Anzeige
+++Uran-Geheimtipp: Bohrer läuft genau dort, wo schon Uran getroffen wurde: Startet dieser Nanocap jetzt durch?+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige

Weniger deutsches Geld für Klimaschutz in ärmeren Ländern 06.10.2026, 13:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Deutschland hat im vergangenen Jahr weniger Staatsgeld für Klimaschutz und die Anpassung an die Erderwärmung in ärmeren Ländern gezahlt. So stellte die Bundesregierung 2025 nach eigenen Angaben aus Haushaltsmitteln 4,7 Milliarden Euro für die internationale Klimafinanzierung zur Verfügung, deutlich weniger als im Jahr zuvor mit 6,1 Milliarden Euro. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen reagierten enttäuscht.

Bundesregierung schafft Ziel 2025 nicht

Das Ziel von jährlich mindestens 6 Milliarden Euro hat die Bundesregierung damit verfehlt. Mit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 hat sich die Weltgemeinschaft vorgenommen, dass Industrieländer ärmere Staaten beim Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel mit jährlich 100 Milliarden US-Dollar unterstützen, und zwar bis 2025.

Den Großteil (85 Prozent) des Geldes stellt das Entwicklungsministerium zur Verfügung. Es soll Entwicklungs- und Schwellenländern helfen beim Ausbau erneuerbarer Energien und bei der Steigerung der Energieeffizienz. Auch in Projekte zur Anpassung der Landwirtschaft an die Folgen des Klimawandels mit häufigeren Dürren und Überschwemmungen fließen Mittel.

Wofür Geld ausgegeben wird

Die Mittel des Umweltministeriums sollen Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Umstellung auf klimafreundlichere Industrieprozesse, dem Ausbau erneuerbarer Energien und Mobilitätskonzepten unterstützen. Auch internationale Fonds zum Klima- und Umweltschutz und zur Anpassung an den Klimawandel unterstützt die Bundesregierung.

Der deutsche Beitrag zum internationalen Klimaschutz setzt sich aus Haushaltsmitteln und mobilisierten Mitteln zusammen. Zum Geld aus dem Bundeshaushalt kommen Kredite der Förderbank KfW und ihrer Tochter, der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft. Sie mobilisierten am Kapitalmarkt private Investitionen vor allem für den Bau etwa von Solar- und Windparks im globalen Süden. Kredite und Privatinvestitionen machten zusammen weitere 6,1 Milliarden Euro aus.

Der Anteil so mobilisierter öffentlicher und privater Investitionen erreicht nach Angaben der beiden Ministerien einen Höchstwert. In Zeiten sinkender öffentlicher Haushalte setze man zunehmend und erfolgreich auch auf eine Hebelung im Kapitalmarkt und private Investitionen, sagte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD).

Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sind enttäuscht

Der WWF warf der Bundesregierung angesichts der Kürzungen Kurzsichtigkeit vor. "Wer die Klimakrise nicht ausreichend eindämmt - auch durch ausreichende finanzielle Unterstützung - der nimmt auch gewaltige Folgekosten für die Wirtschaft in Kauf - in anderen Ländern ebenso wie bei uns zuhause", kommentierte die Umweltschutzorganisation. "Die Hitzetage in diesem Sommer und die niedrigen Pegel der Flüsse sind nur zwei aktuelle Beispiele dafür."

Die Entwicklungsorganisation Oxfam warf der Bundesregierung angesichts des verfehlten Finanzierungsziels Wortbruch vor und warnte vor einem Vertrauensverlust ärmerer Länder - auch wenn Deutschland international weiterhin ein großer Geber bleibe.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer