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Dax-Erholung stockt - Konjunkturrisiken versus Ukraine 08.08.2025, 17:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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(Tippfehler in Überschrift korrigiert)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten kräftigen Erholung des Dax dürfte sich der deutsche Leitindex in der neuen Woche schwertun. Zwar werden die Aktienkurse durch die vage Aussicht auf eine Waffenruhe in der Ukraine gestützt, doch die globalen Konjunktursorgen bleiben als potenzielle Belastung. Sie wurden zuletzt durch schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA massiv geschürt, die die Märkte zu Monatsbeginn stark unter Druck gesetzt hatten.

Insofern richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger vor allem auf die am Dienstag anstehenden US-Verbraucherpreise. Analyst Patrick Franke von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) geht davon aus, dass der Preisauftrieb im Juli gemessen am Kernindex ohne Energie und Nahrungsmittel gegenüber dem Vormonat noch einmal angezogen hat. Wegen der umfangreichen vorgezogenen Importe und des unklaren "Haltbarkeitsdatums" der US-Zölle könnte es eine Weile dauern, bevor diese in vollem Umfang in den Verbraucherpreisdaten auftauchten. Von daher dürften die Teuerungsraten in den kommenden Monaten weiter anziehen.

Allerdings sei die US-Preisstatistik derzeit von echten Problemen geplagt, fuhr Franke fort. Hintergrund seien offenbar vor allem die von US-Präsident Donald Trump und seinen Gefolgsleuten auch in den Statistikagenturen der Regierung vorgenommenen Mittel- und Personalkürzungen. Dies mache es für die Notenbank Fed nicht leichter, zu entscheiden, wann beziehungsweise ob der Zeitpunkt für eine weitergehende Lockerung der Geldpolitik gekommen ist.

Einerseits stehen dem Helaba-Experten zufolge nun noch größere Fragezeichen hinter den zentralen Indikatoren, die die die US-Notenbank für ihre Zinsentscheidung braucht. Andererseits bleibe der politische Druck auf die Fed hoch, die Zinsen zu senken. Denn Trump gilt als vehementer Verfechter niedriger Zinsen.

Doch selbst wenn Fed-Chef Jerome Powell dem Druck nachgibt und die Zinsen senkt, spricht dies nicht automatisch für steigende Kurse am Aktienmarkt. "Wer jetzt allein auf baldige Zinssenkungen hofft, ignoriert die Risiken", sagte Armin Micheli von Dr. Bauer & Co. Vermögensmanagement in München. Die Berichtssaison der Unternehmen verlaufe durchwachsen, geopolitisch bleibe die Lage angespannt, und saisonal sei der August traditionell ein schwacher Börsenmonat.

"Kurzum: Die Luft nach oben ist dünn", resümierte Micheli. Ein Rücksetzer sei wahrscheinlicher als ein Höchststand. Für steigende Kurse brauche es mehr als Hoffnung - es brauche harte Fakten, und die fehlten derzeit.

Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank richtete den Blick gen Deutschland. In der neuen Woche werde mit der Konjunkturumfrage des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW am Dienstag ein weiterer Baustein zur Beurteilung der gegenwärtigen Aufschwungkräfte in Deutschland bereitgestellt. Angesichts der neuen US-Zölle sei jedoch kaum zu erwarten, dass sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen gebessert habe.

In diesem Umfeld könnten die Märkte Kater zufolge eher auf politische Entwicklungen reagieren. Dabei ruhen die Hoffnungen der Anleger derzeit vor allem auf dem anberaumten Treffen der Präsidenten der USA und Russlands. Trump und Wladimir Putin wollen sich voraussichtlich in der neuen Woche erstmals persönlich zu Gesprächen über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine treffen. Beide Seiten teilten mit, die Zeit sei reif für einen solchen Gipfel. Tag und Ort stehen bisher nicht fest.

Derweil müssen die Anleger in der neuen Woche erneut eine Reihe von Geschäftszahlen verarbeiten. Am Dienstag etwa steht der Rückversicherer Hannover Rück im Fokus. Am Mittwoch folgen unter anderem der Energieversorger Eon , der Panzergetriebe-Hersteller Renk und der Reisekonzern Tui .

Dicht gepackt ist auch die Agenda für den Donnerstag. Dann berichten zum Beispiel der Energiekonzern RWE , der Industriekonzern Thyssenkrupp und der Spezialchemiekonzern Lanxess über ihre Geschäfte im Zeitraum zwischen April und Juni./la/jsl/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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