Umfrage

Große Mehrheit lehnt 48-Stunden-Woche ab 05.02.2026, 06:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

ERFURT (dpa-AFX) - Eine wöchentliche Arbeitszeit von bis zu 48 Stunden lehnt eine große Mehrheit der Deutschen einer Umfrage zufolge ab. In der repräsentativen Befragung der IU Internationale Hochschule gaben 73,5 Prozent an, eine 48-Stunden-Woche würde sich "negativ" oder "sehr negativ" auf ihr Leben auswirken. Als Gründe wurden unter anderem zu wenig Zeit für Familie und Freunde sowie für Sport oder Hobbys genannt, aber auch gesundheitliche Bedenken körperlicher oder psychischer Art.

Vollzeit ist das beliebteste Modell

Zugleich ergab die Umfrage, dass Vollzeit mit 35 bis 40 Wochenstunden das beliebteste Arbeitsmodell ist - 44,7 Prozent gaben an, dass das am besten zur eigenen Lebenssituation passe. Dahinter folgt eine Vier-Tage-Woche mit 32 Stunden an vier Tagen bei vollem Lohn (33,9 Prozent). Ein klassisches Teilzeitmodell mit weniger als 35 Wochenstunden bevorzugten 18,5 Prozent.

Zuletzt hatte es Debatten um den gesetzlichen Teilzeit-Anspruch oder Forderungen nach Mehrarbeit gegeben. SPD und Union wollen auch den Acht-Stunden-Tag zugunsten einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit abzuschaffen. Das Arbeitszeitgesetz sieht aktuell eine maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden an sechs Tagen vor. Laut Statistischem Bundesamt lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2024 bei 34,3 Stunden.

Experte: Empfinden der Bevölkerung hat sich vom Diskurs entkoppelt

Arbeitsexperte Malte Martensen von der IU sagte: "Wir fanden überraschend, wie weit sich das Grundempfinden in der Bevölkerung vom politischen Diskurs entkoppelt hat." Dass es so eine große Ablehnung gegen eine 48-Stunden-Woche gebe, habe er nicht gedacht. Es gebe den Reflex, in Krisenzeiten einfach Antworten auf komplexe wirtschaftliche Probleme zu suchen. "Aber nur zu sagen, die Menschen müssten mehr arbeiten, ist letztlich zu kurz gedacht."

Weiter sagte Martensen: "40 Stunden finden die Leute okay. Gleichzeitig sagen sie: Mehr geht nicht, weil sie das mit den organisatorischen Realitäten in ihrem Leben nicht unter einen Hut kriegen." Solange es keine flächendeckende Kinderbetreuung gebe oder das Problem mit der Pflege nicht gelöst sei, gingen gewisse Dinge einfach nicht./dhu/DP/zb

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