Goldpreis – Zwischenkorrektur als Sprungbrett für neue Aufwärtswelle! 29.10.2025, 13:00 Uhr von DZBank

Goldpreis – Zwischenkorrektur als Sprungbrett für neue Aufwärtswelle!
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Der Goldpreis präsentierte sich nach dem Rekordlauf der vergangenen Wochen und Monate zuletzt mit etwas deutlicheren Abschlägen. Angesichts der weiterhin angespannten geopolitischen Gemengelage kann Gold aktuell weiterhin von seinem Nimbus als „Krisenwährung“ profitieren, zumal viele Zentralbanken weiter auf der Käuferseite zu finden sind.

Die Lage: Geopolitische Spannungen treiben den Goldpreis weiter an!

Der Goldpreis rückte zuletzt erneut in Zusammenhang mit der nach wie vor angespannten geopolitischen Lage in den Fokus, nachdem das zuvor anberaumte Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin nun doch nicht stattfindet. Ursprünglich sollte das Treffen den Weg für eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg ebnen, doch die Gespräche wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Laut US-Beamten fiel die Entscheidung nach einem Gespräch zwischen Außenminister Marco Rubio und Russlands Außenminister Sergej Lawrow. Während der Kreml betonte, es sei „keine Eile“ geboten, werfen die Ukraine und europäische Partner Putin vor, mit diplomatischen Manövern Zeit zu gewinnen, um seine Offensive fortzusetzen. Trump erklärte, er wolle kein „verschwendetes Treffen“ abhalten, solange keine realistische Aussicht auf einen Fortschritt bestehe. Da die Kämpfe im Russland-Ukraine-Konflikt mit unverminderter Härte weitergehen und es zuletzt erneut zu mehreren Zwischenfällen mit der Verletzung des NATO-Luftraums durch russische Kampfflugzeuge und Drohnen (unter anderem in Estland) kam, bleibt die Lage insgesamt weiter angespannt. Gold dürfte daher auch weiterhin von seinem Nimbus als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten profitieren.

Die Perspektive: Zentralbanken bei Gold weiterhin auf der Käuferseite!

Auch bei Zentralbanken steht Gold weiterhin hoch im Kurs. So haben die internationalen Notenbanken laut einer Erhebung des World Gold Councils im August kumuliert 19 Tonnen Gold erworben. Unter anderem erwarb die Nationalbank Kasachstans 8 Tonnen Gold, während Bulgarien, Usbekistan, Tschechien sowie die Central Bank of Turkey jeweils 2 Tonnen des gelben Edelmetalls erworben hatten. Auch China setzte seine Goldkäufe weiter fort und stockte seine Goldreserven zuletzt im August um weitere 2 Tonnen auf. Die National Bank of Poland (NBP) will ihre Goldreserven in den kommenden Monaten ebenfalls deutlich nach oben fahren. Laut einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung der NBP sollen die Goldreserven der Zentralbank auf 30 % der gesamten Währungsreserven aufgestockt werden, nachdem der aktuelle Goldbestand der NBP bei kumuliert rund 515 Tonnen liegt, was 22 % entspricht.

Trading-Taktik: Nach der dynamischen Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen absolvierte der Goldpreis zuletzt eine scharfe Zwischenkorrektur, wobei die psychologisch wichtige 4.000-USD-Marke zuletzt unterschritten wurde. Kurzfristig bleibt das Chartbild beim Goldpreis angeschlagen, wobei die Notierungen ihre Abwärtsbewegung kurzfristig bis in den Bereich des unteren Bollinger-Bands ausdehnen könnten. Gelingt es den Bullen im Anschluss, erneut Kaufdruck zu erzeugen, könnte der Goldpreis im Anschluss seine übergeordnete Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen. Es bietet sich daher an, den Stop-Loss bei bestehenden Long-Positionen auf 3.650 USD nachzuziehen.

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Rohstoffs Gold Future Contract (Basiswert) könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment der Endlos-Turbo Long der DZ BANK (WKN: DU25YG) auf den Gold Future Contract-Rohstoff anbieten. Der Endlos-Turbo Long richtet sich an Anleger, die überproportional (gehebelt) an einer Kursentwicklung des Gold-Future Contract-Rohstoffs oberhalb der Knock-Out-Barriere partizipieren möchten. Die Partizipation wirkt dabei in beide Richtungen, d.h. man partizipiert gehebelt an allen Kursentwicklungen (negativen wie positiven) des Basiswerts. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert der Endlos-Turbo Long auf kleinste Kursbewegungen. Sollte der Kurs des Gold Future Contract-Rohstoffs an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit des Endlos-Turbo Long auf oder unter der Knock-Out-Barriere notieren (Knock-Out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo wertlos. Die Barriere, die stets dem aktuellen Basispreis entspricht, und der Basispreis selbst werden jeden Tag angepasst. Der Endlos-Turbo Long auf den Rohstoff des Basiswerts Gold Future Contract hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann den Endlos-Turbo Long an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen. Nach Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern zuvor kein Knock-out-Ereignis eintritt, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem EUR-Gegenwert der Differenz zwischen Kurs der Aktie des Basiswerts Gold Future Contract am jeweiligen Einlösungstermin bzw. ordentlichen Kündigungstermin und Basispreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis von 0,1.

Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger, wenn der Kurs des Rohstoffs auf den Basiswert Gold Future Contract zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihre Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 28.10.2025, DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Marcus Landau
Marcus Landau, Derivate-Experte der DZ BANK, ist seit 2003 in der Zertifikate- und Derivatebranche tätig und erstellt regelmäßig Analysen rund um die Aktien- und Rohstoffmärkte, die er mit spannenden Zertifikate-Ideen verknüpft.





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