Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige

Züge in NRW noch unpünktlicher als vor einem Jahr 27.09.2026, 11:49 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Pünktlichkeit von S-Bahnen und Regionalzügen in Nordrhein-Westfalen hat sich im ersten Halbjahr weiter verschlechtert. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Kompetenzcenters Integraler Taktfahrplan NRW hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Rund 30 Prozent aller Züge fuhren demnach zwischen Januar und Juni ihrem Fahrplan hinterher. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2025 waren rund 25 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge verspätet, doch auch das war damals schon ein Rekordwert. Im Jahr 2020 waren lediglich 13,2 Prozent der Züge unpünktlich. Als verspätet gilt ein Zug in NRW, wenn er mindestens vier Minuten hinter seinem Zeitplan herfährt.

Als Hauptgrund für die Probleme nennt die Branche das vielerorts sanierungsbedürftige Schienennetz. Ein weiteres Problem ist die hohe Auslastung vieler Strecken. Dadurch sorgen Verspätungen im Fernverkehr sofort für Probleme bei Nahverkehrszügen, die auf der gleichen Strecke fahren. Denn Regionalzüge müssen verspätete ICE in der Regel vorlassen.

Verspätungen vor allem auf stark genutzten Linien

Besonders groß sind die Probleme seit Jahren bei den Regionalexpress-Linien. Dort fuhr den vorläufigen Zahlen zufolge im ersten Halbjahr 2026 mehr als jeder dritte Zug (36 Prozent) seinem Fahrplan hinterher. Im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 33 Prozent. Die RE-Züge fahren oft weite Strecken durch mehrere störungsanfällige Knotenpunkte an Rhein und Ruhr - und sind deshalb besonders häufig verspätet.

Die unpünktlichste RE-Linie war im ersten Halbjahr der Dortmund-Siegerland-Express (RE34) von Dortmund durch das Sauerland nach Siegen. Rund 61 Prozent der Züge konnten dort ihren Fahrplan nicht einhalten. Große Probleme gab es auch weiterhin beim Rhein-Haard-Express (RE2) von Düsseldorf über Essen und Münster nach Osnabrück. Rund 55 Prozent der Züge kamen dort zu spät.

Auch auf mehreren anderen Linien mit hohem Fahrgastaufkommen war nicht einmal jeder zweite Zug pünktlich: Unter anderem auf den Linien RE5 (Koblenz-Köln-Wesel), RE11 (Düsseldorf-Hamm-Kassel) und RE99 (Siegen-Frankfurt) fuhren weniger als 50 Prozent der Züge zu den im Fahrplan vorgesehenen Zeiten.

Etwas besser sah es bei den S-Bahnen aus: Dort waren von Januar bis Juni 24 Prozent der Züge unpünktlich. Vor einem Jahr waren es bei den S-Bahnen noch rund 20 Prozent. Die pünktlichste Linie in NRW war die S4 zwischen Dortmund und Unna - dort fuhren nur rund zwei Prozent der Züge verspätet.

Viele Baustellen: Reisende müssen öfter auf Busse ausweichen

Nicht berücksichtigt sind in dieser Verspätungsstatistik die deutlich längeren Fahrzeiten, die Bahnreisende auch wegen der vielen Baustellen im Schienennetz einplanen müssen. Auf mehreren wichtigen Strecken fuhren im ersten Halbjahr nur Ersatzbusse und keine Züge - unter anderem wegen der Generalsanierung der Strecke Köln-Wuppertal-Hagen.

Rund 17 Prozent aller Zugfahrten, die eigentlich laut Plan vorgesehen waren, fielen im ersten Halbjahr komplett aus. Bei 12 Prozent aller geplanten Fahrten waren Baustellen der Grund für den Zugausfall.

Knapp fünf Prozent der Züge fielen aber auch kurzfristig aus. Am häufigsten gab es in diesen Fällen technische Probleme am Schienennetz oder an einem Zug, wie aus den Zahlen hervorgeht. Ausgefallene Züge fließen nicht in die Pünktlichkeitsstatistik ein.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

11:56 Uhr • Artikel • dpa-AFX

11:55 Uhr • Artikel • dpa-AFX

11:54 Uhr • Artikel • dpa-AFX

11:54 Uhr • Artikel • dpa-AFX

11:53 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer