Senat sieht Investitionsbedarf im Hamburger Hafen bei acht Milliarden 22.05.2026, 05:38 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Hamburger Hafen und Logistik 21,65 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Bis Ende des Jahrzehnts schätzt der rot-grüne Senat den Investitionsbedarf für die zivilen und militärischen Nutzungen des Hamburger Hafens auf mehr als acht Milliarden Euro. Die Summe verteile sich zu circa 60 Prozent auf Brücken, rund 27 Prozent auf Kaimauern beziehungsweise wasserseitige Infrastruktur und circa 6 Prozent auf Schieneninfrastruktur, heißt es in der Senatsantwort auf die Schriftliche Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Antonia Goldner.

Der verbleibende Teil verteile sich auf weitere Projekte unter anderem in den Bereichen Energie und Flächenherrichtungen. Die Straßeninfrastruktur werde im Wesentlichen durch Brückeninvestitionen abgedeckt, schreibt der Senat weiter.

CDU fordert nachvollziehbare Darlegung der Summe

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte die Summe von acht Milliarden Euro vor drei Wochen bei der Nationalen Maritimen Konferenz in Emden genannt und einmal mehr ein größeres finanzielles Engagement des Bundes gefordert. Wie sich die Zahl zusammensetzt, sagte er nicht. Goldner hakte deshalb nach.

"Wer heute Milliardenbedarfe formuliert, muss dem Parlament und der Öffentlichkeit nachvollziehbar darlegen, wie sich diese Summen zusammensetzen, welche Prioritäten gelten und welche Versäumnisse der Vergangenheit zu dieser Entwicklung beigetragen haben", sagte die hafenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion der Deutschen Presse-Agentur.

Hohe Baukosten und Großprojekte sorgen für hohen Bedarf

Die Summe von rund acht Milliarden Euro basiere "auf einer indikativen Gesamteinschätzung der Hamburg Port Authority" zu den anstehenden und absehbaren strategischen Hafenprojekten, schreibt der Senat in seiner Antwort.

Als wichtigste Gründe für den hohen Investitionsbedarf werden neben einer allgemeinen Steigerung der Baukosten die Planung langfristiger Großprojekte wie die Transformation des Waltershofer Hafens sowie der Umstand genannt, "dass eine Reihe von Großinfrastrukturen aufgrund langjähriger Nutzung saniert oder erneuert werden müssen". Als Beispiele wurden die zu ersetzende Köhlbrandbrücke "oder wichtige Kaimauern" angeführt.

Hamburg sei der mit Abstand größte deutsche Seehafen und drittgrößter Containerhafen Europas. "Diese Infrastruktur zu erhalten und zu entwickeln, erfordert erhebliche finanzielle Anstrengungen."

Goldner fordert Aufarbeitung des Investitionsstaus

Goldner reichen die Angaben nicht aus. "Statt belastbarer Zeitreihen, transparenter Projektlisten und nachvollziehbarer Prioritäten liefert der Senat vor allem allgemeine Hinweise auf "indikative Einschätzungen" und "strategische Bewertungen"", sagte sie.

Seit 15 Jahren verantwortet die SPD als Regierungspartei die Hafenpolitik - "und damit auch den erheblichen Investitions- und Sanierungsstau, der sich in den letzten Jahren aufgetürmt hat", sagte Goldner. "Gerade, wenn der Senat eine zusätzliche Unterstützung des Bundes einfordert, muss ehrlich aufgearbeitet werden, warum offenbar über viele Jahre nicht ausreichend Mittel bereitgestellt wurden, um zentrale Hafeninfrastrukturen sukzessive zu modernisieren, zu erneuern und dauerhaft in Schuss zu halten."

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer