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Dax nach US-Zinssenkung auf Richtungssuche 19.09.2025, 14:45 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax könnte sich auch in der neuen Woche mit einer klaren Richtungsfindung schwertun. "Das Kaufinteresse ist zu gering für neue Rekorde, aber noch zu hoch, um eine echte Herbstkorrektur zu verhindern", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Sollten die wegweisenden US-Börsen ihre jüngste Rekordjagd fortsetzen, könnte dies auch hierzulande noch etwas stützen. Für Bewegung könnte außerdem der Ifo-Geschäftsklimaindex sorgen.

Zuletzt habe sich der Dax von der Euphorie an der Wall Street anstecken lassen, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. Der Leitindex werde zwar nur mitgezogen, das verhindere aber eine Ausweitung der Korrektur. Der Widerstand bei 23.854 Punkten rücke wieder in Reichweite. "Jetzt hängt für den Dax viel davon ab, ob weitere Käufer in den Markt kommen", konstatierte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Einige Schnäppchenjäger seien bereits am Werk gewesen.

Nach der Zinsentscheidung der Fed ist der jüngste Abverkauf am deutschen Aktienmarkt aus Sicht von Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades vorerst beendet. Die US-Notenbank hatte am vergangenen Mittwoch erstmals im laufenden Jahr die Zinsen gesenkt und weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt. Mit einem nachhaltigen Sprung über die Marke von 23.800 Zählern würde der Dax nun ein klares Kaufsignal generieren und weitere Investoren anlocken, ergänzte Sohlleder. Dies könnte eine Initialzündung für eine neue Rally in Richtung Rekordhoch sein.

"Nach der Fed-Sitzung ist vor der Fed-Sitzung", stellte Anlagestratege Mark Dowding von RBC BlueBay Asset Management mit Blick nach vorn fest. Der Fokus richte sich wieder auf Konjunkturdaten, die Aufschluss über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank geben könnten. Bevor in der Folgewoche der nächste Arbeitsmarktbericht auf der Agenda steht, dürfte zunächst die Inflation anhand des PCE-Index am Freitag wichtig werden. Dieser gilt als bevorzugtes Preismaß der Fed.

Entscheidend sei, ob der laufende Inflationsanstieg tatsächlich vorübergehender Natur ist, so wie es die Fed erwarte, sagte Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck. Neben den durch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump getriebenen Güterpreisen scheine auch der Preistrend der Dienstleistungen wieder nach oben zu drehen. "Sollte die US-Inflation über den Jahreswechsel hinaus steigen, würde das weitere Leitzinssenkungen unwahrscheinlich machen", mahnte Greil.

Neben den Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone und die USA am Dienstag dürfte hierzulande vor allem das Ifo-Geschäftsklima zur Wochenmitte Beachtung finden. Nach acht Anstiegen in Folge erwartet Simon Azarbayjani von der Landesbank Hessen-Thüringen einen leichten Rücksetzer. Die Zolleinigung zwischen den USA und der Europäischen Union werde teilweise mit Enttäuschung aufgenommen. Hinzu seien jüngst Zweifel bezüglich des deutschen "Herbst der Reformen" gekommen.

Die milliardenschweren Investitionen der Bundesregierung unter anderem in die Infrastruktur bezeichnete Metzler-Chefvolkswirt Edgar Walk als "buchhalterische Nebelmaschine". Auch Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank warnte vor "Reförmchen", die eine Sonderkonjunktur wie im ersten Halbjahr unwahrscheinlich machen würden. Die deutschen Zykliker könnten aber von der weltwirtschaftlichen Belebung mitprofitieren.

Bereits zu Wochenbeginn stehen Änderungen im Dax an. Der Immobilienplattform-Betreiber Scout24 und der Anlagenbauer Gea ersetzen den Sportwagenbauer Porsche und den Pharma- sowie Laborzulieferer Sartorius im Leitindex. Auch in den hinteren Reihen tut sich etwas, so steigt zum Beispiel die Optikerkette Fielmann in den MDax auf. Die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx hatte die Wechsel bereits zu Monatsbeginn angekündigt.

Ansonsten wird der Saatguthersteller KWS Saat am Donnerstag Jahreszahlen vorlegen. Parallel präsentiert der Bekleidungskonzern H&M seine Bilanz zum dritten Geschäftsquartal, die auch andere Mode- und Konsumwerte beeinflussen könnte. Der Tourismuskonzern Tui berichtet bereits am Dienstag über die jüngste Entwicklung der Buchungen. Zum Wochenschluss steht außerdem der Jahresfinanzbericht des Fußballclubs Borussia Dortmund auf der Agenda./niw/tih/jha/

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

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