Der Zusammenbruch der First Republic Bank ist wohl die zweitgrößte Bankpleite der Geschichte der USA. Heftige Kurseinbrüche waren in der letzten Zeit zu beobachten, doch nun ist eine Lösung in greifbarer Nähe.

Der Kurs bricht zusammen

Der amerikanische Markt der Regionalbank hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Nach den Zusammenbrüchen der Silicon Valley Bank und der Signature Bank hat es die Nächste erwischt. Am Freitag erlebte die First Republic Bank heftige Einbrüche von bis zu 43 Prozent, nachbörslich ging es weitere 33 Prozent runter. Inzwischen steht der Titel bei 1,76 Euro. Der Kurs fiel 2023 über desaströse 97 Prozent.

First Republic Bank

Unterstützung von ganz oben

Schon im März hatte die Bank einen Bankrun überstanden, damals auch nur weil die größten amerikanischen Banken 30 Milliarden Dollar unversicherter Einlagen als Kapitalspritze zur Verfügung stellten. Allerdings fühlten sich die Kunden der First Republic auch dadurch nicht unbedingt in den besten Händen und zogen weiter Geld ab. Die Gerüchte mehrten sich, dass die FDIC, der Einlagenversicherungsfond der USA, eine Übernahme plant.

Rettungsplan steht

Nun wurde am Wochenende unter den größten US-Banken ein Käufer gefunden. Natürlich schlägt kein geringerer als der traditionelle Retter der Wall Street, die JP Morgan Chase zu. Teil des Deals ist das sie alle 84 Büros der First Republic übernehmen. Dazu selbstverständlich die verbliebenen Einlagen, Kredite und Vermögenswerte. JP Morgan Chase CEO Jamie Dimon, der maßgeblich an der Kapitalspritze im März beteiligt war, bekommt so sein Hilfspaket wieder zurück.

Sorge um US-Banken

Diese Rettungsaktion soll gleichermaßen als Signal wirken für das angeschlagene Vertrauen in die amerikanischen Regionalbanken, nicht nur die Regierungen und Regulierungsbehörden sind gewillt Einlagen und Kredite zu schützen, sondern auch die größten US-Banken sorgen sich mittlerweile um die Gesundheit des Bankensystems.

Börsennews Redaktion intern /ts

Quelle: BörsenNEWS.de