Netflix-Aktie & die Dividende

Warte lieber noch ein paar Jahre! 11.04.2026, 06:02 Uhr von Aktienwelt360

Die Netflix-Aktie (WKN: 552484) zahlt bekanntlich keine Dividende. Und um mein Fazit bereits vorwegzunehmen: Sie wird es wohl auch in absehbarer Zeit nicht tun. Zwar erzielt der US-amerikanische Streaming-Konzern bereits einen ordentlichen freien Cashflow. Für eine Dividende ist aber kein Platz.

Damit ist Netflix unter vielen Tech-Konzernen noch eine Ausnahme. Selbst Meta Platforms oder Alphabet schütten inzwischen einen kleinen Teil aus. Andere Tech-Konzerne tun das bereits länger und haben schon ansehnliche Historien aufgebaut. Darauf müssen wir bei dem Streaming-Platzhirsch wohl noch ein paar Jahre, vielleicht sogar noch bedeutend länger warten.

Warum das so ist? Betrachten wir die Netflix-Aktie in ihrer jetzigen Situation. Bestimmt wirst auch du danach sehen, dass für eine Dividende wirklich kaum Spielraum vorhanden ist.

Netflix-Aktie: Trotz profitablem Wachstum kommt keine Dividende!

Zunächst einmal wollen wir rekapitulieren, wo Netflix eigentlich steht. Per Ende des Geschäftsjahres 2025 kam der US-Konzern zwar auf ein Nettoergebnis von 10,98 Mrd. US-Dollar (FY 2025). Im gleichen Zeitraum betrug der freie Cashflow ansehnliche 9,45 Mrd. US-Dollar. Mit diesen Mitteln könnte der Streaming-Konzern grundsätzlich eine Dividende zahlen. Um fair zu bleiben: Selbst wenn das Management 100 % der freien Mittel auszahlen würde, so läge die Dividendenrendite gerade einmal bei 2,26 %. Kein allzu hoher Wert, hm?

Ein erster und sehr naheliegender Grund, der gegen die Dividende spricht, sind daher die Möglichkeiten. Netflix muss sein Geschäftsmodell noch weiter skalieren, ehe man von einer ansehnlichen Ausschüttung sprechen kann. Alternativ setzt das Management außerdem auf Aktienrückkäufe, die derzeit die Basis für Kapitalrückführungen bilden. Allein im vierten Quartal flossen rund 2,1 Mrd. US-Dollar in 18,9 Mio. ausstehende Netflix-Aktien. Das wiederum reduzierte die Anzahl ausstehender Aktien zuletzt auf 4,317 Mrd. Noch zu Beginn des Jahres 2025 sind es hingegen 4,378 Mrd. gewesen. Wir könnten jetzt sagen, dass die Aktienrückkäufe die Dividende ersetzen. Das wäre meiner Meinung nach aber deutlich zu kurz gefasst.

Sinnvolle Kapitalrückführungen und Fokus auf Investitionen!

Einerseits sind die Aktienrückkäufe bei der Netflix-Aktie ein stärkerer Werttreiber. Sie katalysieren das operative Wachstum langfristig. Wenn das Management daher „günstig“ und noch in der Phase stärkerer Wachstumsraten viele ausstehende Aktien kauft und einzieht, erhöht das den Wert jeder einzelnen Aktie. Im Zusammenspiel mit dem operativen Wachstum bekommen wir daher deutlich mehr von den Investitionen. Zumindest solange die Wachstumsraten zweistellig bleiben, halte ich das ebenfalls für den stärkeren Werttreiber.

Auf der anderen Seite investiert Netflix aber auch gern in sein eigenes Geschäft. Für Content sind 18 Mrd. US-Dollar geplant. Das Management hat zwischenzeitlich erwogen, Warner Bros. Discovery zu übernehmen. Für solche Möglichkeiten ist es eher ratsam, freie Mittel zur Verfügung zu haben. Vor allem im Vergleich zu einer Dividende, die dann doch eher kurzfristig wirkt.

Netflix besitzt zwar über 9 Mrd. US-Dollar an Cash in der Bilanz. Keine Frage, dabei handelt es sich um ein bequemes Polster. Allerdings sehen wir, dass es eher für ein halbes Jahr an Content-Investitionen ausreichend wäre (wenn wir den freien oder den operativen Cashflow mal ausklammern). Insofern können wir auch sagen: Rein bilanziell wäre ebenfalls kaum Platz vorhanden, um eine Dividende zu bezahlen. Das eigene Geschäft, Investitionen und im Zweifel auch moderate Aktienrückkäufe, die den Wert je Aktie stärker steigern, besitzen Priorität.

Die Dividende von Netflix wird noch Jahre auf sich warten lassen!

Aus all diesen Gründen bin ich der Überzeugung: Eine Dividende von der Netflix-Aktie benötigt noch Jahre. Vielleicht auch ein Jahrzehnt. Das Management macht einen guten Job, indem es das eigene Geschäft bestmöglich vorantreibt. Der Cashflow und das Ergebnis unterm Strich sind auch noch nicht so groß, als dass eine Dividende die Renditenadel spürbar bewegen würde.

Aber das Plattform-Geschäft neigt dazu, immer besser zu skalieren und profitables Wachstum zu ermöglichen. Deshalb glaube ich, dass Netflix irgendwann seine überschüssigen Mittel auch per Dividende an die Aktionäre auszahlen wird. Als langfristig orientierter Investor bin ich bereit, darauf zu warten. Auch wenn die Netflix-Aktie damit für Einkommensinvestoren derzeit eher noch nicht so geeignet ist.

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Vincent besitzt Aktien von Alphabet, Meta Platforms und Netflix. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet, Meta Platforms und Netflix.

Aktienwelt360 2026

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