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Trump lockt mit Kriegsende - droht dem Iran aber auch scharf 06.05.2026, 15:39 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

(neu: mehr Details und Hintergrund)

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat ein mögliches Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt, Teheran aber auch mit heftigen Angriffen gedroht. "Angenommen, der Iran erklärt sich bereit, das Vereinbarte zu erfüllen - was vielleicht eine gewagte Annahme ist -, dann wird die bereits legendäre "Epic Fury" ein Ende finden, und die äußerst wirksame Blockade wird es ermöglichen, dass die Straße von Hormus FÜR ALLE OFFEN ist, einschließlich des Irans", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die US-Regierung hatte ihrem Ende Februar gemeinsam mit Israel begonnenen Krieg gegen den Iran den Namen "Gewaltiger Zorn" ("Epic Fury") gegeben.

Falls Teheran sich nicht auf eine Vereinbarung einlasse, "beginnen die Bombardements, und diese werden leider ein weitaus größeres Ausmaß und eine weitaus größere Intensität haben als zuvor", drohte Trump.

Trumps Argumentation widerspricht dem, was Mitglieder seiner Regierung erst am Vortag betont hatten. US-Außenminister Marco Rubio etwa hatte am Dienstag gesagt, dass der US-Militäreinsatz gegen den Iran bereits beendet sei. "Die Operation "Gewaltiger Zorn" ist abgeschlossen", sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Trumps überraschende Kehrtwende

Am Dienstagabend (Ortszeit Washington) hatte Trump überraschend auf Truth Social angekündigt, den am Montag gestarteten US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus "für kurze Zeit" auszusetzen. Während des Stopps von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Es habe "große Fortschritte" für ein "umfassendes und abschließendes" Abkommen gegeben, schrieb er.

Mit "Projekt Freiheit" wollten die USA die weitgehend blockierte Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr öffnen. Der Iran reagierte darauf mit Gegenwehr. Nach zunehmenden Spannungen und Angriffen in der Straße von Hormus waren seit Montag Befürchtungen gewachsen, die seit rund einem Monat geltende und von Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängerte Waffenruhe könnte scheitern. Die Meerenge ist für die Weltwirtschaft unter anderem wegen der Exporte von Öl und Flüssiggas aus den Staaten am Persischen Golf von entscheidender Bedeutung.

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