Weltwirtschaftsforum

Vorwürfe gegen Gründer Schwab haltlos 15.08.2025, 19:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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GENF (dpa-AFX) - Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat anonyme Vorwürfe wegen angeblichen Fehlverhaltens seines Gründers Klaus Schwab untersucht und jetzt als haltlos zurückgewiesen. Eine Anwaltskanzlei sei zu dem Schluss gekommen, dass dem mittlerweile 87-Jährigen Deutschen nichts vorzuwerfen sei.

Die Stiftung, die Schwab 1971 gegründet hatte, richtet unter anderem das jährliche Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz aus. Es gilt als eine der wichtigsten Plattformen für Spitzenpolitiker, Top-Manager, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt.

Kein schwerwiegendes Fehlverhalten

"Es gibt keine Hinweise auf ein schwerwiegendes Fehlverhalten von Klaus Schwab", teilte das Forum mit. "Geringfügige Unregelmäßigkeiten, die auf unklare Grenzen zwischen persönlichen Beiträgen und Forum-Aktivitäten zurückzuführen sind, spiegeln eher ein starkes Engagement wider als die Absicht, sich falsch zu verhalten."

Unter anderem hatte die US-Zeitung "Wall Street Journal" im Frühjahr von angeblichem finanziellem und ethischem Fehlverhalten von Schwab und seiner Ehefrau berichtet. Die Organisation nahm dies ernst, Schwab musste sich umgehend aus dem Leitungsteam zurückziehen. Er hatte sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen und Anzeige gegen Unbekannt wegen Diffamierung erstattet, wie er der dpa Anfang Juni sagte. Zu dem Ergebnis der Untersuchung äußerte sich Schwab auf Anfrage zunächst nicht.

Neue Chefs berufen

Der frühere Nestlé-Chef Peter Brabeck-Letmathe, bis dahin stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats des WEF, übernahm den Vorsitz von Schwab. Nun trete er mit sofortiger Wirkung zurück, teilte das WEF mit. Seine Aufgabe übernähmen zunächst André Hoffmann und Larry Fink. Hoffmann ist einer der Erben des Pharmakonzerns Roche , Fink Gründer der US-Investmentfirma Blackrock.

"Wir freuen uns darauf, eine widerstandsfähigere und prosperierende Zukunft mitzugestalten und das Forum als unverzichtbare Institution für die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor neu zu erfinden und zu stärken", teilten Hoffmann und Fink mit./oe/DP/men

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