Daimler Truck

Hoffnung trotz Gewinneinbruch 06.05.2026, 16:58 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Daimler
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Daimler Truck Holding 43,81 EUR +0,60 % Lang & Schwarz

Schwacher Jahresauftakt belastet den Nutzfahrzeugriesen

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist mit deutlichen Belastungen in das neue Geschäftsjahr gestartet. Wie der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen mitteilte, fiel der Gewinn im ersten Quartal massiv zurück. Das Konzernergebnis sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 80 Prozent von 749 Millionen Euro auf nur noch 149 Millionen Euro ab.

Vor allem die Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt drückte auf die Bilanz. Die lange Zeit wichtigste Gewinnregion des Unternehmens verzeichnete einen erheblichen Rückgang bei Absatz und Umsatz. In Nordamerika verdiente Daimler Truck lediglich noch 209 Millionen Euro und damit 73 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig sank der Absatz um 25 Prozent, während die Erlöse um 29 Prozent zurückgingen. Die schwachen Zahlen kamen für den Markt allerdings nicht völlig überraschend, da Analysten bereits mit einer deutlichen Abschwächung gerechnet hatten.

US-Zölle und schwache Logistikbranche setzen Freightliner unter Druck

Die Probleme in den USA haben mehrere Ursachen. Besonders belastend wirken sich die amerikanischen Einfuhrzölle gegenüber Mexiko aus. Dort produziert Daimler Truck Fahrzeuge für die US-Marke Freightliner, die nun von zusätzlichen Handelsbarrieren betroffen sind.

Hinzu kommt die anhaltende Schwäche im amerikanischen Logistiksektor. Viele Speditionen halten sich aktuell mit Neuanschaffungen zurück, wodurch die Nachfrage nach Lastwagen spürbar gesunken ist. Die Investitionsbereitschaft der Branche bleibt angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten verhalten.

Dennoch gibt es erste Anzeichen für eine mögliche Stabilisierung. Der Auftragseingang in Nordamerika legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um starke 86 Prozent zu. Dieser Wert wird von Investoren aufmerksam beobachtet, da neue Bestellungen häufig als Frühindikator für eine spätere Erholung des Geschäfts gelten.

Konzernchefin Karin Rådström zeigte sich trotz des schwachen Quartals vorsichtig optimistisch. Laut Unternehmensmitteilung erklärte sie: „Wir sind gut aufgestellt, um im weiteren Jahresverlauf trotz eines herausfordernden ersten Quartals weitere Verbesserungen zu erzielen.“ Besonders in den USA hätten sich die Auftragseingänge zuletzt deutlich belebt. „Diese Dynamik dürfte sich in den kommenden Quartalen positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken“, sagte Rådström weiter.

Sparprogramm soll Milliarden einsparen

Parallel zur schwierigen Marktlage arbeitet Daimler Truck an umfangreichen Kostensenkungen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern das Sparprogramm „Cost Down Europe“ gestartet. Ziel ist es, die laufenden Kosten in Europa bis 2030 um mehr als eine Milliarde Euro zu reduzieren.

Vor allem die Lkw-Sparte Mercedes-Benz Trucks steht dabei im Fokus der Einsparungen. In Deutschland sollen im Zuge der Maßnahmen rund 5000 Stellen wegfallen. Auch in Nordamerika plant der Konzern zusätzliche Effizienzprogramme.

An der Börse wurden die Quartalszahlen dennoch vergleichsweise stabil aufgenommen. Die Aktie gewann zuletzt über XETRA 2,37 Prozent auf 44,43 Euro. Seit Jahresbeginn 2026 liegt das Papier damit rund 17 Prozent im Plus.


Analyst Michael Aspinall von der US-Investmentbank Jefferies bewertete die Zahlen zwar schwächer als die allgemeinen Markterwartungen, jedoch im Rahmen seiner eigenen Prognosen. Besonders wichtig sei nun der Ausblick auf das zweite Quartal. Daimler Truck rechne in Nordamerika bereits wieder mit einer operativen Marge zwischen 7 und 8 Prozent. Dies deute darauf hin, dass sich die zuletzt verbesserten Auftragseingänge zunehmend im operativen Geschäft bemerkbar machen könnten.

Bn-Redaktion/aw
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