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WDH/Mercedes verschärft Sparkurs - Sonderzahlung wird verschoben 26.06.2026, 11:42 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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(Im 2. Absatz, 1. Satz, hieß es der Vorstand habe die 90.000 Beschäftigten in Deutschland in einem Brief über eine Verschärfung des Sparkurses bei dem Autobauer informiert. Richtig ist, dass er die rund 108.000 Beschäftigten in Deutschland informiert hat. Etwa 90.000 Beschäftigte sind für die verschobene Sonderzahlung anspruchsberechtigt. Dies wurde entsprechend korrigiert.)

STUTTGART (dpa-AFX) - Die Verschiebung einer tariflichen Sonderzahlung bei Mercedes-Benz DE0007100000 ist nach Angaben des Gesamtbetriebsrats eine "einseitige Entscheidung des Unternehmens". Es sei ausdrücklich kein Ergebnis gemeinsamer Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung. Tarifvertraglich sei dieses Vorgehen zwar möglich, es zeige aber vor allem, wie groß der Druck inzwischen sei. Bei der Sonderzahlung handelt es sich um den jährlichen "Transformationsbaustein", der 18,4 Prozent vom regelmäßigen individuellen Monatsentgelt beträgt.

Zuvor hatte der Vorstand die rund 108.000 Beschäftigten in Deutschland in einem Brief über eine Verschärfung des Sparkurses bei dem Autobauer informiert. Anspruchsberechtigt für die Sonderzahlung seien etwa 90.000 Beschäftigte, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Für den Gesamtbetriebsrat stehe fest: Die Ursachen der aktuellen Herausforderungen lägen nicht bei den Beschäftigten. Weder die Entwicklung in China, geopolitische Spannungen noch steigende Energiepreise würden von ihnen verursacht. "Trotzdem sollen jetzt erneut die Beschäftigten einen erheblichen Teil der Last tragen."

Zugleich will das Management mit dem Betriebsrat in den kommenden Wochen über eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sprechen, wie das Unternehmen mitteilte. Laut Tarifvertrag arbeiten die Beschäftigten zurzeit 35 Stunden in der Woche.

Der Gesamtbetriebsrat wies darauf hin, dass es derzeit keine Verhandlungen über Arbeitszeitverlängerungen oder tarifliche Einschnitte gebe. "Solche Verhandlungen sind aktuell auch gar nicht möglich, da IG Metall und Arbeitgeberverband die zuständigen Tarifparteien sind. Ohne eine tarifliche Öffnung kann es keine entsprechenden Gespräche geben."

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