichtige Börsen bleiben am Freitag geschlossen. Im verkürzten US-Anleihehandel gab es leichte Verluste und der Euro geriet etwas unter Druck.

Die Arbeitsmarktdaten dämpften die Erwartung von Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Allerdings ist der Handel an beiden Märkten aufgrund der feiertagsbedingten Abwesenheit vieler Teilnehmer dünn und daher nur bedingt aussagekräftig.

Die Entwicklung des Arbeitsmarkts ist ein wichtiger Faktor für die Zinspolitik der US-Notenbank. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs dürfte der Arbeitsmarktbericht dieses Mal allerdings ohnehin einen geringeren Einfluss auf die Laune der Anleger haben als üblich.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer