Ich bin froh, dass ich diese 3 Aktien verkauft habe! 03.10.2022, 08:47 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Allianz 388,50 EUR ±0,00 % Tradegate
AT&T 22,43 EUR -1,48 % Baader Bank
Peloton Interactive Registered (A) 4,29 EUR +0,94 % L&S Exchange

Die meisten meiner Aktienverkäufe hätte ich rückblickend besser nicht getätigt. Ich würde sogar sagen, dass meine Gesamtrendite bis heute besser gewesen wäre, wenn ich nie auch nur eine einzige Aktie verkauft hätte. Zu meinen weniger glorreichen Aktienverkäufen zählen zum Beispiel Netflix im Jahr 2016, BYD in 2019 oder General Mills im letzten Jahr. Bei den folgenden drei Aktien bin ich hingegen froh, nicht mehr investiert zu sein.

Allianz

Die Aktie der Allianz (WKN: 840400) ist für mich heute ein typisches Beispiel für eine bei Privatanlegern beliebte Aktie, die aber konsequent dem Markt hinterherläuft. Das Versicherungsgeschäft mag solide sein, die Dividende attraktiv, aber bei Einzelinvestments erwarte ich eine langfristige Outperformance des breiten Marktes. Sonst könnte ich ja einfach einen marktbreiten ETF kaufen.

Und genau in diesem Punkt schneidet die Allianz seit Langem schlecht ab. Der Aktienkurs hat im Vergleich zum Allzeithoch aus dem Jahr 2000 mehr als 50 % verloren. Auch die vergleichsweise hohe Dividende reist das Performanceruder nicht herum. Die Gesamtrendite (inklusive Dividenden) lag auf Sicht der letzten zehn Jahre unter der des S&P 500 (Stand: 29.09.22, gilt für alle Angaben).

Ich sehe wenig Gründe, warum die Entwicklung in den nächsten zehn Jahren besser sein sollte. Im Gegenteil. Zunehmende Konkurrenz durch Insurtechs sowie ein erhöhter Preisdruck aufgrund einer verstärkten Nutzung von Online-Vergleichsportalen könnten das Geschäft belasten. Daher verkaufte ich meine Anteile im Jahr 2020.

AT&T

Die Aktie des Telekommunikationskonzerns AT&T (WKN: A0HL9Z) war zu Beginn meiner Investorenlaufbahn lange Zeit die größte Position in meinem Depot. Warum? Natürlich wegen der hohen Dividende! Diese wurde stetig erhöht (Dividendenaristokrat) und bescherte mir einmal im Quartal einen warmen Dividendenregen.

Mit der Zeit achtete ich jedoch immer mehr auf das Unternehmen hinter der Aktie. Gehe ich davon aus, dass dieses in zehn Jahren deutlich stärker als heute dasteht? Bei AT&T beantwortete ich diese Frage immer stärker mit „Nein“. Das Kabelfernsehen befand sich schon länger auf einem absteigenden Ast. Im Mobilfunkbereich schien mir die Konkurrenz unverändert hoch. 5G als Buzzword überzeugte mich nicht mehr. Und im Segment Medien konnte ich die Strategie nicht nachvollziehen. Ich verkaufte meine AT&T-Aktien also über die Zeit. Die letzten Anteile verließen 2019 mein Depot. Eine rückblickend gute Entscheidung.

Peloton Interactive

Bei meinem Kauf von Aktien von Peloton Interactive (WKN: A2PR0M) im Jahr 2020 habe ich mich von der Euphorie rund um den Anbieter von Geräten und Services für Workouts zu Hause mitreißen lassen. Im Jahr 2021, nach einem Abebben der coronabedingten Einschränkungen, folgte dann jedoch so langsam die Ernüchterung. Das Umsatzwachstum, das bereits vor dem Jahr 2020 extrem hoch war, verlangsamte sich stark. Die Verluste und negativen Free Cashflows explodierten.

Der Hauptgrund, warum ich im November 2021 die Reißleine zog, war jedoch das Verhalten des Managements. Dieses reagierte meiner Einschätzung nach sehr unglücklich auf ein durch ein Peloton-Laufband getötetes Kind. Weiterhin wurde der Preis für die Premium-Produkte teilweise stark gesenkt, was der Marke in meinen Augen schadete. Der Gipfel war dann, dass die CFO im November 2021 ankündigte, dass Peloton keinen Bedarf an zusätzlichem Kapital habe, nur um dann zwei Wochen später eine Kapitalerhöhung bekannt zu geben. Ich verkaufte mit rund 30 % Verlust. Seitdem fiel der Kurs noch einmal um 87 % – eine schöne Erinnerung daran, wie stark ein Aktienkurs fallen kann. Ich bin froh, hier nicht mehr dabei zu sein.

Der Artikel Ich bin froh, dass ich diese 3 Aktien verkauft habe! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Unsere Top-Aktie für das Jahr 2022

Es gibt ein Unternehmen, dessen Name zurzeit bei den Analysten von The Motley Fool sehr, sehr häufig fällt. Es ist für uns DIE Top-Investition für das Jahr 2022.

Du könntest ebenfalls davon profitieren. Dafür muss man zunächst alles über dieses einzigartige Unternehmen wissen. Deshalb haben wir jetzt einen kostenlosen Spezialreport zusammengestellt, der dieses Unternehmen detailliert vorstellt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Netflix. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von BYD, Netflix und Peloton Interactive.

Motley Fool Deutschland 2022

Autor: Hendrik Vanheiden, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (TMFhendrik)


Jetzt den vollständigen Artikel lesen

Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,50
Hebel: 19
mit starkem Hebel
Ask: 5,07
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VY0Y2N VG9H2S. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer