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Sportwagenbauer Aston Martin macht mehr Verlust - US-Zölle belasten weiter 25.02.2026, 10:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Aston Martin Lagonda Global Holdings 0,4721 EUR -2,96 % L&S Exchange

GAYDON (dpa-AFX) - Dem britischen Sportwagenbauer Aston Martin droht nach einem weiteren Verlustjahr 2026 weiteres Ungemach wegen der Zölle auf seinem größten Markt USA. Das 2025 in Kraft getretene Zollregime für die Einfuhr von Autos aus Großbritannien in die USA erhöhe die Komplexität und begrenze die Möglichkeit des Konzerns, treffende quartalsweise Vorhersagen zu treffen, hieß es von den Briten am Mittwoch am Firmensitz in Gaydon. Zwar will der für seine Autos in James-Bond-Filmen bekannte Konzern sein finanzielles Abschneiden dieses Jahr merklich verbessern. Geld wird aber weiter aus dem Unternehmen abfließen.

Die Aktie lag in London am Vormittag rund 1,3 Prozent im Plus bei gut 57 Pence. Die Anleger hatten mit dem Titel in der Vergangenheit kaum Glück, der Abschwung ist lang und hart. Auf Basis von zwölf Monaten hat der Kurs knapp die Hälfte eingebüßt, auf Sicht von fünf Jahren gar mehr als 90 Prozent. Aston Martin schreibt schon lange rote Zahlen.

So auch vergangenes Jahr: Der Verlust unterm Strich weitete sich von knapp 324 auf 493 Millionen Pfund (565 Mio Euro) aus. Der Umsatz sackte um mehr als ein Fünftel auf 1,26 Milliarden Pfund ab, der Absatz knickte um zehn Prozent auf 5.448 Autos ein.

Kosteneinsparungen hätten den Gegenwind unter anderem von US-Zöllen nur teilweise auffangen können, hieß es. "Ich möchte Donald Trump nicht für all unseren Kummer verantwortlich machen, aber er war sicherlich ein großer Teil des Problems, mit dem wir letztes Jahr konfrontiert waren", sagte Unternehmenschef Adrian Hallmark in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Aus dem Unternehmen flossen 410 Millionen Pfund an Barmitteln ab, die Schulden stiegen um knapp ein Fünftel auf 1,38 Milliarden Pfund. Hallmark will das Geldverbrennen dieses Jahr eindämmen und die bereinigte operative Marge (Ebit) von minus 15 Prozent bei stabilem Absatz Richtung Gewinnschwelle verbessern.

Behindert wird das Unternehmen dabei aber von den US-Zöllen auf britische Autoeinfuhren. So sieht das amerikanisch-britische Zollabkommen einen Zoll von 10 Prozent auf bis zu 100.000 importierte Autos aus Großbritannien vor, wie Aston Martin erläuterte. Diese würden auf die vier Quartale mit jeweils 25.000 Autos aufgeteilt - und dafür gelte das "first come first served"-Prinzip (zu deutsch etwa: "wer zuerst kommt, mahlt zuerst"). Danach verkaufte Autos unterlägen dann einem Zoll von 27,5 Prozent. Aston Martin versuche, sich auf die Risiken dieser Regelung einzustellen, hieß es. In der Region Amerika verkauft Aston Martin rund ein Drittel seiner Autos./men/nas/mis

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