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SGL Carbon

Will mit mehr Siliziumkarbid-Nachfrage und Mini-Kernreaktoren ab 2027 durchstarten 23.06.2026, 08:34 Uhr von DZBank

SGL Carbon: Will mit mehr Siliziumkarbid-Nachfrage und Mini-Kernreaktoren ab 2027 durchstarten
© DZBank
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SGL Carbon: Will mit mehr Siliziumkarbid-Nachfrage und Mini-Kernreaktoren ab 2027 durchstarten


SGL Carbon sicherte trotz der anhaltenden Schwächephase im Halbleitersektor im ersten Quartal seine Profitabilität, verbesserte die EBITDA-Marge und bestätigte die Jahresprognose. Der Abbau der Lagerbestände bei Siliziumkarbid nähert sich dem Ende. Langfristig bleibt das Material ein lukrativer Treiber für E-Mobilität und Rechenzentren. Mit kritischen Komponenten für Small Modular Reactors (SMRs) positioniert sich das Unternehmen als wichtiger Zulieferer in der Renaissance der Kernkraft.

Zwei Wachstumstreiber lauern nach dem Übergangsjahr

Für Anleger von SGL Carbon erfordert das Jahr 2026 starke Nerven und einen weiten Blick in die Zukunft. Der Spezialist für Grafit- und Verbundmaterialien durchläuft eine raue Phase, geprägt von konjunkturellem Gegenwind und zyklischen Tiefs. Doch wer unter die Oberfläche blickt, erkennt zwei massive Wachstumstreiber, die das Unternehmen langfristig neu bewerten könnten: ein bevorstehender Turnaround im lukrativen Markt für Siliziumkarbid-Halbleiter und die aufstrebende Fantasie rund um neuartige Kernreaktoren. Ein genauerer Blick auf die Ergebnisse des ersten Quartals zeigt, dass das Management in einem widrigen Umfeld pragmatisch agiert. Der Konzernumsatz fiel mit 184,5 Millionen Euro zwar erwartungsgemäß um gut 21 Prozent niedriger aus als im Vorjahr (234,4 Millionen Euro), doch die Profitabilität stand klar im Vordergrund. So ging das bereinigte EBITDA zwar auf 29,6 Millionen Euro zurück (Q1 2025: 33,5 Millionen Euro), die bereinigte EBITDA-Marge konnte jedoch spürbar von 14,3 Prozent auf 16,0 Prozent verbessert werden. Mit diesem robusten Fundament im Rücken bestätigte SGL Carbon auch den Ausblick für das Gesamtjahr 2026: Das Unternehmen peilt weiterhin einen Konzernumsatz zwischen 720 und 770 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA in einer Spanne von 110 bis 130 Millionen Euro an.



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Marcus Landau
Marcus Landau, Derivate-Experte der DZ BANK, ist seit 2003 in der Zertifikate- und Derivatebranche tätig und erstellt regelmäßig Analysen rund um die Aktien- und Rohstoffmärkte, die er mit spannenden Zertifikate-Ideen verknüpft.





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