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United-Internet-Konglomerat mit attraktiven Beteiligungen! 22.10.2025, 16:30 Uhr von DZBank

United-Internet-Konglomerat mit attraktiven Beteiligungen!
© DZBank
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
United Internet 28,23 EUR +6,93 % Baader Bank
DAX 24.839,85 PKT -0,01 % Ariva Indikation

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Schwergewichte aus dem Telekomsektor hatten zuletzt angesichts des wachsenden Konkurrenzdrucks vor allem auf dem deutschen Heimatmarkt einen schweren Stand. Dies bekam auch United Internet zu spüren, zumal man hier unter anderem auch aufgrund hoher Kosten für den Netzausbau der Konzerntochter 1&1 zu leiden hatte. Übergeordnet bietet United Internet jedoch eine interessante Story, zumal man mit der ebenfalls börsennotierten Webhosting-Tochter Ionos und der Mobilfunktochter 1&1 über attraktive Beteiligungen verfügt.

United-Internet-Konglomerat mit attraktiven Beteiligungen – IONOS profitiert von Digitalisierungstrend!

Die Holding-Gesellschaft United Internet hat sich in den vergangenen Jahren unter der Ägide des Firmengründers und CEO Ralph Dommermuth neu aufgestellt und ihr Kerngeschäft rund um die beiden Kerngeschäftsbereiche Webhosting (IONOS) und Internet- und Mobilfunk (1&1) neu geordnet, wobei beide Segmente mittlerweile an die Börse gebracht wurden. Vor allem IONOS gilt als Kronjuwel im United-Internet-Konzern, wobei die Konzernmutter aktuell 63,8 % der Anteile hält. Mit Applikationen für den Homepage-Aufbau, Marketing, Backup-Lösungen, Firewall-as-a-Service, Betrieb von Datenbanken und der Erstellung von Cloudinfrastrukturen hat sich der in Montabaur ansässige Anbieter seit geraumer Zeit als zuverlässiger Partner für private Nutzer sowie kleine und mittlere Unternehmen etabliert, während man auch im Webhosting-Segment mit mehr als 22 Mio. Domains und 6,4 Mio. Kunden zu den führenden Playern in Europa gehört. Als eigentlicher Wachstumstreiber dürfte sich bei IONOS die Cloudsparte erweisen, da man in der Lage ist, 100 % DSGVO-konforme Cloudlösungen bereitzustellen. Da sich viele Unternehmenskunden aufgrund von Sicherheitsbedenken nach Alternativen zu US-Hyperscalern wie Microsoft, Amazon AWS oder Alphabet umschauen, dürfte IONOS auch mittelfristig von steigenden Neukundenzahlen im Cloudsegment profitieren.

Hohe Investitionen für den Netzwerkausbau sorgen bei 1&1 für Bremsspuren!

Die ebenfalls börsennotierte Internet- und Mobilfunktochter 1&1 hatte zuletzt aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks keinen leichten Stand, zumal man mit rund 16,3 Mio. Kunden (12 Mio. Mobilfunknutzer und 4 Mio. Breitbandkunden) deutlich hinter Branchengrößen wie Deutsche Telekom (68,6 Mio. Mobilfunkkunden) und Vodafone (rund 30 Mio.) rangiert. Da unter anderem die Deutsche Telekom dank attraktiver Bundle- und Discount-Angebote Anbietern wie 1&1 sowohl im Mobilfunk- als auch im Breitbandsegment erfolgreich Kunden abjagt, bleiben die Aussichten im operativen Geschäft weiterhin schwierig. Hinzu kommt, dass 1&1 mittelfristig für den geplanten Ausbau eines eigenen Mobilfunknetzwerks hohe Investitionen schultern muss. Dank eines im August vergangenen Jahres abgeschlossenen Roaming-Abkommens mit Vodafone, im Rahmen dessen 1&1-Mobilfunkkunden in Gebieten ohne eigenes Mobilfunknetz zugreifen können, dürfte 1&1 in der Lage sein, die Investitionen deutlich zu reduzieren, da man auf die Vodafone-Infrastruktur zurückgreifen kann. Daher macht die von United Internet angekündigte Anteilsaufstockung von 80 auf 90 % bei 1&1 strategisch Sinn.

United Internet – Solide Halbjahreszahlen trotz hoher Kosten für den Netzausbau bei 1&1!

United Internet konnte im 1. Halbjahr mit einem insgesamt soliden Ergebnis aufwarten. So verbesserte sich der bereinigte Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 4,3 % auf 3,23 Mrd. Euro. Maßgeblichen Anteil hatte dabei die starke Entwicklung im Segment Consumer Applications, in dem man unter den Kernmarken WEB.DE, GMX und mail.com neben Free-Webmail- und Cloudspeicherangeboten auch kostenpflichtige Premiumangebote (werbefreie E-Mailpostfächer, Cloud-Storage-Angebote) anbietet. Hier hatte man im 1. Halbjahr ein Plus von 140.000 Neuverträgen zu verzeichnen, während man im Segment „Business Applications“ ein Plus von 210.000 Abonnements verbuchen konnte. Im Breitbandsegment hatte man angesichts des wachsenden Wettbewerbsdrucks jedoch bei den Vertragskunden im Vorjahresvergleich einen deutlicheren Rückgang von 60.000 Nutzern zu verzeichnen. Beim bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) konnte man trotz der gestiegenen Kosten für den Ausbau der 5G-Netzinfrastruktur bei der Konzerntochter 1&1 einen leichten Anstieg von 2,0 % auf 675,6 Mio. Euro vorweisen, was leicht über den Konsenserwartungen gelegen hatte. Unterm Strich musste United Internet beim bereinigten EPS einen Rückgang von 61 auf 59 Cents hinnehmen. Im Anschluss bestätigte United Internet seine Jahresprognose und rechnet weiterhin mit einem Umsatz von 6,35 Mrd. Euro (2024: 6,33 Mrd. Euro), während der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) bei etwa 1,35 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,29 Mrd. Euro) erwartet wird.

Telefonica will enger mit 1&1 zusammenarbeiten – Mögliche Übernahme von 1&1 durch Telefonica schürt Fantasie!

Für Fantasie sorgt eine mögliche enge Kooperation zwischen dem spanischen Telekomanbieter Telefonica mit der Mobilfunktochter 1&1. Telefonica will laut einem Bericht des „Handelsblatts“, das sich bei seinen Angaben auf informierte Personen beruft, nach der Ablösung von Telefonica-Deutschland-Chef Markus Haas wieder enger mit dem einstigen Partner 1&1 zusammenarbeiten, wobei es laut dem Bericht bereits Verhandlungen zwischen Telefonica Deutschland und der United-Internet-Tochter 1&1 über eine Kooperation gegeben habe. Eine engere Zusammenarbeit zwischen beiden Anbietern würde laut dem Bericht strategisch Sinn machen, zumal 1&1 mit Problemen beim Aufbau seines eigenen Mobilfunknetzwerks zu kämpfen hat, während Telefonica Deutschland angesichts der begrenzten Möglichkeiten bei der Kernmarke O2 im Wettbewerb mit anderen Anbietern kaum Schritt halten kann. In diesem Zusammenhang werde seitens Telefonica laut dem Bericht auch eine Übernahme von 1&1 erwogen. Bei Telefonica sei man den Angaben zufolge der Auffassung, dass es wenig Sinn ergibt, ohne 1&1 gegen die Hauptkonkurrenten Vodafone und Deutsche Telekom anzutreten, schreibt das Blatt. Insgesamt bleibt United Internet eine spannende Story, zumal die Aktie auch aufgrund der aktuellen Bewertung der beiden Konzerntöchter IONOS und 1&1 fundamental attraktiv ist. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung von IONOS bei 4,74 Mrd. Euro, womit der 63,8%ige Anteil von United Internet aktuell mit knapp 3,0 Mrd. Euro bewertet ist. Da United Internet mittlerweile 86,46 % der Anteile an 1&1 (Marktkapitalisierung aktuell 3,91 Mrd. Euro) hält, weist diese Beteiligung aktuell einen Wert von 3,36 Mrd. Euro auf. Demgegenüber bringt United Internet aktuell knapp 5 Mrd. Euro auf die Börsenwaage, womit der Wert der Beteiligungen an IONOS und 1&1 mit kumuliert rund 6,3 Mrd. Euro über der aktuellen Marktkapitalisierung von United Internet liegt.

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf United Internet AG

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert United Internet AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DY9JNR, das am 28.12.2026 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie United Internet AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 28,00 Euro begrenzt.

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts United Internet AG an der maßgeblichen Börse am 18.12.2026 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 28,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 28.12.2026 haben und davon ausgehen, dass der Basiswert United Internet AG am 18.12.2026 auf oder über 28,00 Euro liegen wird.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 21.10.2025, DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Marcus Landau
Marcus Landau, Derivate-Experte der DZ BANK, ist seit 2003 in der Zertifikate- und Derivatebranche tätig und erstellt regelmäßig Analysen rund um die Aktien- und Rohstoffmärkte, die er mit spannenden Zertifikate-Ideen verknüpft.





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