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Heliad AG: Kündigung der Einbeziehung der Aktien der Heliad AG in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse und Erwerbsangebot 24.06.2026, 13:16 Uhr von EQS News Jetzt kommentieren: 0

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EQS-News: Heliad AG / Schlagwort(e): Delisting
Heliad AG: Kündigung der Einbeziehung der Aktien der Heliad AG in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse und Erwerbsangebot

24.06.2026 / 13:16 CET/CEST
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Kündigung der Einbeziehung der Aktien der Heliad AG in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse und Erwerbsangebot

Der Vorstand der Heliad AG hat heute, am 24. Juni 2026, mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die Einbeziehung der Aktien der Heliad AG in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse zu kündigen (sog. Delisting).

Vorstand und Aufsichtsrat sind zu der Überzeugung gelangt, dass eine Fortführung der Heliad AG außerhalb des börslichen Kapitalmarkts der langfristigen Ausrichtung, dem Geschäftsmodell und den Interessen der Gesellschaft besser entspricht.

Die Entscheidung steht dabei jedenfalls nicht im Zusammenhang mit einer negativen Einschätzung der operativen Entwicklung oder der Qualität des Beteiligungsportfolios. Im Gegenteil verfügt die Heliad AG über ein diversifiziertes Portfolio wachstumsstarker Technologieunternehmen, eine klare strategische Fokussierung, belastbare Syndikatsbeziehungen sowie eine substanzielle Kapital- und Beteiligungsbasis. Das Delisting ist daher nicht Ausdruck einer veränderten Einschätzung der wirtschaftlichen Perspektiven der Gesellschaft, sondern eine strukturelle Anpassung an das Geschäftsmodell der Heliad AG.

Das Geschäftsmodell der Heliad AG ist auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtet. Beteiligungen an jungen, wachstumsstarken Unternehmen benötigen regelmäßig einen Anlagehorizont von mehreren Jahren, häufig von zehn Jahren oder mehr. Demgegenüber unterliegt eine börsennotierte Gesellschaft einer laufenden Marktpreisbildung, die wesentlich durch kurzfristige Kapitalmarkttrends und die Struktur der Investorenbasis beeinflusst wird, und von der erwartet wird, kurzfristige Ergebnisse zu liefern.

Das Venture-Capital-Geschäft ist zudem in besonderem Maße von Vertraulichkeit geprägt. Informationen über Bewertungen, Finanzierungsrunden, Beteiligungsveränderungen, Syndikatszusammensetzungen und strategische Entwicklungen einzelner Portfoliounternehmen sind regelmäßig sensibel. Mit der Weiterentwicklung des Heliad-Portfolios hat die Bedeutung dieser Vertraulichkeit zugenommen. Die mit einer Börsennotierung verbundenen Offenlegungs- und Publizitätspflichten können dabei nicht nur in ein Spannungsverhältnis zu den berechtigten Interessen einzelner Portfoliounternehmen treten, sondern erschweren auch das laufende Portfolio-Management insgesamt. Darüber hinaus beeinträchtigen sie den Zugang zu gefragten und exklusiven Finanzierungsrunden erheblich: Gründerteams und Lead-Investoren bevorzugen Syndikatspartner, deren Beteiligung keine kapitalmarktrechtlichen Offenlegungspflichten auslöst. In der Praxis gewinnt die Heliad AG Beteiligungsmöglichkeiten trotz, nicht wegen ihrer Börsennotiz und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft in der Vergangenheit gerade aufgrund dieser Transparenzanforderungen attraktive Transaktionen nicht realisieren konnte.

Weiter ist die Börsennotierung mit erheblichen Kosten und der Bindung interner Resourcen verbunden. Die Heliad AG ist als Evergreen-Investmentgesellschaft nicht auf laufende operative Erträge im klassischen Sinne ausgerichtet, sondern finanziert sich wesentlich aus Liquiditätsereignissen im Beteiligungsportfolio. Vor diesem Hintergrund stellen die fortlaufenden Kosten der Börsennotierung einen Aufwand dar, der aus Sicht des Vorstands künftig nicht mehr im angemessenen Verhältnis zum Nutzen der Notierung steht.

Durch den Wegfall dieser Kosten können finanzielle und personelle Ressourcen stärker auf das Kerngeschäft konzentriert werden: die Identifikation attraktiver Beteiligungsmöglichkeiten, die Unterstützung bestehender Portfoliounternehmen sowie die Weiterentwicklung der Investmentplattform.

Das Delisting ändert nichts an der strategischen Ausrichtung der Heliad AG. Der Evergreen-Charakter der Gesellschaft, die Investmentstrategie, das bestehende Team, die Governance-Struktur sowie die Beziehungen zu Portfoliounternehmen bleiben unverändert.

Die Heliad AG wird ihre Beteiligungen weiterhin langfristig begleiten und ihre Plattform entlang der bestehenden strategischen Schwerpunkte weiterentwickeln. Für Gründerinnen und Gründer, Managementteams und Co-Investoren bleibt die Heliad AG derselbe Partner: mit derselben Kapitalbasis, demselben Team und derselben langfristigen Orientierung.

Dem Vorstand ist bewusst, dass einzelne Aktionärinnen und Aktionäre in einer Gesellschaft ohne Börsennotiz nicht investiert bleiben möchten oder können.

Der Hauptaktionär der Heliad AG, die GfBk Gesellschaft für Börsenkommunikation mbH, Kulmbach, („GfBk“) hat gegenüber der Gesellschaft seine Bereitschaft erklärt, den Aktionärinnen und Aktionären im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Delisting ein öffentliches Erwerbsangebot zu unterbreiten. Der Angebotspreis soll EUR 14,25 je Aktie betragen. Die Annahmefrist soll gemäß Mitteilung der GfBk am oder um den 06. Juli 2026 beginnen und am 24. Juli 2026 enden. Details können der noch zu veröffentlichenden Angebotsunterlage entnommen werden. Die GfBk ist Bieterin des beabsichtigten Erwerbsangebots und für die Inhalte der Angebotsunterlage allein verantwortlich.

Die Gesellschaft wird die Angebotsunterlage nach deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger den Aktionären der Gesellschaft auch auf der Website der Gesellschaft, zu erreichen unter www.heliad.com/investor-relations unter der Rubrik Erwerbsangebot zur Verfügung stellen.

Das Erwerbsangebot der GfBk eröffnet Aktionärinnen und Aktionären, die ihre Beteiligung im Zusammenhang mit dem Delisting verkaufen möchten, neben der Möglichkeit die Aktien während der Kündigungsfrist über die Börse zu verkaufen, eine weitere Veräußerungsmöglichkeit.

Gleichwohl bleibt es Aktionärinnen und Aktionären selbstverständlich unbenommen, die Gesellschaft auch nach dem Delisting in ihrer nächsten Entwicklungsphase zu begleiten.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre bisherige Unterstützung der Heliad AG.




Kontakt:
Heliad AG
Tel: +49 69 719 12 80 0
E-Mail: investor-relations@heliad.com


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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Heliad AG
Ulmenstraße 37-39
60325 Frankfurt am Main
Deutschland
Telefon: +49 (0)69 719 12 80 - 0
Fax: +49 (0)69 719 12 80 - 999
E-Mail: investor-relations@heliad.com
Internet: www.heliad.com
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Börsen: Freiverkehr in Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg, München, Stuttgart, Tradegate BSX
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