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BASF

Evonik-Sondierungen könnten die Abhängigkeit vom Basisgeschäft reduzieren 29.09.2026, 13:32 Uhr von DZBank

BASF: Evonik-Sondierungen könnten die Abhängigkeit vom Basisgeschäft reduzieren
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.


BASF verlagert die Ausrichtung des Geschäftsmodells auf emissionsarme Technologien und margenstabile Spezialprodukte. Am 25. September gab es in diesem Zusammenhang bestätigte Sondierungsgespräche zur potenziellen Integration von Evonik. Das Management legt dabei und mit Blick auf die künftigen Entwicklungen den Fokus auf Skaleneffekte bei gleichzeitiger Zusicherung eines disziplinierten Prüfprozesses durch das Management.

Fundament und Neuausrichtung des Chemiegeschäfts

Der in Ludwigshafen ansässige Konzern fokussiert sich in seinem Geschäftsmodell auf die Herstellung und den Vertrieb von Chemikalien, Kunststoffen, Veredelungsprodukten sowie Pflanzenschutzmitteln. Ein zentraler Wachstumstrend, den das Unternehmen adressiert, ist die Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie. Durch Investitionen in emissionsarme Produktionstechnologien und zukunftsorientierte Produktlinien, wie Materialien für die Elektromobilität, positioniert sich das Unternehmen für künftige regulatorische Anforderungen. Die Strategie zielt darauf ab, zyklische Schwankungen des ressourcenintensiven Basisgeschäfts durch Spezialprodukte abzufedern und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stabilisieren.

 

Offizielle Bestätigung der Übernahmesondierungen

Am 25. September rückte BASF durch gezielte Pressemitteilungen in den Fokus der Anleger. Der Vorstand bestätigte erste Sondierungsgespräche mit der RAG-Stiftung bezüglich einer potenziellen Übernahme der Evonik Industries AG. Die Stiftung hält aktuell rund 43,8 % der Evonik-Anteile. An den Finanzmärkten führte die Veröffentlichung zu einer unmittelbaren Reaktion: Während die Anteilscheine von Evonik zeitweise um 11 % zulegten, verzeichnete die Aktie des Ludwigshafener Unternehmens Korrekturen von über 3 %. Die Gespräche befinden sich laut Unternehmensangaben in einem frühen Stadium, der weitere Fortgang sei offen

 

Strategische Motive hinter der anvisierten Integration

Aus der Perspektive von BASF bietet eine mögliche Integration von Evonik die Chance, den eigenen Marktanteil in der margenstarken Spezialchemie deutlich auszubauen. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Ludwigshafener Unternehmen einen Umsatz von rund 60 Milliarden Euro, während Evonik etwa 14 Milliarden Euro beisteuerte. Ein Zusammenschluss würde das Produktportfolio diversifizieren sowie Skaleneffekte in der globalen Logistik und der Forschung ermöglichen. In einem von geopolitischen Unsicherheiten und anhaltend hohen Energiekosten geprägten Marktumfeld versucht das Management, durch anorganisches Wachstum die eigene Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und strukturelle Nachteile am Heimatmarkt zu kompensieren.

 

Disziplin bei der Prüfung des potenziellen Zusammenschlusses

Trotz der strategischen Passgenauigkeit nähert sich das Management dem Vorhaben mit definierter Zurückhaltung, da Transaktionen dieser Art stets komplexe finanzielle und kartellrechtliche Prüfungen nach sich ziehen. In der offiziellen Stellungnahme vom 25. September 2026 stellte das Unternehmen klar: „Dabei geht BASF diszipliniert vor. Das Unternehmen wird den Markt in Übereinstimmung mit den regulatorischen Vorgaben unverzüglich informieren, wenn und soweit dies erforderlich ist.“ Diese Formulierung verdeutlicht den Anlegern, dass die finanzielle Stabilität Vorrang vor einem raschen Vertragsabschluss hat. Für Aktionäre bedeutet dies, dass die Realisierung von zahlreichen externen Faktoren abhängt und wirtschaftliche Risiken im Vorfeld detailliert abgewogen werden.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf BASF SE

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert BASF SE zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DN25UW, das am 23.07.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie BASF SE notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 50,00 Euro begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts BASF SE an der maßgeblichen Börse am 16.07.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 50,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 23.07.2027 haben und davon ausgehen, dass die BASF SE am 16.07.2027 auf oder über 50,00 Euro liegen wird.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 29.09.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK AG

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Marcus Landau
Marcus Landau, Derivate-Experte der DZ BANK, ist seit 2003 in der Zertifikate- und Derivatebranche tätig und erstellt regelmäßig Analysen rund um die Aktien- und Rohstoffmärkte, die er mit spannenden Zertifikate-Ideen verknüpft.





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