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Rubio enttäuscht über Europas Haltung im Iran-Krieg 08.05.2026, 16:31 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

US-Außenminister Marco Rubio hat sich erneut enttäuscht gezeigt über die aus Sicht seiner Regierung unzureichende Unterstützung europäischer Regierungen im Iran-Krieg. Einer der Vorteile der Nato-Mitgliedschaft bestehe in der Möglichkeit, Streitkräfte in Europa zu stationieren und Stützpunkte für die Logistik in Notfällen zu unterhalten, sagte er in Rom.

Das sei nicht mehr der Fall. "Das ist ein Problem, und das muss geprüft werden." Am Ende liege die Entscheidung, wie man darauf reagiere, aber bei US-Präsident Donald Trump.

Rubio sieht Kosten und Gefahren

Die Weigerung von Ländern wie Spanien, den USA Basen in einer dringenden Situation zur Verfügung zu stellen, habe Kosten verursacht und unnötige Gefahren geschaffen, erklärte Rubio. Die USA waren sowohl in Spanien als auch in Italien auf Widerstand bei der Nutzung von Militärstützpunkten für den Iran-Krieg gestoßen.

Trump droht nun mit dem Abzug von Truppen aus Europa. Für Deutschland ist der Abzug von 5.000 US-Soldaten angekündigt. Das seien weniger als 14 Prozent und entsprächen dem Stand von 2022, sagte Rubio.

Zuvor hatte Rubio Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Außenminister Antonio Tajani getroffen. Letzterer bezeichnete sein Treffen mit Rubio als gut, er habe die Wichtigkeit der Einheit des Westens und der transatlantischen Beziehungen unterstrichen. Italien unterstütze alle Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe mit dem Iran. Dann sei man auch bereit, mit der eigenen Marine bei der Entminung und Sicherung der Straße von Hormus zu helfen.

Ein Stammbaum für den Minister

Handelskriege wolle man nicht, sagte Tajani mit Bezug auf die Auseinandersetzungen mit den USA. Nicht nur Europa brauche die USA, das sei auch umgekehrt der Fall. Eine amerikanische Militärpräsenz in Europa sei wichtig.

Bei der Zusammenkunft wurde Rubio auch ein Stammbaum überreicht, der dessen Wurzeln im Piemont im Nordwesten Italiens nachzeichnet. Rubio, der als Sohn kubanischer Einwanderer Spanisch spricht, verriet, er lerne Italienisch und könne alles verstehen. Das Abo für seinen Italienisch-Kurs sei aber abgelaufen - beim nächsten Besuch werde er eine Rede auf Italienisch halten, kündigte er an.

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