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Wie ein 2,1-Milliarden-Euro-Zukauf die Lücke auf der physischen Baustelle schließt 27.10.2026, 15:54 Uhr von DZBank

Nemetschek: Wie ein 2,1-Milliarden-Euro-Zukauf die Lücke auf der physischen Baustelle schließt
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Name Aktuell Diff. Börse
Nemetschek 74,08 EUR -0,27 % Lang & Schwarz
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.


Nemetschek positioniert sich durch den konsequenten Ausbau von SaaS-Modellen als Komplettanbieter für den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken. Im Oktober fokussiert sich der Markt auf die anstehenden Quartalszahlen sowie die laufende Integration der 2,1 Milliarden Euro schweren HCSS-Übernahme. Staatliche Infrastrukturprogramme und die BIM-Pflicht zwingen die Bauindustrie zur zügigen Digitalisierung ihrer Planungsprozesse.

Software-Ökosystem für den digitalen Bau-Lebenszyklus

Das Geschäftsmodell der Nemetschek SE basiert auf der Bereitstellung von Softwarelösungen für die Bereiche Architektur, Ingenieurwesen, Bauwesen und Gebäudemanagement. Der Konzern adressiert den strukturellen Nachholbedarf einer traditionell wenig digitalisierten Bauindustrie. Durch die Etablierung des Building Information Modeling (BIM) wird ein digitaler Zwilling von Bauwerken geschaffen, der Fehlerquoten reduziert und die Planungseffizienz signifikant steigert. Zukünftige Wachstumstrends ergeben sich primär aus der gesetzlichen Verpflichtung zur Nutzung offener BIM-Standards bei öffentlichen Bauprojekten, wie es ab 2025 im deutschen Bundesfernstraßenbau der Fall ist. Die fortlaufende Umstellung der Umsatzstruktur auf Abonnement- und SaaS-Modelle sorgt im operativen Geschäft gleichzeitig für verlässlich planbare und wiederkehrende Erlöse.

 

Marktfokus im Oktober und anstehende Quartalskennzahlen

Im Oktober richten Anleger ihren Blick auf die Vorbereitungen zur Veröffentlichung der Quartalsmitteilung für das dritte Quartal, die für den 5. November terminiert ist. Der Kapitalmarkt verarbeitet derzeit die Bestätigung der strategischen Ziele, nachdem das erste Halbjahr 2026 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 15,7 % auf knapp 641 Millionen Euro verzeichnete. Entsprechende Unternehmensnachrichten im Oktober spiegeln eine robuste operative Entwicklung wider, wobei insbesondere der Anstieg der wiederkehrenden Einnahmen aus Subskriptions- und SaaS-Modellen um währungsbereinigt 29,6 % Beachtung findet. Zudem verzeichnete die Aktie Mitte Oktober eine anhaltende Kursstärke und erreichte neue mehrmonatige Hochs, was auf eine stabile Erwartungshaltung der Investoren bezüglich der kommenden Finanzkennzahlen hindeutet.

 

SaaS-Transformation und die HCSS-Integration als Umsatztreiber

Ein zentrales Element der aktuellen Unternehmensentwicklung ist die vollzogene Akquisition des US-amerikanischen Softwareanbieters HCSS für umgerechnet 2,1 Milliarden Euro. Dieser Schritt ergänzt das bisherige Portfolio, welches historisch in der Planung und Bürokoordination verankert war, um die Ausführungsphase direkt auf der Baustelle. HCSS bringt dabei eine operative Marge von etwa 40 % in den Konzern ein und stärkt die Marktposition in Nordamerika gezielt. Diese Zahlen untermauern den strategischen Wechsel von Einmallizenzen hin zu Cloud-Abonnements. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze am Gesamtumsatz konnte durch solche Maßnahmen auf über 92 % gesteigert werden, was die Widerstandsfähigkeit des gesamten Geschäftsmodells gegenüber branchenspezifischen Konjunkturschwankungen deutlich erhöht.

 

Führungsperspektive zur technologischen Umsetzung von Großprojekten

Das Management sieht die Kernaufgabe des Unternehmens darin, die Ineffizienzen bei globalen Bauprojekten auf technologischer Ebene zu beheben. Ein besonderes Augenmerk liegt auf staatlichen Investitionsprogrammen wie dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Infrastruktur in Deutschland, die häufig nicht am fehlenden Kapital, sondern an langsamen Planungs- und Genehmigungsprozessen scheitern. In diesem Kontext positioniert der Vorstand das Software-Portfolio als Grundvoraussetzung für die fristgerechte Umsetzung solcher Baumaßnahmen. Konzernchef Yves Padrines bringt die technologische Reife und die Anforderungen an die Industrie präzise auf den Punkt: „Die Technologien sind da. Das Wissen ist da. Die Mittel sind da. Es gibt keine Ausreden mehr“. Damit definiert die Unternehmensspitze den Anspruch, als technologisches Rückgrat der Bauindustrie zu agieren.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Nemetschek SE

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Nemetschek SE zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DN3KPZ, das am 24.12.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie Nemetschek SE notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 60,00 Euro begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Nemetschek SE an der maßgeblichen Börse am 17.12.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 60,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 24.12.2027 haben und davon ausgehen, dass die Nemetschek SE am 17.12.2027 auf oder über 60,00 Euro liegen wird.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 27.10.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK AG

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Marcus Landau
Marcus Landau, Derivate-Experte der DZ BANK, ist seit 2003 in der Zertifikate- und Derivatebranche tätig und erstellt regelmäßig Analysen rund um die Aktien- und Rohstoffmärkte, die er mit spannenden Zertifikate-Ideen verknüpft.





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