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Taktisches Manöver? Hugo Boss beendet Aktienrückkauf 02.09.2026, 10:29 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Der Modekonzern Hugo Boss stoppt das erst vor wenigen Tagen gestartete Aktienrückkaufprogramm. Die Entscheidung sei eine direkte Reaktion auf die Ankündigung der an einer Übernahme arbeitenden britischen Frasers Group, ihren Anteil an Boss auf über 50 Prozent erhöhen zu wollen und ihre Unterstützung für den Aufsichtsratsvorsitzenden Stephan Sturm zu prüfen, teilte Boss mit. 

Die Briten versuchen bereits seit Mitte Juni, das Ruder bei Hugo Boss zu übernehmen. Im Zuge der gescheiterten Übernahme von Boss war Frasers' Beteiligung zuletzt auf 47,89 Prozent gewachsen, sodass zur Übernahme der Mehrheit nicht mehr viel fehlt. 

Analysten der Schweizer Großbank UBS halten Boss' plötzlichen Stopp des Aktienrückkaufprogramms für ein taktisches Manöver gegen die Übernahme durch Frasers. Hintergrund ist: Jede durch Boss zurückgekaufte Aktie reduziert die Gesamtmenge verfügbarer Aktien und erhöht dadurch den Anteil im Besitz Frasers.

Bisher habe man Aktien für knapp fünf Millionen Euro zurückgekauft, hieß es weiter in der Boss-Mitteilung. Das Unternehmen sei weiterhin von seiner Strategie und seinem langfristigen Wertschöpfungspotenzial überzeugt. Der Vorstand werde die Wiederaufnahme eines Aktienrückkaufprogramms zu gegebener Zeit prüfen.

Die Frasers Group gehört mehrheitlich dem britischen Milliardär Mike Ashley. Die wichtigste und bekannteste Marke des Unternehmens ist die Einzelhandelskette Sports Direct. Darüber hinaus hält das Unternehmen zahlreiche Beteiligungen - etwa am Onlineshop Asos.

© dpa-infocom, dpa:260902-930-621264/1

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