Deutsche Telekom-Aktie: Kann die Rally noch weitergehen? 18.04.2023, 08:08 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Telekom 27,66 EUR +0,67 % Lang & Schwarz
T-Mobile US 161,87 EUR -2,55 % Baader Bank

Die Aktie der Deutschen Telekom (WKN: 555750) hat in den letzten Jahren ein unglaubliches Comeback erlebt. Noch Anfang 2022 kostete eine Aktie mit kaum mehr als 15 Euro noch etwa genauso viel wie Anfang 2015. Die Aktie hat sich also jahrelang praktisch nicht vom Fleck bewegt.

Inzwischen hat die Telekom-Aktie aber zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren die Marke von 20 Euro durchbrochen und gehört im laufenden Jahr mit einem Kursanstieg um knapp 20 % auf aktuell 22 Euro zu den besten Performern im DAX (Stand: 14.04.2023, relevant für alle Kurse). Aber ist die schöne Zeit der Kursgewinne damit auch schon wieder vorbei, oder ist die Aktie auch jetzt noch einen genaueren Blick wert?

Die Telekom-Aktie ist auf der Überholspur

Werfen wir zuerst einmal einen Blick auf die Zahlen des letzten Geschäftsjahres. Der Konzern konnte den Umsatz um beachtliche 6 % auf 114 Mrd. Euro steigern. Gleichzeitig hat sich der Nettogewinn aber sogar auf 8 Mrd. Euro verdoppelt.

Wesentlicher Faktor für dieses solide Wachstum sind die starken Zahlen der US-Tochter T-Mobile (WKN: A1T7LU). T-Mobile ist selbst seit vielen Jahren an der New Yorker Börse gelistet und hat den Marktwert der Konzernmutter längst überholt. Allein die 52%ige Beteiligung an der Tochter ist an der Börse mehr als 80 Mrd. Euro wert. Das entspricht etwa 70 % des gesamten Marktwertes der Telekom. Allein das zeigt, dass die weitere Entwicklung der Telekom extrem von dieser einen Tochtergesellschaft abhängt.

Aber kommen wir zurück zu den Zahlen. Die sprudelnden Gewinne der US-Tochter finden sich dank der Mehrheitsbeteiligung auch in der Bilanz der Telekom wieder und führen wie bereits erwähnt zu kräftig steigenden Gewinnen. Im letzten Jahr lag der Gewinn je Aktie bei 1,61 Euro. Aktuell zahlt man für die Aktie also kaum mehr als das 13-Fache des letzten Jahresgewinns.

Zwar ist nicht damit zu rechnen, dass die Gewinne weiter in dem Tempo steigen werden. Aber immerhin dürfte es kontinuierlich weiter raufgehen. Für das nächste Geschäftsjahr stellt der Konzern ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von mehr als 1,75 Euro in Aussicht.

Noch dazu zahlt die Telekom eine immer noch attraktive Dividende. In diesem Jahr wurde die Ausschüttung auf 0,70 Euro je Aktie angehoben, was schon jetzt einer Rendite von 3,1 % entspricht. Und in den nächsten Jahren dürfte die Ausschüttung zusammen mit den Gewinnen weiter steigen.

Der Schuldenberg wird zum Bremsklotz

Aber es gibt auch Faktoren, die die Kursrally bremsen könnten. Insbesondere der gigantische Schuldenberg dürfte in den kommenden Jahren zu einer Belastung werden. Denn trotz der hervorragenden Zahlen ist die Nettoverschuldung des Konzerns im Laufe des Jahres um 10 Mrd. Euro auf 142 Mrd. Euro gestiegen.

Grund dafür war unter anderem der Zukauf weiterer Aktien der US-Tochter. Das steigende Zinsniveau dürfte in den nächsten Jahren das Gewinnwachstum des Konzerns deutlich bremsen. Schon im letzten Jahr musste die Telekom fast 7 Mrd. Euro allein für Zinszahlungen aufwenden. Der Konzern verfügt aber zum Glück über eine hohe Ertragskraft und kann sich die Zinszahlungen locker leisten.

Damit die Aktie auch in den nächsten Jahren weiter kräftig steigen kann, muss aber insbesondere T-Mobile weiter kräftige Gewinne abwerfen und im besten Fall gleichzeitig auch noch der Schuldenberg verringert werden.

So oder so ist die Aktie langfristig sicher eine interessante Investition. Aber ob die Aktie das Potenzial hat, den Markt auch weiterhin zu schlagen, muss sich erst noch zeigen. Denn dafür muss in den kommenden Jahren weiterhin alles nach Plan verlaufen und die Gewinne weiter kräftig steigen.

Der Artikel Deutsche Telekom-Aktie: Kann die Rally noch weitergehen? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2023

Autor: Dennis Zeipert, Investmentanalyst


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