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VW-Aufsichtsratssitzung endet ohne Klarheit zu Sparplänen 09.07.2026, 22:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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(Der Name der VW-Betriebsratschefin wurde im dritten Absatz korrigiert: Sie heißt Cavallo)

WOLFSBURG (dpa-AFX) - VW DE0007664039 macht nach der Sitzung seines Aufsichtsrates zu weiteren Einsparungen weiter keine Angaben zu möglichen Werksschließungen und Stellenabbau. Der Konzernvorstand habe dem Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt, teilte der Konzern am Donnerstagabend nach der Sitzung mit. Das Gremium war um 16 Uhr zusammengekommen, um über mögliche Sparpläne des Konzernvorstandes zu beraten.

"Mit unserem Zukunftsplan gehen wir aus eigener Kraft in die nächste Phase der Transformation", wird Konzernvorstandschef Oliver Blume in der Mitteilung zitiert. So solle die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft werden und die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken. Angaben zu einem möglichen Stellenabbau und Werksschließungen, über die Medien zuvor berichtet hatten, machte er nicht.

Betriebsratschefin: "Es reicht!"

Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigte sich nach der Sitzung erbost. Sie forderte Blume auf, im Laufen des morgigen Freitags der Belegschaft gegenüber Stellung zu beziehen und sich unmissverständlich zu den Gerüchten über die angeblichen Vorstandspläne zu äußern.

"Es reicht! Das Fass ist zum Überlaufen gekommen", sagte Cavallo laut Betriebsratszeitung. "Der Umgang des Vorstands mit der Belegschaft ist an Respektlosigkeit nicht mehr zu überbieten. Oliver Blume steht jetzt in der Pflicht, diesen massiven Schaden wenigstens noch zu begrenzen."

"Werden auch Überkapazitäten abbauen müssen"

Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, an einem neuen "Zielbild 2030" für den Konzern zu arbeiten und dabei auch den Sparkurs deutlich verschärfen zu wollen. Laut "Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

Der Konzern selbst hat sich bisher nicht zu den Details geäußert. "Die genauen Inhalte des Zukunftsplans und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen werden heute zwischen Aufsichtsrat und Vorstand der Volkswagen DE0007664039 AG erörtert", hatte ein Sprecher vor der Sitzung gesagt. Dabei gehe es unter anderem darum, Komplexität zu reduzieren, Beteiligung zu straffen, Entwicklung und Produktion regionaler auszurichten: "Und ja, wir werden auch Überkapazitäten abbauen müssen." Die Produktionskapazität soll wie bereits bekannt auf jährlich rund 9 Millionen Fahrzeuge ausgelegt werden - vor der Covid-Pandemie waren es laut Unternehmen rund 12 Millionen.

Proteste der IG Metall

Die Beratung wurde begleitet von lautem Protest der Gewerkschaft. An mehr als einem Dutzend Standorten gab es Proteste gegen die Sparpläne. In Wolfsburg kamen rund 500 Personen zu einer Kundgebung direkt am Vorstandshochhaus, in dem sich der Aufsichtsrat traf.

In Emden zählte die IG Metall sogar 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Weitere Aktionen gab es in Neckarsulm, Braunschweig, Stuttgart, Hannover, Kassel, Chemnitz, Dresden, Zwickau, Leipzig, München, Nürnberg, Salzgitter und Osnabrück.

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