Anzeige
++++++ Positiver Ausblick: „STRONG BUY“ für NurExone Biologic! ++++++
Portfolio-Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige

Widerstand in Unionsfraktion gegen Regenwaldfonds 11.09.2026, 12:39 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

In der Unionsfraktion im Bundestag regt sich Widerstand gegen eine Finanzzusage der Bundesregierung für den Erhalt der Regenwälder. "Eine solche weitreichende Bindung von Mitteln ist der deutschen Bevölkerung politisch kaum zu vermitteln - insbesondere in Zeiten, in denen wir den Bürgerinnen und Bürgern im Inland spürbare und harte Sparmaßnahmen ankündigen müssen", sagte der CDU-Abgeordnete Andreas Mattfeldt zu "Bild".

Was der Fonds bewirken soll

Der Tropenfonds war bei der Weltklimakonferenz im November in Brasilien ins Leben gerufen worden. Länder, die ihre Wälder erhalten, sollen nach dem neuartigen Modell belohnt werden. Umgekehrt sollen sie für jeden zerstörten Hektar Wald Strafe zahlen. Überprüft würde dies mit Satellitenbildern.

Zunächst hatte Kanzler Friedrich Merz (CDU) eine "namhafte Summe" für den neuen Fonds angekündigt. Umweltminister Carsten Schneider und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (beide SPD) präzisierten später, dass die Bundesregierung eine Milliarde Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren geben wolle.

Mattfeldt will Gelder sperren

Mattfeldt bemängelte nun, anders als andere Geberstaaten habe Deutschland seine Zusage nicht an klare Bedingungen geknüpft. Konkrete Ausgestaltung und Strukturen des Fonds seien weiter unklar. Auch Umweltschützer hatten bei der Klimakonferenz klare Leitplanken für den Fonds verlangt. Mattfeldt, der im Haushaltsausschuss des Bundestags sitzt, kündigte an, er werde sich in den Beratungen "mit Nachdruck für eine umfassende Sperre dieser Mittel einsetzen".

Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer sagte, es sei normal, dass Beschlüsse der Bundesregierung vom Parlament beraten und verändert würden. Er unterstrich aber auch, die Bundesregierung unterstütze den Fonds. "Bundeskanzler Merz hat eine Milliarde Euro als Beitrag Deutschlands für den Tropenwaldfonds auch zugesagt. Dazu stehen wir als Bundesregierung."

Grüne entsetzt

Die Grünen-Haushaltspolitikerin Jamila Schäfer reagierte scharf auf Mattfeldt. "Dass Teile der Union nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt ausgerechnet Deutschlands Zusage für den internationalen Regenwaldfonds infrage stellen, steht sinnbildlich für das brandgefährliche strategische Vakuum der Union: Wo eigene Antworten fehlen, übernimmt sie zunehmend die Problemdeutungen des Rechtspopulismus", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Die Mittel für den Regenwaldschutz aus kurzsichtigen und noch dazu falschen strategischen Erwägungen zu blockieren, schwächt einen der wirksamsten Hebel des globalen Klimaschutzes und Deutschlands internationale Verlässlichkeit", beklagte Schäfer.

Regenwälder sind als "grüne Lungen der Erde" wichtig, da sie große Mengen klimaschädlicher Treibhausgase binden, das Klima durch Verdunstung von Wasser kühlen und zudem Heimat sehr vieler Tier- und Pflanzenarten sind. Sie sind vielerorts von Abholzung bedroht, um Agrar- oder Weideflächen zu schaffen oder Gold zu schürfen.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer