Noch fliegt diese Aktie bei vielen Anlegern unter dem Radar. Doch neue Entwicklungen könnten für frische Fantasie sorgen. Was steckt dahinter – und wie groß ist das Potenzial wirklich?
– Anzeige – Interessenkonflikte und Disclaimer am Ende beachten – Advertorial/Werbung: – Im Auftrag von TempraMed Technologies (WKN: A41JQU / ISIN: CA88024B1022) –
Liebe Leserinnen und Leser,
erinnern Sie sich? Ende Juni hatten wir Ihnen ein kleines Medizintechnik-Unternehmen vorgestellt, das mit einem Kühlbehälter aus Raumfahrt-Material einen Markt erschließt, den kaum jemand auf dem Schirm hat: den sicheren Transport von Insulin und Abnehmspritzen durch die Patienten selbst. Unsere Kernbotschaft damals: 2026 soll das Durchbruchsjahr werden – das Jahr, in dem aus dem Start-up ein Unternehmen mit echten Umsätzen wird.
Und die Börse? Die Aktie schloss am 14. Oktober 2026 bei 0,48 CAD. Das entspricht einem Börsenwert von rund 38 Mio. CAD – rund 26 Mio. USD. Als wir das Unternehmen im Juni vorstellten, lag der Börsenwert bei rund 45 Mio. USD. Sprich: Trotz der jüngsten Kurserholung wird TempraMed an der Börse immer noch niedriger bewertet als vor drei Monaten – und hat in genau diesem Zeitraum die besten Umsatzmonate seiner Geschichte gemeldet. Genau solche Konstellationen sind es, nach denen erfahrene Small-Cap-Anleger suchen. Ob daraus die Kursrakete im Herbst 2026 werden könnte, kann niemand versprechen. Aber die Zahlen, die es dafür bräuchte, liegen jetzt erstmals auf dem Tisch. Und die rechnen wir Ihnen in den nächsten Minuten vor.
– Anzeige – Interessenkonflikte und Disclaimer am Ende beachten – Advertorial/Werbung im Namen von TempraMed Technologies (WKN: A41JQU / ISIN: CA88024B1022).
Das Wichtigste vorab:
- Kuwait ist unter Dach und Fach: Aus der Absichtserklärung vom Juli ist ein definitiver Exklusivvertrag geworden – 36 Monate Laufzeit, Mindestabnahmen von rund 500.000 USD über die Erstlaufzeit. Abgedeckt ist erstmals die komplette Produktpalette inklusive VIVI Cap Smart.
- Patent für das fünfte Produkt: Das mexikanische Patentamt hat das Patent für VIVI Box erteilt – den ersten Behälter für mehrere Medikamente gleichzeitig, Marktstart geplant für Ende 2026. Der Schutz läuft bis 24. Oktober 2039.
- Aus Hardware wird Software: VIVI Cap Smart lässt sich künftig an Apple Health und Google Fit anbinden – Injektionszeitpunkt, Temperaturbelastung und Erinnerungen landen damit in den Gesundheits-Apps, die praktisch jedes Smartphone mitbringt. Das Produkt ist um ein Abo-Modell herum gebaut.
- Die Expansion läuft in Serie: Absichtserklärung für den exklusiven Vertrieb auf Zypern (29.09.), Ausweitung des Lateinamerika-Vertrags von Panama auf Argentinien, Venezuela, Kolumbien und Costa Rica samt zweiter Bestellung (25.09.) – dazu VIVI Med neu im Vertrag.
- Der Versicherer macht auf: TempraMed hat eine Vertriebsvereinbarung mit CenterWell Pharmacy geschlossen – der Apothekenmarke des US-Krankenversicherers Humana. Umfasst sind VIVI Cap und VIVI Epi. Mindestabnahmen enthält die Vereinbarung nicht.
- Rekordmonat: Rund 522.000 USD Umsatz im Juli 2026 – der beste Monat der Firmengeschichte. Der August folgte mit rund 403.000 USD als zweitbester Monat.
- Vorjahr schon übertroffen: Rund 2,07 Mio. USD Umsatz von Januar bis August 2026 – mehr als die rund 1,8 Mio. USD des gesamten Jahres 2025. Das Management erwartet ein deutlich stärkeres drittes Quartal als im Vorjahr.
- Bewertung: Rund 38 Mio. CAD Börsenwert – auf Basis der Juli/August-Run-Rate etwa das 5-Fache des Jahresumsatzes (eigene Rechnung, siehe unten). Im Juni war es das 25-Fache.
- Die Pipeline ist gefüllt: Fünfjahresvertrag Saudi-Arabien mit fester Erstbestellung über 10.000 Stück, Vertrag und ausgelieferte Großbestellung in Panama, McKesson-Netz, US-Listing am OTCQB seit Juli.
- Der Megatrend beschleunigt: Laut Gallup nehmen inzwischen 11 % aller US-Erwachsenen GLP-1-Abnehmspritzen – 2024 waren es 3 %. Jede dieser Spritzen muss gekühlt werden.
Brandaktuell: Exklusivvertrag für Kuwait – und erstmals ist VIVI Cap Smart mit dabei
Beginnen wir mit der Meldung von heute früh. TempraMed hat einen definitiven exklusiven Vertriebsvertrag für den Staat Kuwait unterzeichnet – Partner ist die OGM For Import Medicine and Medical Supplies, ein kuwaitisches Importhaus für Arzneimittel und medizinischen Bedarf. Unterschrieben wurde am 12. Oktober 2026. Die Erstlaufzeit beträgt 36 Monate, und der Vertrag enthält jährliche Mindestabnahmen, die sich über diese drei Jahre auf rund 500.000 USD summieren.
Wer diese Serie seit dem Sommer verfolgt, kennt das Muster – und genau darin liegt der Wert dieser Meldung. Im Juli gab es für Kuwait eine Absichtserklärung. Jetzt steht der Vertrag. Dasselbe hatten wir in Saudi-Arabien gesehen (LOI im Frühjahr, definitiver Fünfjahresvertrag im August) und in Panama (LOI im März, Exklusivvertrag im August, zwei Bestellungen seither). An genau dieser Quote misst man ein Small-Cap-Unternehmen: Wie viele der angekündigten Absichten werden am Ende unterschrieben? Bei TempraMed ist es inzwischen die dritte.
Ein Detail hebt diesen Vertrag von allen vorherigen ab: Er deckt zum ersten Mal die komplette Produktpalette ab – VIVI Cap, VIVI Epi, VIVI Med und VIVI Cap Smart. Damit hat das vernetzte Gerät, über dessen Anbindung an Apple Health und Google Fit wir vor gut einer Woche berichtet haben, erstmals einen eigenen internationalen Vertriebsweg. Aus der Technologie-Ankündigung wird damit ein Produkt mit Vertriebskanal – auch wenn es noch keine Umsätze dort gibt.
Und der Markt passt wie kaum ein zweiter. Kuwait hat nach Zahlen der International Diabetes Federation eine der höchsten Diabetes-Raten der Welt: rund 908.500 erwachsene Diabetiker, eine Prävalenz von etwa 25,6 % im Jahr 2024. Jeder vierte Erwachsene also. Dazu kommen eine hohe Adipositas-Rate – der Treiber für GLP-1-Therapien – und ein Klima, das die kuwaitische Regierung selbst mit langen, heißen Sommern und extremen Höchsttemperaturen beschreibt. Ein Insulin-Pen, der dort im Auto liegt oder vom Weg zur Apotheke nach Hause braucht, ist genau das Problem, für das VIVI gebaut wurde.
Zur fairen Einordnung gehört die Größenordnung: Rund 500.000 USD über drei Jahre sind etwa 167.000 USD pro Jahr – gemessen an einer Umsatz-Run-Rate von rund 5,5 Mio. USD ist das kein Umsatzsprung. Es ist zudem eine potenzielle Mindestabnahme, die unter dem Vorbehalt der Zulassungen steht; OGM muss die behördlichen Genehmigungen in Kuwait erst beschaffen. Diese Meldung verändert die Umsatzzahlen also nicht. Sie verändert die Landkarte – und sie zeigt, dass die Absichtserklärungen dieses Sommers nacheinander in Verträge überführt werden.
Vergangene Woche: Patent in Mexiko erteilt – und es verrät, was VIVI Box wirklich kann
Eine Woche zuvor hatte das mexikanische Patentamt die Anmeldung Nr. MX/a/2021/004595 erteilt – und damit VIVI Box geschützt, das fünfte Produkt des Unternehmens und das erste, das mehrere Medikamente gleichzeitig aufnimmt. Der Schutz läuft bis zum 24. Oktober 2039.
Patentmeldungen liest man gern schnell weg. Bei dieser lohnt das Hinsehen, weil die Patentschrift zum ersten Mal beschreibt, was dieses Gerät leisten soll: durchgehender Temperaturschutz bei Stromausfall oder schwankender Kühlschranktemperatur – für mehrere Pens und Ampullen auf einmal; Tragbarkeit für einen ganzen Tag; und eine intelligente Inhaltsverfolgung mit Cloud-Anbindung. Damit ergibt sich die Linie von selbst: erst die Anbindung des einzelnen Pens an Apple Health und Google Fit, nun ein Patent, das die Cloud-Anbindung für den ganzen Medikamentenschrank einschließt. TempraMed baut hier nicht zwei Produkte, sondern eine Plattform.
Die Nüchternheit dazu: Ein Patent ist Schutz, kein Umsatz. VIVI Box ist noch nicht auf dem Markt, der Start ist für Ende 2026 geplant und kann sich verschieben, und Mexiko ist eine Jurisdiktion – vergleichbare Patente wurden nach Unternehmensangaben zuvor in Südkorea und China erteilt. Bemerkenswert ist ein Nebensatz der Meldung: Das Patent stütze auch den strategischen Austausch mit Geräteherstellern im Premium-Kühlgerätesegment. Ob daraus Gespräche werden und aus Gesprächen Verträge, sagt die Meldung nicht.
Davor: VIVI Cap Smart spricht jetzt mit Apple Health und Google Fit
Am 5. Oktober hatte TempraMed angekündigt, dass VIVI Cap Smart an Apple Health und Google Fit angebunden werden kann. Was das bedeutet, erschließt sich über die Lücke, die es schließt. Ihr Smartphone weiß heute viel über Sie: Schritte, Puls, Schlaf, oft den Blutzucker. Was es nicht weiß, ist ausgerechnet das Wichtigste bei einer Spritzentherapie: ob Sie heute gespritzt haben – und ob das Medikament vorher zu warm geworden ist. Genau diese beiden Signale erfasst VIVI Cap Smart ohnehin, weil es den Pen kühlt und die Entnahme registriert. Neu ist, dass es sie weitergeben kann – an Angehörige, Ärzte oder Plattformen für die Fernüberwachung von Patienten.
Wirtschaftlich am wichtigsten dürfte ein Detail sein: VIVI Cap Smart ist herstellerunabhängig. Die Smart Pens der Pharmakonzerne funktionieren jeweils nur mit dem eigenen Medikament. VIVI Cap Smart sitzt außen auf dem Pen und ist für verschiedene Marken und Therapieformen gedacht. Wer eine Datenschicht für Spritzentherapien bauen will, braucht genau das.
Und damit zum Punkt, der für die Bewertung den größten Unterschied macht. Bisher verkauft TempraMed Hardware: ein Kühlbehälter, einmal gekauft, hält laut Hersteller zehn Jahre – ein einmaliger Umsatz. VIVI Cap Smart ist nach Unternehmensangaben um ein Abo-Modell herum gebaut: vernetztes Gerät plus laufende digitale Leistung. Ein Software-Umsatz, der jeden Monat wiederkehrt, wird an der Börse traditionell völlig anders bewertet als ein einmaliger Hardware-Verkauf.
Die nötige Nüchternheit: Das ist eine technische Anbindung an zwei offene Gesundheitsplattformen – keine Partnerschaft mit Apple oder Google, keine Beteiligung und keine Empfehlung durch die beiden Konzerne. Jeder Entwickler kann solche Schnittstellen nutzen. Umsatz entsteht dadurch zunächst keiner: VIVI Cap Smart trägt bislang kaum zu den Erlösen bei, und Abonnentenzahlen nennt das Unternehmen nicht. Was sich ändert, ist die Erzählung – und seit heute hat das Gerät mit Kuwait auch einen ersten Vertriebsweg.
VIVI Cap Smart (links) kombiniert den passiven Kühlschutz mit einer App-Anbindung – die übrigen VIVI-Produkte bleiben rein passiv (Quelle: TempraMed)
Zypern: exklusiv, aber nur gegen 20 % Wachstum pro Jahr
Am 29. September kam die Absichtserklärung mit der Cyprus Pharmaceutical Organization („CPO Cyprus“) dazu – exklusiver Vertrieb von VIVI Cap und VIVI Epi auf ganz Zypern, mit derselben Klausel wie in Griechenland: Die Exklusivität ist an Mindestabnahmen gebunden und daran, dass der Partner seine Jahresabnahme um mindestens 20 % steigert. CPO Cyprus wurde 1928 in Nikosia gegründet und zählt zu den 20 größten Handelsunternehmen des Landes. Fair bleiben: Die Absichtserklärung ist nicht bindend, Preise und Mindestabnahme für das erste Jahr sind offen, und das 90-Tage-Fenster für den definitiven Vertrag läuft Ende Oktober aus.
Lateinamerika: Aus einem Land werden sieben
Am 25. September hat TempraMed seinen im August geschlossenen exklusiven Vertriebsvertrag mit TEM Consulting International S.A. erweitert – räumlich um Argentinien, Venezuela, Kolumbien und Costa Rica, inhaltlich um VIVI Med. Für die neuen Länder sieht der Rahmen Mindestabnahmen und an die Exklusivität geknüpfte jährliche Verpflichtungen vor; konkrete Stückzahlen nennt die Meldung nicht. Der für Anleger wichtigste Satz: TEM hat im selben Atemzug eine zusätzliche Bestellung aufgegeben – bereits die zweite dieses Partners innerhalb weniger Wochen.
Rechnet man Panama, die vier neuen Länder und die früheren Initiativen in Brasilien und Mexiko zusammen, käme TempraMed auf Vertriebsbeziehungen in sieben Ländern Süd- und Mittelamerikas – nach Weltbank-Daten zusammen mehr als 70 % der Bevölkerung Lateinamerikas und der Karibik. Wichtig: Das ist eine Reichweiten-, keine Umsatzangabe; verkauft werden kann erst nach den jeweiligen Produktregistrierungen, deren Kosten der Partner trägt.
Die sieben Länder, in denen TempraMed über bestehende und geplante Vertriebsbeziehungen präsent sein will (Quelle: Weltbank-Bevölkerungsdaten 2025 und Angaben des Unternehmens; eigene Grafikerstellung)
Der Partner ist dabei kein Zufallsfund: TEM ist seit 2014 panamaischer Spezialist für den Import und Vertrieb medizinischer Verbrauchsmaterialien, beliefert die staatliche Sozialversicherung Caja de Seguro Social und das Gesundheitsministerium und führt Marken wie Dynarex, Medline, MedPride und Prim. Und Panama-Stadt ist die Logistikdrehscheibe Lateinamerikas – wer von dort liefert, erreicht die Nachbarmärkte ohne neuen Vertriebsapparat. Dass das Produkt in die Region passt, liegt auf der Hand: Hitze ist dort kein Ausnahmezustand, sondern Alltag.
Und die USA: Die Vereinbarung mit CenterWell – der Apotheke von Humana
Die vielleicht folgenreichste der jüngsten Meldungen betrifft nicht einen Händler, sondern denjenigen, der im US-Gesundheitssystem die Rechnung bezahlt: den Krankenversicherer. Am 23. September hat TempraMed eine Vertriebsvereinbarung mit der CenterWell Pharmacy, Inc. bekannt gegeben – der Apothekenmarke von Humana Inc., einem der größten US-Krankenversicherer mit nach eigenen Investorenangaben rund 15 Mio. Versicherten. Der Unterschied zu allem Bisherigen liegt im Kanal: Statt jeden Kunden einzeln über Amazon oder Walmart zu gewinnen, steht das Produkt dort, wo die Versicherten ohnehin ihre Medikamente bestellen – und in der Medicare-Zielgruppe über 65 hat laut CDC fast jeder Dritte Diabetes.
Zur fairen Einordnung – das Unternehmen benennt es selbst: Die Vereinbarung enthält keine Mindestabnahmen, und es gibt ausdrücklich keine Zusicherung, dass überhaupt Bestellungen erfolgen. Was bleibt, ist der Zugang: Ein Konzern dieser Größenordnung nimmt die Produkte eines Unternehmens mit rund 38 Mio. CAD Börsenwert in seine Apotheke auf.
Die Zertifizierung des unabhängigen Validation Institute: Kostenträger, die VIVI Cap übernehmen, könnten laut Modell rund 2.225 USD pro Patient und Jahr sparen (Quelle: TempraMed)
Und die Zahlen ziehen schon an: 522.000 USD im Juli – der beste Monat der Firmengeschichte
Denn die dritte Meldung zeigt, dass der Umbau längst wirkt. Am 18. September 2026 hat TempraMed nachbörslich ein Umsatz-Update veröffentlicht – und zwar bewusst außerhalb des üblichen Berichtsrhythmus. CEO Ron Nagar begründet das so: Weil die nächsten regulären Zahlen erst im November anstehen, wolle man dem Markt schon jetzt Einblick in die aktuelle Umsatzentwicklung geben. Wenn ein Management freiwillig vorab Zahlen liefert, hat es in aller Regel einen Grund. Hier lautet er:
- Juli 2026: rund 522.000 USD – der höchste Monatsumsatz, den TempraMed je erzielt hat.
- August 2026: rund 403.000 USD – der zweithöchste Monatsumsatz der Firmengeschichte.
- Januar bis August 2026: rund 2,07 Mio. USD – mehr als der gesamte Jahresumsatz 2025 von rund 1,8 Mio. USD.
Was diese Zahlen so bemerkenswert macht, zeigt ein einfacher Vergleich: 2025 setzte TempraMed im Durchschnitt rund 150.000 USD pro Monat um. In den ersten sechs Monaten 2026 waren es nach unserer Rechnung rund 190.000 USD pro Monat. Und dann kamen Juli und August – mit 522.000 und 403.000 USD. Der Juli allein entspricht damit dem 3,5-Fachen eines durchschnittlichen Monats des Vorjahres. Das ist kein Ausreißer nach oben, dem ein Ausreißer nach unten folgte. Das sind zwei Rekordmonate direkt hintereinander.
Die beiden besten Monate der Firmengeschichte kamen direkt hintereinander (Quelle: TempraMed; Durchschnittswerte eigene Berechnung aus den Unternehmensangaben)
Acht Monate, 2,07 Mio. USD: Das gesamte Vorjahr ist schon übertroffen
Der zweite Blick gilt dem Jahr als Ganzem. Nach acht Monaten steht TempraMed bei rund 2,07 Mio. USD Umsatz – und hat damit die rund 1,8 Mio. USD des kompletten Jahres 2025 bereits hinter sich gelassen. Es sind noch vier Monate übrig. Und das Management erwartet, dass das dritte Quartal „deutlich stärker“ ausfällt als das dritte Quartal 2025. Ron Nagar spricht davon, dass TempraMed „in eine neue Phase kommerzieller Größenordnung“ eintrete.
Wichtig zur Einordnung: Die Zahlen sind vorläufig und ungeprüft, die geprüften Quartalszahlen folgen im November. Und zwei starke Monate sind noch kein Jahr. Doch die Richtung ist eindeutig – und sie passt exakt zu dem, was das Management im Juni angekündigt hatte: die Umstellung vom reinen Online-Verkauf an Endkunden hin zu Krankenhäusern, Apotheken, Distributoren und Gesundheitssystemen. Nagar führt die Rekordmonate ausdrücklich auf „die ersten Auswirkungen“ genau dieser Strategie zurück. Die Vereinbarung mit CenterWell ist der jüngste Baustein genau dieser Umstellung.
Nach acht Monaten liegt der Umsatz 2026 bereits über dem gesamten Vorjahr (Quelle: TempraMed, vorläufige und ungeprüfte Zahlen, eigene Grafikerstellung)
Warum das für ein Start-up der entscheidende Moment ist
Machen wir uns klar, worüber wir hier reden. TempraMed ist ein Start-up. Der Börsengang liegt gerade elf Monate zurück (Erstnotiz: 15. Oktober 2025). Gründer und CEO Ron Nagar hat das Unternehmen über Jahre aus eigener Tasche finanziert; das Management hält bis heute rund 65 % der Aktien. Vier Jahre lang wurden die VIVI-Kühlbehälter in kleinem Maßstab produziert und fast ausschließlich online verkauft – über Amazon, Walmart, Walgreens und die eigene Website. Rund 150.000 Geräte gingen so über den Tisch. Das war die Phase, in der ein Start-up beweist, dass sein Produkt funktioniert und gekauft wird.
2025 folgte der Schritt, der den Umsatz zunächst bremste: Die Produktion wurde nach Florida ausgeweitet – in die Nähe eines zentralen Zulieferers – auf eine Kapazität von rund 1 Mio. Behältern pro Jahr. Laut Management entspricht das einem Umsatzpotenzial von rund 70 Mio. USD. Dieser Aufbau brauchte Zeit, und deshalb waren die Umsätze 2025 rückläufig: Man konnte schlicht nicht genug produzieren. Wer die Zahlen von 2025 als Maßstab nimmt, misst also ein Unternehmen im Aufbau.
Genau deshalb sind die Umsatzzahlen aus Juli und August 2026 so wichtig. Sie sind die ersten Monate, in denen die neue Produktion, die neuen Vertriebskanäle und die im Frühjahr geschlossenen Partnerschaften gleichzeitig wirken. Und das Ergebnis ist eine Verdreifachung des Monatsumsatzes gegenüber dem Vorjahresschnitt. Für ein Start-up ist das der Moment, an dem sich entscheidet, ob es eines bleibt – oder ob es zum Wachstumsunternehmen wird. TempraMed hat mit diesen Zahlen die erste Antwort gegeben.
Die Partnerliste von TempraMed aus der Unternehmenspräsentation (Quelle: TempraMed)
Rechnen wir nach: Umsatz-Run-Rate gegen 38 Mio. CAD Börsenwert
Jetzt zur Frage, die Anleger am meisten interessiert: Was ist das Unternehmen im Verhältnis zu diesen Umsätzen an der Börse wert? Die Rechnung ist einfach – und wir legen sie offen, damit Sie sie selbst nachvollziehen können. Es ist unsere Rechnung, keine Prognose des Unternehmens.
- Börsenwert: rund 79,15 Mio. Aktien × 0,48 CAD = rund 38 Mio. CAD, umgerechnet rund 26 Mio. USD.
- Run-Rate Juli/August: 522.000 + 403.000 USD = rund 925.000 USD in zwei Monaten. Auf zwölf Monate hochgerechnet: rund 5,5 Mio. USD.
- Verhältnis Börsenwert zu Umsatz-Run-Rate: 26 Mio. USD ÷ 5,5 Mio. USD = rund das 5-Fache.
- Zum Vergleich im Juni: 45 Mio. USD Börsenwert ÷ 1,8 Mio. USD Umsatz 2025 = das 25-Fache.
Mit anderen Worten: Die Umsatz-Run-Rate hat sich seit Juni verdreifacht – der Börsenwert liegt trotz der jüngsten Kurserholung noch unter dem Niveau von damals. Beides zusammen hat das Bewertungsverhältnis um rund den Faktor fünf gedrückt. Sollte TempraMed das Tempo von Juli und August auch nur halten, würde das Unternehmen an der Börse derzeit mit dem etwa 5-Fachen seines Jahresumsatzes bewertet – bei Bruttomargen, die das Management mit rund 60 % angibt. Und dabei bildet diese Run-Rate nur die beiden Monate Juli und August ab: Die Vertriebsmeldungen der vergangenen Wochen – CenterWell, die Ausweitung in Lateinamerika, die zweite Bestellung – sind darin noch gar nicht enthalten. Ob und wann der Markt das einpreist, weiß niemand. Aber die Grundlage dafür ist jetzt mit Zahlen belegbar – nicht mehr nur mit Erwartungen.
Was jetzt kommen muss: Großaufträge – und warum die nächsten Wochen spannend und herausfordernd werden dürften
Denn eines ist klar: Eine Produktion, die auf rund 1 Mio. Behälter im Jahr und damit auf ein Umsatzpotenzial von rund 70 Mio. USD ausgelegt ist, lässt sich mit Einzelverkäufen über Amazon nicht füllen. Selbst der Rekordmonat Juli mit 522.000 USD wäre dafür nur ein Anfang. Als Nächstes müssen Großaufträge folgen – Bestellungen von Distributoren, Apothekenketten, Versicherern und Gesundheitssystemen, die nicht einzelne Behälter, sondern Tausende auf einmal ordern. Genau dafür hat TempraMed im ersten Halbjahr die Grundlagen gelegt. Und genau diese Partnerschaften müssten jetzt, im zweiten Halbjahr, erheblich zum Umsatz beitragen:
- CenterWell/Humana: Der jüngste Kanal – die Versandapotheke eines Versicherers mit rund 15 Mio. Versicherten. Mindestabnahmen sind nicht vereinbart; hier entscheidet sich in den kommenden Monaten, ob und wie stark die Nachfrage tatsächlich anspringt.
- Saudi-Arabien: Der im August unterzeichnete Fünfjahresvertrag sieht eine feste Erstbestellung über 10.000 Stück vor, die mit Vertragsunterzeichnung fällig wurde – und mindestens 3,8 Mio. USD über die Laufzeit. Die Auslieferung hängt noch an der saudischen Zulassung. Dieser Umsatz steht also noch bevor.
- Lateinamerika: Nach der Ausweitung deckt der TEM-Vertrag Panama, Argentinien, Venezuela, Kolumbien und Costa Rica ab; zusammen mit Brasilien und Mexiko wären es sieben Länder. Die erste Panama-Bestellung ist ausgeliefert, die zweite soll noch im September folgen. In den neuen Ländern hängt der Verkaufsstart an den jeweiligen Zulassungen.
- McKesson: Das im Juni angekündigte B2B-Netz des 309-Milliarden-Konzerns ist ein Kanal, der erst anläuft. Bestellungen von Arztpraxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen kommen dort nicht über Nacht – aber sie kommen in Serie, wenn sie kommen.
- Kuwait, Griechenland und Zypern: Für Kuwait liegt seit heute der definitive Vertrag vor – rund 500.000 USD Mindestabnahme über drei Jahre, abhängig von den Zulassungen vor Ort. Für Griechenland und Zypern stehen die definitiven Verträge noch aus; die 90-Tage-Fenster laufen bei Zypern Ende Oktober und bei Griechenland im vierten Quartal aus.
- Stealth Health: Seit August werden die VIVI-Produkte über eine Telemedizin-Plattform in allen 50 US-Bundesstaaten empfohlen und vertrieben – direkt an GLP-1-, Hormon- und Peptid-Patienten.
Das ist die Logik, die sich aus diesen Zahlen ergibt: Wenn ein Unternehmen eine Produktion für ein Vielfaches seines heutigen Umsatzes bereitstehen hat, dann muss jetzt die Phase folgen, in der aus Absichtserklärungen Verträge, aus Verträgen Bestellungen und aus Bestellungen Umsätze werden – und zwar in schneller Folge.
Für Aktionäre bedeutet das: Die kommenden Wochen dürften spannend werden. Herausfordernd für das Management, keine Frage. Aber vermutlich auch reich an Meldungen über Abschlüsse und Kooperationen, denn ohne genau diesen Newsflow bleibt die Kapazität ungenutzt. Der Juli hat gezeigt, was passiert, wenn der erste dieser Kanäle anspringt. Welche Umsätze aus den US-Kanälen – Versicherer, Apothekenketten, Distributoren – im dritten und vierten Quartal noch dazukommen, ist die Frage, die diese Aktie in den nächsten Wochen bewegen dürfte. Wir würden die Meldungen des Unternehmens sehr genau lesen.
Zur fairen Einordnung: Garantiert ist davon nichts – Bestellungen können sich verzögern, Zulassungen dauern, und eine Kapazitätsangabe ist noch kein Auftrag. Doch hält TempraMed das Tempo von Juli und August, wäre ein Jahresumsatz möglich, der das Vorjahr um ein Vielfaches übertrifft. Und in der heutigen Bewertung ist von alledem erst ein Bruchteil enthalten.
Saudi-Arabien: Fünfjahresvertrag, feste Erstbestellung über 10.000 Stück, Eigenmarke bei Nahdi
Dasselbe Muster, ein halbes Jahr früher: Im Juni berichteten wir über eine Absichtserklärung für Saudi-Arabien über rund 3,1 Mio. USD. Am 25. August meldete TempraMed den definitiven Fünfjahresvertrag – und er fiel größer aus: mindestens 3,8 Mio. USD Mindestabnahmen mit jährlich steigenden Verpflichtungen, eine feste Erstbestellung über 10.000 Stück, 60 % davon nach der saudischen Zulassung fällig, der Rest über ein Akkreditiv abgesichert.
Der Clou steckt in der Struktur: VIVI Cap soll dort nicht als Fremdmarke um Regalplatz kämpfen, sondern als Eigenmarke von Nahdi verkauft werden – der größten Apothekenkette des Landes mit über 1.100 Filialen, die nach eigenen Angaben 97 % der Bevölkerung erreicht. Wer schon einmal eine Eigenmarke bei dm gekauft hat, weiß, was das bedeutet: Die Kette hat ein eigenes Interesse am Abverkauf. Dazu der Markt – rund 5,3 Mio. erwachsene Diabetiker und Sommertemperaturen jenseits der 45 Grad. Fairerweise: Der Verkaufsstart hängt noch an der Zulassung durch die Behörde SFDA.
Griechenland mit 20-Prozent-Wachstumsklausel und 4 Mio. Versicherte in Israel
Auch in Europa – bisher nur über die Benelux-Länder abgedeckt – tut sich etwas. Am 1. September meldete TempraMed eine Absichtserklärung mit CPO Greece für den exklusiven Vertrieb von VIVI Cap und VIVI Epi in Griechenland. Sie ist noch nicht bindend, enthält aber eine Klausel, die wir bemerkenswert finden: Um die Exklusivität zu behalten, muss der Partner seine Abnahme Jahr für Jahr um mindestens 20 % steigern. Das Management verhandelt also nicht auf „Markteintritt“, sondern auf Wachstum. Die Absichtserklärung für Kuwait aus dem Juli ist inzwischen in den heute gemeldeten definitiven Vertrag übergegangen. Und genau dieselbe 20-Prozent-Klausel findet sich nun in der Zypern-Absichtserklärung wieder – dort allerdings ohne festgelegte Preise und ohne bezifferte Mindestabnahme für das erste Jahr.
Und ein Punkt, der für die Glaubwürdigkeit der Story entscheidend ist: Bestehende Partner verlängern. Maccabi Healthcare Services, Israels zweitgrößte Krankenkasse mit über 2,6 Mio. Mitgliedern, hat im August ihre Option gezogen und den Vertrag um ein weiteres Jahr zu unveränderten Konditionen verlängert. Im Juli kam Meuhedet hinzu, Israels drittgrößte Kasse mit über 1 Mio. Versicherten. Zusammen erreicht TempraMed damit rund 4 Mio. Versicherte in Israel – dem Land, in dem die VIVI-Technologie entwickelt wurde. Seit dem vierten Quartal 2025 hat TempraMed Vereinbarungen in Panama, Mexiko, Südkorea, der Türkei, Saudi-Arabien, Israel, Kuwait, Brasilien, Benelux und Griechenland geschlossen oder erneuert – mit der Ausweitung des TEM-Vertrags kamen Argentinien, Venezuela, Kolumbien und Costa Rica hinzu, und mit der jüngsten Absichtserklärung nun Zypern. Im Juni hatten wir geschrieben, das Unternehmen wolle von fünf auf zehn internationale Märkte verdoppeln. Diese Zahl ist erreicht.
Das versprochene US-Listing ist da: OTCQB und DTC seit dem 30. Juli
Im Juni hatten wir geschrieben, TempraMed wolle noch 2026 ein Listing am US-Freiverkehr realisieren. Auch das ist abgehakt: Seit dem 30. Juli handelt die Aktie am OTCQB Venture Market unter dem Kürzel TMPTF – und ist zugleich DTC-fähig, was die elektronische Abwicklung für US-Broker ermöglicht. Für ein Unternehmen, das den Großteil seiner Umsätze in den USA erzielt, ist das der logische Schritt: Die Aktionärsbasis soll dorthin, wo der Wert entsteht. Und für europäische Anleger bedeutet es: Wer heute an der CSE oder in Frankfurt kauft, positioniert sich, bevor die breite US-Anlegerschaft den Wert überhaupt handeln kann – und bevor die ersten Rekordumsätze dort die Runde machen.
Dazu passt die im August geschlossene Partnerschaft mit Stealth Health, einer Telemedizin-Plattform für Longevity und Präzisionsmedizin, die seit Januar in allen 50 US-Bundesstaaten aktiv ist. Deren Patienten bekommen genau die Medikamente verschrieben, für die VIVI gebaut wurde: GLP-1-Abnehmspritzen, Hormone, Peptide – allesamt temperaturempfindlich. CEO Nagar: „Ihre Patienten haben ein Problem, und wir haben eine Lösung – von der sie oft gar nicht wissen, dass es sie gibt.“
11 % der US-Erwachsenen spritzen GLP-1 – 2024 waren es noch 3 %
Womit wir beim Megatrend wären, der diese Umsätze überhaupt erst möglich macht. Sie kennen die Namen: Ozempic, Wegovy, Mounjaro, Zepbound. Was Sie vielleicht nicht kennen, ist das Tempo. Das Meinungsforschungsinstitut Gallup hat im Juli 2026 die aktuellen Zahlen veröffentlicht: 11 % aller US-Erwachsenen nehmen derzeit ein GLP-1-Medikament zum Abnehmen. 2024 waren es 3 %. Insgesamt haben bereits 15 % der Amerikaner ein solches Präparat ausprobiert. Das ist keine Wachstumskurve mehr, das ist eine Wand.
Was das in Geld bedeutet, zeigt Eli Lilly: Allein im ersten Halbjahr 2026 setzte der Konzern mit Mounjaro und Zepbound 27,7 Mrd. USD um. Novo Nordisk legte mit Ozempic und Wegovy ähnliche Zahlen vor. Doch hier kommt der Punkt, der für TempraMed Technologies (WKN: A41JQU, ISIN: CA88024B1022) entscheidend ist: Jede einzelne dieser Spritzen ist temperaturempfindlich. Die Hersteller schreiben Kühlung vor; einmal angebrochen, darf ein Pen nur begrenzt bei Raumtemperatur bleiben und nie in die Hitze. Ein Autositz im Sommer, eine Handtasche am Strand, ein vergessener Pen im Rucksack – und die teure Spritze ist im Zweifel unwirksam. Jeder dieser Millionen neuen Patienten steht vor genau dem Problem, das VIVI löst. In den USA leben zudem über 38 Mio. Menschen mit Diabetes, weltweit nutzen nach Unternehmensangaben mehr als 160 Mio. Menschen regelmäßig temperaturempfindliche Medikamente. TempraMed beziffert den adressierbaren Markt auf rund 30 Mrd. USD.
Der Anteil der US-Erwachsenen, die GLP-1 zum Abnehmen nehmen, hat sich seit 2024 fast vervierfacht (Quelle: Gallup, Juli 2026)
Für Neueinsteiger: Was TempraMed eigentlich macht – in 60 Sekunden
Falls Sie unseren Juni-Artikel verpasst haben, hier das Wesentliche. TempraMed Technologies (WKN: A41JQU, ISIN: CA88024B1022) entwickelt und produziert VIVI, eine Familie von Kühlbehältern für Medikamente, die ohne Batterie, ohne Kühlakku und ohne Steckdose auskommen. Das Geheimnis ist ein Material aus der Raumfahrt, das Wärme aufnimmt, wenn es warm wird, und sie wieder abgibt, wenn es kühler wird – ein sich selbst regenerierender thermischer Puffer. Ein VIVI Cap passt in die Hosentasche, ist bei der US-Flugsicherheitsbehörde TSA zugelassen, bei der FDA registriert und hält laut Hersteller mindestens zehn Jahre.
Die Kühltechnologie der VIVI-Behälter (Quelle: TempraMed)
Vier Produkte sind auf dem Markt: VIVI Cap (Insulin-Pens, der Umsatzträger), VIVI Epi (Adrenalin-Autoinjektoren für Allergiker), VIVI Med (GLP-1-Spritzen, Ampullen, Biologika, seit der Ausweitung des TEM-Vertrags auch Teil des Lateinamerika-Sortiments) und VIVI Cap Smart (mit App zur Therapiebegleitung, seit dem 5. Oktober mit Anbindung an Apple Health und Google Fit). Rund 30 % der Kunden kaufen laut Unternehmen ein zweites Gerät nach. Zehn erteilte Patente schützen die Technologie, weitere werden laufend angemeldet („rolling patents“). Nach Unternehmensangaben gibt es derzeit keinen direkten Wettbewerber mit vergleichbarer passiver Kühltechnologie für Endkunden. Das unabhängige Validation Institute hat im Januar 2026 zudem das Spar-Modell von VIVI Cap für Krankenversicherer geprüft und zertifiziert – die Grundlage dafür, dass Versicherer das Produkt in ihre Programme aufnehmen.
Die vier VIVI-Produkte von TempraMed (Quelle: TempraMed)
VIVI Cap im Vergleich zu herkömmlichen Kühlpacks (Quelle: TempraMed)
Management hält 65 %, Bruttomarge rund 60 %, Kapazität für 70 Mio. USD – die Zahlen im Überblick
Hinter dem Unternehmen stehen Gründer und CEO Ron Nagar sowie Chairman Ilan Cohen, die zusammen rund die Hälfte der Aktien halten; das gesamte Management kommt auf rund 65 %. Das ist eine im Small-Cap-Bereich außergewöhnlich hohe Insider-Quote – und bedeutet, dass das Management bei jeder Kursbewegung im selben Boot sitzt wie Sie.
- Umsatz 2025: rund 1,8 Mio. USD – gedrückt durch die Vorbereitungen auf den Börsengang und den Ausbau der Produktion in Florida.
- Umsatz Januar–August 2026: rund 2,07 Mio. USD (vorläufig, ungeprüft) – Juli rund 522.000 USD, August rund 403.000 USD.
- Bruttomarge: laut Management rund 60 % – für einen Hardware-Hersteller außergewöhnlich hoch.
- Produktionskapazität: gemeinsam mit dem Zulieferer rund 1 Mio. Behälter pro Jahr, entsprechend rund 70 Mio. USD Umsatzpotenzial; auf 2 Mio. Stück erweiterbar.
- Börsenwert: rund 38 Mio. CAD bzw. rund 26 Mio. USD (Schlusskurs 0,48 CAD an der CSE vom 14. Oktober 2026; rund 79,15 Mio. ausgegebene Aktien, Stand 23. September 2026).
- Technologie: patentgeschützt – VIVI Cap Smart lässt sich an Apple Health und Google Fit anbinden und soll aus jedem Injektionsgerät ein vernetztes, temperaturgeschütztes Gerät machen; das Produkt ist um ein Abo-Modell herum gebaut.
- Nächste Zahlen: laut Unternehmen im November.
Was bis Jahresende noch kommen könnte: Quartalszahlen, Saudi-Zulassung, VIVI Box
Für Small-Cap-Anleger zählt am Ende der Nachrichtenfluss. Und der dürfte nach allem, was das Unternehmen kommuniziert hat, nicht abreißen:
- Die Zahlen zum dritten Quartal im November – sie werden zeigen, ob die Rekordmonate Juli und August der Auftakt waren oder der Höhepunkt.
- Erste Bestellungen aus dem CenterWell-Kanal – ob und wie stark die Versicherten von Humana das Produkt tatsächlich nachfragen, und ob weitere Kostenträger folgen.
- Erste Partnerschaften rund um VIVI Cap Smart – ob sich aus der Anbindung an die Gesundheitsplattformen Kooperationen mit Wearable-Anbietern, Pharmaunternehmen oder Kostenträgern ergeben, und ob das Unternehmen Abonnentenzahlen nennt.
- Die Auslieferung der zweiten TEM-Bestellung – sie soll noch im September erfolgen und damit in das dritte Quartal fallen.
- Produktzulassungen in Lateinamerika – erst danach können VIVI Cap, VIVI Epi und VIVI Med in Argentinien, Venezuela, Kolumbien und Costa Rica verkauft werden. Die Kosten dafür trägt der Partner.
- Saudi-Zulassung (SFDA) – danach wird die feste Erstbestellung über 10.000 Stück ausgeliefert und zu 60 % bezahlt.
- Definitiver Vertrag in Griechenland und Zypern – die 90-Tage-Fenster laufen im vierten Quartal beziehungsweise Ende Oktober aus. Der Kuwait-Vertrag ist seit heute unter Dach und Fach.
- Weitere Meldungen aus den US-Vertriebskanälen – Versicherer, Apotheken, Distributoren. Hier entscheidet sich, wie stark das vierte Quartal wird.
- VIVI Box: Das fünfte Produkt – der erste Behälter für mehrere Medikamente gleichzeitig, gedacht für Kliniken, Rettungsdienste und Patienten mit mehreren Präparaten – soll Ende 2026 auf den Markt kommen; das mexikanische Patent dafür ist seit vergangener Woche erteilt. Ob der Termin gehalten wird und ob sich aus dem angekündigten Austausch mit Kühlgeräteherstellern etwas ergibt, sind die beiden offenen Fragen.
Könnte das die Kursrakete im Herbst 2026 werden?
Seien wir ehrlich: Niemand kann das versprechen, und wir tun es auch nicht. Micro-Caps wie TempraMed Technologies (WKN: A41JQU, ISIN: CA88024B1022) sind immer spekulativ, die Aktie ist marktenger als deutsche Standardwerte, zwei Rekordmonate sind noch kein Rekordjahr, und jede der genannten Vereinbarungen kann sich verzögern oder kleiner ausfallen als erhofft.
Aber betrachten wir nüchtern, was auf dem Tisch liegt: Ein Start-up, das elf Monate nach dem Börsengang den umsatzstärksten Monat seiner Geschichte meldet – und den zweitstärksten gleich hinterher. Das nach acht Monaten mehr umgesetzt hat als im gesamten Vorjahr. Das eine Vertriebsvereinbarung mit der Apotheke eines Versicherers mit rund 15 Mio. Versicherten geschlossen hat – ohne Mindestabnahmen, aber mit dem Zugang, auf den es ankommt.
Und das seinen Lateinamerika-Vertrag gerade von einem auf fünf Länder ausgeweitet, ein drittes Produkt hineinverhandelt und im selben Atemzug die nächste Bestellung erhalten hat. Und das vier Tage später die nächste Absichtserklärung nachlegt – Zypern, exklusiv, mit 20 % Wachstumspflicht pro Jahr.
Und das seit Montag einen zweiten, völlig anderen Hebel hat: Aus dem Kühlbehälter wird über Apple Health und Google Fit ein vernetztes Gerät – mit der Aussicht auf wiederkehrende Abo-Erlöse statt reiner Einmalverkäufe. Und das sein fünftes Produkt patentrechtlich abgesichert hat, bevor es überhaupt auf dem Markt ist.
Und das seine Absichtserklärungen der Reihe nach in Verträge überführt – zuletzt heute für Kuwait, 36 Monate, rund 500.000 USD Mindestabnahme, erstmals inklusive VIVI Cap Smart. Das feste Bestellungen aus Saudi-Arabien in der Pipeline hat, ein US-Listing seit Juli und einen Megatrend im Rücken, der sich laut Gallup binnen zwei Jahren fast vervierfacht hat. Und das eine Produktion bereitstehen hat, die auf ein Vielfaches des heutigen Umsatzes ausgelegt ist – und damit selbst den Takt vorgibt, in dem jetzt Abschlüsse folgen müssten. Und die Aktie? Steht bei 0,48 CAD – das Unternehmen wird mit dem rund 5-Fachen seiner aktuellen Umsatz-Run-Rate bewertet, nach dem 25-Fachen im Juni.
Ob und wann sich eine solche Lücke zwischen Zahlen und Bewertung schließt, weiß niemand – manchmal dauert es Monate, manchmal reicht eine einzige Meldung. Was wir sagen können: Wer sich mit TempraMed beschäftigen möchte, sollte sich unserer Meinung nach jetzt ein eigenes Bild machen – solange die Aktie noch kaum jemand kennt, und nicht erst, wenn die Quartalszahlen im November die Rekordmonate bestätigen und US-Anleger den Wert über das OTCQB entdeckt haben.
Besuchen Sie die Webseite von TempraMed Technologies und werfen Sie einen Blick in die Sedar+-Filings, um sich Ihr eigenes Bild zu machen.
Mit spekulativen Grüßen
Ihre
Hotstock Investor Redaktion
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