Greg Abel hat gerade erst Warren Buffetts Lieblingsaktie für 15 Mio. US-Dollar gekauft 26.05.2026, 06:15 Uhr von Aktienwelt360

Greg Abel hat Anfang 2026 die Nachfolge von Warren Buffett als CEO von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) angetreten. Jetzt hat er ein deutliches Zeichen gesetzt: Er kaufte Berkshire-Aktien im Wert von rund 15 Mio. US-Dollar. Mit eigenem Geld, das seinem Netto-Jahresgehalt entspricht.

Solche Insiderkäufe werden an der Börse genau beobachtet. Wenn jemand, der das Unternehmen in- und auswendig kennt, massiv eigene Mittel investiert, horchen Anleger auf. Was weiß Abel, was der Markt übersieht?

Warum gerade jetzt?

Die A-Aktie von Berkshire notiert aktuell bei rund 716.000 US-Dollar (Stand: 21.05.2026, maßgeblich für alle Angaben). Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei etwa 1,4. Historisch gesehen ist das eine faire Bewertung, weder billig noch teuer.

Spannend ist das Timing. Buffett selbst hat in den vergangenen Jahren rund 78 Mrd. US-Dollar in Rückkäufe gesteckt. Er hielt die eigene Aktie also für unterbewertet. Greg Abel folgt dieser Einschätzung: Im März hat Berkshire nach fast zwei Jahren Pause wieder eigene Papiere im Wert von 234 Mio. US-Dollar zurückgekauft.

Was bedeutet der Kauf von Greg Abel für Anleger?

Greg Abel hat nicht nur die Aktienrückkäufe durch die Holding veranlasst, sondern privat zugeschlagen. Wenn Insider eigene Aktien kaufen, ist das meist ein gutes Zeichen. Manager kennen ihr Unternehmen einfach besser als jeder Außenstehende. Statistisch gesehen entwickeln sich Aktien nach größeren Insiderkäufen tatsächlich oft besser als der Markt.

Bei Berkshire Hathaway hat dieses Signal besonderes Gewicht: Greg Abel ist erst vor kurzem in die Fußstapfen von Warren Buffett getreten und steckt nun sein Gehalt in eigene Aktien. Da sein Vermögen eng mit dem Erfolg der Holding verknüpft ist, zieht er am selben Strang wie die Aktionäre. Für externe Investoren ist dieses Engagement ein starkes Vertrauensbekenntnis.

Berkshire Hathaway als Investment

Berkshire ist ein gigantisches Konglomerat mit Dutzenden Tochtergesellschaften und einem gewaltigen Aktienportfolio. Die Schwergewichte im Depot heißen Apple, American Express, Coca-Cola und Bank of America. Ergänzt wird dieses Portfolio von starken operativen Säulen wie der Eisenbahngesellschaft BNSF und dem Kfz-Versicherer Geico.

Das Geschäftsmodell ist unkompliziert: Großartige Unternehmen zu fairen Preisen erwerben und langfristig halten. Sämtliche Gewinne fließen in Reinvestitionen oder eigene Aktienrückkäufe. Eine Dividende schüttet Berkshire traditionell nicht aus.

Der Cash-Bestand ist mittlerweile auf knapp 400 Mrd. US-Dollar angewachsen, weil Warren Buffett und nun sein Nachfolger Greg Abel auch kaum attraktive Gelegenheiten finden. Diese enorme Liquidität ist ein unschätzbarer Vorteil, sobald die Märkte einbrechen.

Ein starkes Signal von Greg Abel

Buffett hat immer gepredigt, dass Manager wie Eigentümer denken sollen. Skin in the Game. Wer eigenes Kapital riskiert, trifft bessere Entscheidungen. Abel verkörpert genau diese Philosophie mit seinen Käufen.

Greg Abel hat erneut Berkshire-Aktien gekauft, nachdem er bereits 2022 für 68 Mio. US-Dollar eingestiegen war. Für den neuen Chef ist das mehr als eine Transaktion. Es ist ein Statement. Er glaubt an das Unternehmen und sieht Wert, wo andere vielleicht Risiken sehen.

Für Anleger ist das ein positives Zeichen. Berkshire ist kein schnell wachsendes Investment, aber ein grundsolides. Die Geschäfte laufen, die Cash-Position ist hervorragend, die Bewertung fair.

Wer langfristig denkt und eine sehr breit gefächerte Holding mit einer ausgezeichneten philosophischen Kultur sucht, ist bei Berkshire genau richtig.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Apple Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Aemrican Express, Apple und Berkshire Hathaway.

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