Strategischer Engpass 2026
+330 %: Warum Wolfram plötzlich explodiert und der Wolfram-Schock erst beginnen könnte
Anzeige
WOCHENAUSBLICK

Dax-Erholung hängt an Iran-Krieg und US-Preisdaten 08.05.2026, 15:34 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 24.339,91 PKT -0,35 % Ariva Indikation

Die holprig verlaufende Erholung am deutschen Aktienmarkt könnte sich in der neuen Woche fortsetzen. Weiterhin hoffen die Anleger, dass der wackelige Waffenstillstand im Nahost-Krieg hält und die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus letztlich wieder geöffnet wird.

Allerdings zeige die Vergangenheit, dass Rückschläge in einem möglichen Annäherungsprozess einkalkuliert werden müssten, schrieb Analyst Christian Reicherter von der DZ Bank. Die unter den Marktakteuren vorherrschende Zuversicht scheine daher zuletzt etwas zu weit vorausgeeilt zu sein.

Insofern dürften Nachrichten zur kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite weiter die Richtung am Aktienmarkt bestimmen. Dabei achten die Anleger insbesondere auf die Auswirkungen der Meldungen auf den Rohölmarkt. Sollte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent dauerhaft über der viel beachteten Marke von 100 US-Dollar liegen, droht ein deutlicher Anstieg der Inflation. Dies wiederum dürfte die Notenbanken zwingen, eventuell die Leitzinsen zu erhöhen, was in der Folge die Aktienmärkte entsprechend belasten würde.

Vor diesem Hintergrund werden die Anleger in der neuen Woche wohl vorwiegend auf die US-Preisdaten am Dienstag schauen. Präsident Donald Trump brauche baldmöglichst niedrigere Inflationsraten, um bei den Zwischenwahlen im November eine realistische Chance für eine Verteidigung der republikanischen Mehrheit in den Kongresskammern zu haben und nicht zur "Lame Duck" zu werden, schrieb Robert Greil, der Chefstratege der Privatbank Merck Finck: Der Trend sei bisher aber ein ganz anderer: "Die US-Inflationszahlen für den April dürften sich eher der Vier- als der Dreiprozentmarke nähern."

Greil sieht auch noch weitere Gründe, warum Trump an einem baldigen Ende des Kriegs interessiert sein dürfte. So steige generell der Druck am Markt, zu einer Einigung zu kommen. Zudem gebe es Munitionsengpässe, und wegen des Krieges fehle Geld für Aufgaben im Inland.

Auch die Börsenstatistik-Experten von Index Radar blicken nicht allzu pessimistisch in die nahe Zukunft. Hohe Ölpreise, geopolitische Spannungen, wieder anziehende Inflationserwartungen und eine US-Notenbank, die sich maximale Flexibilität offen hält, ergeben zwar kein Umfeld, das normalerweise für Rekordstände in Aktienindizes wie dem Dax DE0008469008 bekannt sei. Doch Liquidität, Technologiefantasie und robuste Unternehmensgewinne wirkten weiterhin wie ein erstaunlich belastbares Gegengewicht.

Analystin Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen äußerte sich ebenfalls recht zuversichtlich: "Bislang üben sich die Anleger lediglich in Zurückhaltung, eine Rückkehr in den Krisenmodus ist noch nicht zu beobachten, zumal US-Präsident Trump eine Fortsetzung der Verhandlungen mit dem Iran bekräftigte." Stand heute würden damit die kriegsbedingten Schwankungen zwischen Risk-on und Risk-off anhalten, bis ein Friedensabkommen in Kraft trete.

Ansonsten müssen die Anleger in der neuen Woche auch eine Fülle weiterer Unternehmenszahlen verarbeiten. Am Montag berichten unter anderem der Anlagenbauer Gea Group DE0006602006, der Rückversicherer Hannover Rück DE0008402215 und der Baukonzern Hochtief DE0006070006 über ihre Geschäfte im abgelaufenen ersten Quartal. Am Dienstag folgen - neben vielen Werten aus den hinteren Reihen - aus dem Dax der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer DE000BAY0017, der Rückversicherer Munich Re DE0008430026 und der Energietechnikkonzern Siemens Energy DE000ENER6Y0.

Noch dichter gedrängt ist die Agenda am Mittwoch. Dann stehen allein aus dem hiesigen Leitindex die Allianz DE0008404005, Brenntag DE000A1DAHH0, die Deutsche Telekom DE0005557508, Eon DE000ENAG999, Merck KGaA DE0006599905, die Porsche Automobil Holding DE000PAH0038, RWE DE0007037129 und Siemens DE0007236101 im Blick./la/ajx/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 12,59
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 43,81
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MN867L MM39P4. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer