Speicherbetreiber schlagen Gasreserve-Menge vor 05.03.2026, 16:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BERLIN (dpa-AFX) - In der Debatte um die Einrichtung eines Erdgas-Notvorrats in Deutschland haben die Gas-Speicherbetreiber eine Reservemenge von 78 Terawattstunden (TWh) vorgeschlagen. Mit einer Reserve dieser Größenordnung könne beispielsweise ein vollständiger Ausfall norwegischer Gaspipelines nach Deutschland für 90 Tage überbrückt werden, teilte der Branchenverband Ines (Initiative Energien Speichern) in Berlin mit.

Eine solche 78-Terawattstunden-Reserve würde nach Angaben des Verbandes rund 31 Prozent der gesamten Speicherkapazität von rund 251 TWh binden. "Gleichzeitig verblieben weiterhin etwa 69 Prozent der Speicherkapazitäten im Markt", erklärte Ines-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. Ein solches Reservevolumen würde die Versorgungssicherheit "nachhaltig" stärken, ohne die Marktmechanismen außer Kraft zu setzen.

Verband schätzt Kosten für Reserve auf zwei bis vier Milliarden Euro

Die Kosten für die Anlage der Reserve schätzt der Verband auf zwei bis vier Milliarden Euro. In den Folgejahren fielen dann niedrigere Haltekosten an. Die Gesamtkosten würden sich im Laufe der Zeit reduzieren, wenn Reservemengen im Zuge der Transformation des Energiesystems abgesenkt und wieder verkauft werden könnten. "Die Laufzeit der Reserve sollte mindestens fünf, idealerweise zehn Jahre betragen", so der Verband weiter. Sie sollte ausschließlich im Krisenfall genutzt werden.

Ob es überhaupt eine sogenannte strategische Gasreserve geben wird, ist noch offen. Hintergrund ist das Auslaufen der aktuellen Regelungen zu Gasspeicher-Mindestfüllständen im kommenden Jahr. Die Regierungskoalition hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, "geeignete Instrumente" für eine "versorgungssichere und kostengünstigere Befüllung" auf den Weg zu bringen.

Reiche will "Kriseninstrument" für Winter 2027

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte im Februar in einem Interview des "Handelsblatts" die Einführung eines "Kriseninstruments" für den Winter 2027 angekündigt. "Wir prüfen sehr genau, welches das geeignete Kriseninstrument ist", hatte Reiche dabei auf die Frage geantwortet, ob sie eine strategische Gasreserve nach dem Vorbild Österreichs für die beste Option halte./tob/DP/men

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
News-Kommentare
Thema
1 Biontech kehrt zu seinen Wurzeln zurück Hauptdiskussion
2 Trump: Geplanter Angriff auf Iran gestoppt Hauptdiskussion
3 ROUNDUP 2/Trump droht: 'Für den Iran tickt die Uhr' Hauptdiskussion
4 Taiwans Präsident bangt um Sicherheitsversprechen der USA Hauptdiskussion
5 ROUNDUP/Trump droht: 'Für den Iran tickt die Uhr' Hauptdiskussion
6 Tesla-Absturz: Musk wie immer mit neuen Ankündigungen Hauptdiskussion
7 Kiew erhält mehr als 500 Soldatenleichen zurück Hauptdiskussion
Alle Diskussionen
Weitere News

Gestern 23:16 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:20 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 21:45 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 21:09 Uhr • Artikel • dpa

Gestern 21:00 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 20:57 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer