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Streit um Betriebsrente

Lufthansa sieht keine Spielräume 19.09.2025, 13:38 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Streit um die Betriebsrenten Tausender Lufthansa -Piloten dämpft die Fluggesellschaft die Erwartungen der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). "Unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erlaubt schlichtweg keinerlei Mehrbelastungen", sagte der Chef der Kernmarke Lufthansa Airlines, Jens Ritter, einem intern von der Lufthansa veröffentlichten Interview. "Wir haben nicht ansatzweise das Geld für eine weitere Verbesserung der ohnehin schon sehr guten betrieblichen Altersvorsorge."

Die VC verlangt deutlich höhere Beiträge des Arbeitgebers zu den Rentenfonds. In der Sache geht es um Betriebsrenten und Übergangsversorgungsansprüche von etwa 4.800 Pilotinnen und Piloten. Nach sieben erfolglosen Verhandlungsrunden lässt die VC derzeit über einen Streik bei Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo abstimmen. Die Urabstimmung läuft bis zum 30. September.

VC-Forderung "schlichtweg nicht bezahlbar"

Die derzeitige Forderung der VC würde "einen jährlichen Kostenanstieg für die betriebliche Altersversorgung der Lufthansa-Classic-Cockpitmitarbeitenden auf 228 Millionen Euro" bedeuten, rechnete Ritter vor. "Das wäre mehr als eine Verdoppelung. Die Erfüllung dieser Forderung wäre nicht nur unverantwortlich für unsere Airline, sondern schlichtweg nicht bezahlbar. Dann bliebe keine Alternative, als weitere Flugzeuge in profitablere Flugbetriebe zu verlagern."

Ritter zeigte sich weiterhin gesprächsbereit und warnte vor einer Eskalation: "Wir müssen weiter gemeinsam nach Wegen suchen, um eine weitere Zuspitzung zu verhindern. In unserer finanziellen Lage würde ein Streik den Lösungsraum nur verkleinern."

Droht der Airline eine neue Welle von Arbeitskämpfen?

Der Lufthansa droht zugleich auf anderen Tarifbaustellen neuer Ärger: Die Spartengewerkschaft Ufo erklärte die Gespräche mit der Konzernführung über eine tarifliche Gesamtlösung für das Kabinenpersonal bei Lufthansa, Lufthansa CityLine, Lufthansa City Airlines und Discover Airlines Anfang dieser Woche für gescheitert. Nun will die Unabhängige Flugbegleiter Organisation ihre Forderungen für die Kabinenbeschäftigten der einzelnen Airlines im Rahmen voneinander unabhängiger Verhandlungen durchsetzen./ben/DP/jha

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