Windkraftausbau in Europa hinter Erwartungen 15.01.2026, 05:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
E.ON 16,95 EUR +0,10 % Lang & Schwarz

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Europa hinkt seinen Zielen für die Windenergie weiter deutlich hinterher. Verbandsangaben zufolge wurden auf dem Kontinent an Land und auf See nach ersten Schätzungen im vergangenen Jahr Windräder mit einer Gesamtleistung von 17 bis 18 Gigawatt (GW) errichtet. "Das ist deutlich unterhalb dessen, was Europa braucht", hieß es vom Verband WindEurope.

Schon im September hatte der Industrieverband seine Prognose für 2025 von 22,5 GW auf 19 GW abgesenkt. Probleme seien etwa ein geringes Tempo bei der Elektrifizierung, Engpässe im Stromnetz sowie anhaltende Genehmigungsprobleme, hatte es geheißen.

Bis 2030 sollen erneuerbare Energien 42,5 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der EU ausmachen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss unter anderem Windkraft deutlich ausgebaut werden.

Geschäftsführerin: Geopolitische Situation könnte helfen

WindEurope-Geschäftsführerin Tinne van der Straeten ist dennoch optimistisch. "Es stimmt, dass wir hinterherhinken und die ursprünglich festgelegten Ziele noch nicht erreichen", sagt die ehemalige Energieministerin Belgiens. Mit den nationalen Vorhaben und Industrieakteuren, die Marktführer seien, sei die Branche aber insgesamt in einem guten Zustand. "Natürlich kann niemand garantieren, dass das Ziel erreicht wird, aber wir müssen darauf hinarbeiten", so van der Straeten. "Wenn man also kein klares Ziel hat, wird man niemals dorthin gelangen."

Die geopolitischen Unsicherheiten könnten dazu beitragen, die Windenergie voranzutreiben, sagt van der Straeten weiter. "In einer instabilen geopolitischen Welt müssen wir unsere Basis absichern." Das bedeute, jederzeit Zugang zu verlässlicher und bezahlbarer Energie zu haben. "Aktuell ist Europa noch sehr energiearm und stark von Importen fossiler Brennstoffe abhängig, wie Gas, LNG und Öl. Um dies durch saubere Quellen und Strom zu ersetzen, können wir die Windenergie an Land und auf See nutzen."

Deutschland an der Spitze

Deutschland gilt derweil als Musterschüler beim Ausbau der Windkraft. Zuletzt wurden nirgendwo so viele neue Windräder errichtet wie hierzulande. Nachholbedarf sieht van der Straeten bei den sogenannten Contracts for Difference - einem Förderinstrument, das dabei helfen soll, Investitionen abzusichern und Planungssicherheit zu geben. "So wie die Genehmigungen beschleunigt wurden, sollte jetzt auch dieses Förderinstrument schnell umgesetzt werden", sagt die Belgierin./rdz/DP/zb

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,86
Hebel: 19
mit starkem Hebel
Ask: 2,89
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MG4H7W MK9P6W. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer