ROUNDUP

Warnstreiks bei Rotkäppchen und Getränkeproduzent in Jessen 13.05.2026, 18:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Warnstreiks haben die Produktion in der Sektkellerei Rotkäppchen in Freyburg und beim Getränkehersteller MEG in Jessen laut Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Erliegen gebracht. "Seit 4.00 Uhr wird nichts mehr produziert", sagte NGG-Sekretärin Romy Grahnert über den Arbeitskampf bei Rotkäppchen. Ihr Kollege Veit Groß war in Jessen vor Ort und meldete gleichfalls Stillstand. Die Mitarbeiter der Logistik und Instandhaltung würden sich komplett beteiligen. "Wir sind sehr zufrieden."

In einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld, in dem viele Industriebetriebe Personal abbauen müssen, biete die Schwarz Produktion hohe Arbeitsplatzsicherheit, erklärte ein Sprecher von MEG in Jessen. "Wir setzen auf eine konstruktive Lösung am Verhandlungstisch." Das Unternehmen sei daher bereits frühzeitig auf die Gewerkschaft zugegangen. Ziel sei ein langfristiges, wirtschaftlich tragfähiges und faires Ergebnis, hieß es.

Tarifverhandlungen sollen am kommenden Montag weitergehen

Hintergrund sind Tarifverhandlungen für die gut 3.000 Beschäftigten in 15 Betrieben der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt. Am 18. Mai beginnt die vierte Verhandlungsrunde. Die Gewerkschaft NGG fordert einen Plan für die Ost-West-Angleichung der Löhne und Gehälter. Die monatlichen Lohnunterschiede würden je nach Tarifgruppe noch bis zu über 1.000 Euro betragen. Der Arbeitgeberverband weigert sich bisher, verbindlich über konkrete Zahlen zur Angleichung zu sprechen.

Gewerkschaft fordert Ost-West-Angleichung der Löhne

"Schluss mit Unterschieden Ost-West und Beschäftigte 2. Klasse! Dafür streiken derzeit Beschäftigte zahlreicher Betriebe. Weit über 600 Streikstunden sind bisher zu verzeichnen", hatte die Gewerkschaft im Vorfeld mitgeteilt. Die Unternehmen und der Arbeitgeberverband müssten die Beschäftigten endlich ernst nehmen und am kommenden Montag konkrete und verbindliche Zahlen für eine Angleichung der Entgelte auf den Tisch legen, so die Forderung. "Sonst droht eine Streikwelle, die es bisher in der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt noch nicht gegeben hat", erklärte NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig.

Sollte es am 18. Mai keine Lösung geben, plant die Gewerkschaft am 21. Mai einen landesweiten Streiktag aller betroffenen Betriebe und eine zentrale Streikkundgebung vor dem Landtag in Magdeburg. Dort wird in den Ausschüssen ein Antrag zur Lohnangleichung beraten.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer