Zalando-Betriebsrat pocht auf Gespräche statt Gericht 09.03.2026, 13:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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ERFURT (dpa-AFX) - Im Konflikt um die Standortschließung von Zalando in Erfurt hat der Betriebsrat weiter Bereitschaft für Verhandlungen mit dem Vorstand signalisiert. "Wir möchten für die Kollegen am Verhandlungstisch mit dem Arbeitgeber zum Ziel kommen und das nicht vor Gericht austragen", sagte der Erfurter Zalando-Betriebsratsvorsitzende Tony Krause. Der Internet-Modehändler hatte am vergangenen Freitag - für die Arbeitnehmervertretung völlig überraschend - das Arbeitsgericht Erfurt angerufen und die Einrichtung einer Einigungsstelle beantragt.

Das Modeunternehmen strebt über dieses Schlichtungsgremium noch im Mai eine Einigung über einen Sozialplan und Interessenausgleich für die Mitarbeiter an. Ende September soll der Standort geschlossen werden. "Wir sind noch nicht so weit, dass wir sagen, wir müssen uns vor Gericht einigen", betonte Krause. Der Betriebsrat habe die Verhandlungen über Sozialplan und Interessenausgleich an diesem Montag aufnehmen wollen und weitere Terminvorschläge unterbreitet - nun sei aber noch vor Beginn der Verhandlungen ein Schlichtungsgremium beantragt worden. Dieses wird in der Regel unter einem neutralen Vorsitz eingesetzt, wenn Verhandlungen scheitern und ein Konflikt festgefahren ist.

Ramelow: Notspur endet im Kiesbett

Der Linke-Politiker und frühere Ministerpräsident Bodo Ramelow kritisierte, der Vorstand habe eine Überholspur mit einer Notfallspur verwechselt, die im Kiesbett ende. "Etwas handwerklich so schlechtes, habe ich noch nie erlebt", sagte der Ex-Gewerkschafter und heutige Bundestagsvizepräsident, der aktuell als Berater für den Betriebsrat tätig ist. Nicht der Betriebsrat verzögere, sondern derjenige, der die Arbeitnehmervertretung umgehen und nicht sauber verhandeln wolle. Noch immer sei etwa die Frage unbeantwortet, wer der jetzige Eigentümer der für Zalando in Erfurt errichteten Hallen sei. Auch über realistische Perspektiven für eine Fortsetzung oder etwaige Alternativen gebe es keine ausreichenden Informationen.

Der Betriebsrat hatte einen Katalog mit 73 Fragen eingereicht, die bislang die nach seinen Angaben bisher nur teilweise und unvollständig beantwortet worden sind. Bei der sozialen Absicherung der 2.700 Beschäftigten müssten beispielsweise Schwerbehinderte und Alleinerziehende in den Blick genommen werden, sagte Krause. "Wir möchten nicht verzögern, nur richtig informiert werden." Der Betriebsrat halte an seinem Ziel fest, den Standort in Erfurt grundsätzlich zu erhalten: "Ob der in der Größe erhalten werden kann und mit der Mitarbeiteranzahl, das steht auf einem anderen Blatt."/geh/DP/stw

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