Ein neuer Bohrdienstleister, Zwei-Schicht-Betrieb an sieben Tagen die Woche und ein klar benanntes Ziel: die erste eigene Ressourcenschätzung nach NI 43-101.
– Anzeige – Interessenkonflikte und Disclaimer am Ende beachten – Advertorial/Werbung: Copper One Resources Corp. (WKN: A42AGR ISIN: CA21751T1030).
Freitagabend, nachbörslich: Dieser Kupfer-Explorer verzweieinhalbfacht sein Bohrprogramm
Es gibt Meldungen, die kommen leise. Und es gibt solche, die kurz vor dem Wochenende hereinkommen und deren Bedeutung sich erst am Montag im Kurs zeigt. Diese hier gehört in die zweite Kategorie.
Liebe Leserinnen und Leser,
am Freitag nach Börsenschluss hat dieser Kupfer-Explorer gemeldet, dass er sein geplantes Bohrprogramm auf seinem Flaggschiff-Projekt in Nevada massiv ausweitet. Aus 4.000 Fuß werden bis zu 10.000 Fuß – rund 3.048 Meter. Das ist mehr als eine Verdoppelung.
Gebohrt wird ab dem 1. Oktober, im Zwei-Schicht-Betrieb, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Und das erklärte Ziel ist erstmals klar benannt: die erste eigene Ressourcenschätzung nach kanadischem Standard.
Was genau gemeldet wurde
Die Rede ist von Copper One Resources Corp. (WKN: A42AGR ISIN: CA21751T1030). Das Unternehmen hat den Bohrdienstleister Evolve Exploration Nevada, LLC unter Vertrag genommen – der Vertrag datiert vom 15. September 2026 – und gleichzeitig den Umfang des Phase-2-Programms neu festgelegt.
– Anzeige – Interessenkonflikte und Disclaimer am Ende beachten – Advertorial/Werbung im Namen von Copper One Resources Corp. (WKN: A42AGR ISIN: CA21751T1030)
Die Eckdaten des erweiterten Programms:
• Bis zu 10.000 Fuß beziehungsweise 3.048 Meter Diamantkernbohrungen im HQ/PQ-Format.
• Die ersten rund 5.000 Fuß beziehungsweise 1.524 Meter sind bereits an Evolve vergeben, ausgeführt mit einem transportablen HQ/PQ-Kernbohrgerät.
• Durchgehender Bohrbetrieb in zwei Schichten, 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche.
• Maximale geplante Bohrlochtiefe im ersten Abschnitt rund 1.700 Fuß beziehungsweise 518 Meter.
• Bohransatzpunkte, Azimute, Neigungen und Endteufen legt das technische Team des Unternehmens fest.
• Programmstart voraussichtlich am oder um den 1. Oktober 2026.
CEO David Greenway ordnete die Ausweitung so ein, dass man mit bis zu 10.000 Fuß zusätzliche vorrangige Ziele testen und auf den geologischen Erkenntnissen aus Phase 1 aufbauen könne. Evolve bringe Personal, Ausrüstung und operative Erfahrung für diese nächste Bohrstufe mit.
Chalkopyrit und Pyrrhotin in der Brekzienzone von Bohrloch MHB-37B bei rund 1.982 Fuß beziehungsweise 604 Metern. Die Analyseergebnisse stehen aus; die visuelle Identifizierung ist vorläufig und ersetzt keine Laboranalyse. Quelle: Copper One Resources
Ein Detail, das in der Meldung eher technisch klingt, aber für Anleger durchaus Bedeutung hat: Jedes Bohrgerät von Evolve läuft über die Plattform EVX Connect. Darüber erhält das Unternehmen laufend Bohrkennzahlen, digitale Schichtberichte, die Verfolgung der Bohrlochkoordinaten und Fotos des Bohrkerns, sobald er gezogen wird – abrufbar über Web und Mobilgerät. Wer schon einmal wochenlang auf ein Update von einem abgelegenen Bohrplatz gewartet hat, weiß, was das wert ist.
Und noch ein Punkt, der in der Meldung leicht untergeht: Der Zwei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr ist kein Detail für Bergbau-Nerds. Er bestimmt, wie schnell Bohrmeter entstehen – und damit, wie schnell Proben ins Labor gehen. Ein Programm, das sieben Tage die Woche läuft, liefert in derselben Kalenderzeit deutlich mehr auswertbares Material als eine klassische Ein-Schicht-Kampagne. Für eine Story, deren Taktgeber die Analyseergebnisse sind, ist das der eigentliche Hebel.
Dazu passt die Reihenfolge der vergangenen Wochen. Erst wurden die vier Bohrplätze fertig gebaut, dann kam der Projektleiter, dann der Bohrdienstleister, dann die Ausweitung des Programms und der Starttermin. Das wirkt weniger nach spontaner Ankündigung als nach einem Ablauf, der über Wochen vorbereitet wurde.
Warum diese Meldung mehr ist als eine Zahl
Ein Bohrprogramm zu verzweieinhalbfachen, kostet Geld. Kein Explorationsunternehmen tut das, weil ihm langweilig ist. Es tut das, wenn es glaubt, dass sich der Einsatz lohnt.
Der erklärte Zweck steht in der Meldung: Das erweiterte Programm soll die systematische Prüfung der vorrangigen Ziele beschleunigen und das Projekt in Richtung einer ersten Mineralressourcenschätzung nach NI 43-101 voranbringen. Bislang ist Majuba Hill ein Projekt mit historischer Produktion, mehr als 90.000 Fuß Bohrleistung in über 100 Bohrlöchern – aber ohne eine einzige nach kanadischem Standard testierte Ressource.
Genau diese Lücke soll geschlossen werden. Eine Ressourcenschätzung ist der Moment, in dem aus Geologie erstmals eine Zahl wird, die sich bewerten lässt. Ob und wann sie zustande kommt, ist offen – dafür braucht es Bohrmeter, Analyseergebnisse und geologische Modellierung. Dass ein Unternehmen aber sein Programm ausweitet, einen Dienstleister verpflichtet und einen Starttermin nennt, unterscheidet sich von einer bloßen Absichtserklärung.
Hinzu kommt der personelle Unterbau: Erst am 16. September hatte das Unternehmen Sebastien Bricka zum Project Lead und Chief Geologist für Majuba Hill berufen – ein Geologe mit über neun Jahren Erfahrung, den größten Teil davon in Nevada und im Westen der USA. Sein Auftrag lautet, das Phase-2-Programm zu überwachen und die Folgebohrungen zu konzipieren.
Die Zielkarte für Majuba Hill: geplante Bohrlöcher 26PDH-1 bis 26PDH-8 (violett), die laufenden beziehungsweise abgeschlossenen Bohrungen MHB-37B und MHB-38 (rot), Oberflächen-Turmalinbrekzien sowie die historischen Untertagebaue. Quelle: Copper One Resources
Wichtig für die Einordnung: Die Analyseergebnisse des abgeschlossenen Phase-1-Programms stehen weiterhin aus. Visuelle Beobachtungen am Bohrkern sind vorläufiger Natur und lassen keine verlässliche Aussage über Gehalte oder Mächtigkeiten zu.
Ein Wort zur Größenordnung: Das bisherige Phase-1-Programm umfasste 4.015 Fuß. Allein der erste, bereits vergebene Abschnitt von Phase 2 ist mit rund 5.000 Fuß größer als das gesamte erste Programm. Und das Gesamtvolumen von bis zu 10.000 Fuß entspricht dem Zweieinhalbfachen dessen, was Copper One in diesem Jahr bislang gebohrt hat.
Straßenbau für Phase 2 entlang des Grats zum Bohrplatz 26DPH-8 auf Majuba Hill. Quelle: Copper One Resources
Majuba Hill: kein Grassroots-Risiko, sondern ein Altproduzent
Das Projekt liegt im Pershing County, Nevada, rund 251 Kilometer nordöstlich von Reno und etwa 113 Straßenkilometer südwestlich von Winnemucca. Es umfasst rund 9.684 Acres beziehungsweise 3.919 Hektar und verfügt über ganzjährige Straßenanbindung, Strom, Wasser und Zugang zu Bergbaufachkräften in der Nähe.
Nevada belegte im Investment Attractiveness Index der Fraser-Institute-Umfrage 2025 weltweit den ersten Platz. Das Länderrisiko ist damit praktisch null – ein Punkt, der bei Kupferprojekten in Chile, Peru oder der DR Kongo ganz anders aussieht.
Entscheidend ist aber die Vorgeschichte. Zwischen 1900 und 1950 wurde auf dem Areal bereits Kupfer produziert: rund 2,8 Millionen Pfund Kupfer sowie als Nebenprodukte 184.000 Unzen Silber, 5.800 Unzen Gold und 21.000 Pfund Zinn – mit den Mitteln der damaligen Zeit. Anders als bei den allermeisten Explorationsprojekten ist der Nachweis, dass hier abbaufähige Strukturen existieren, bereits erbracht.
Geologisch handelt es sich um ein Porphyr-Kupfer-System mit Kupfer-Gold-Molybdän-Mineralisierung. Frühere Bohrungen lieferten vorzeigbare Abschnitte: MHB-2 traf 44,5 Meter mit 1,41 Prozent Kupfer und 97,6 Gramm Silber je Tonne, MHB-32 durchteufte 115,7 Meter mit 0,33 Prozent Kupfer, darin 12,2 Meter mit 1,36 Prozent. Und im Juli lieferte die Untertage-Probe MHR-793 aus dem historischen Middle Adit 10,5 Prozent Kupfer und 188 Gramm Silber je Tonne.
Die Probenstandorte der Untertage-Kartierung 2026 im Middle Adit – MHR-793 stach mit 10,5 Prozent Kupfer heraus. Quelle: Unternehmensmeldung vom 10. Juli 2026
Wichtig für die Einordnung: Historische Bohr- und Produktionsdaten stammen von Vorbetreibern und sind nicht vollständig durch eine qualifizierte Person verifiziert. Bei den Probenwerten handelt es sich um selektive Gesteinsproben, die nicht repräsentativ für die Mineralisierung des Gesamtprojekts sind. Keine dieser Angaben stellt einen Nachweis einer Mineralressource dar.
Das Umfeld: Kupfer konsolidiert – die Knappheit bleibt
Ein ehrliches Wort zum Marktumfeld, weil es in diesen Tagen wichtig ist: Kupfer hat zuletzt nachgegeben. Nach dem Allzeithoch Anfang September notierten die COMEX-Futures Mitte September zeitweise wieder bei rund 6,20 US-Dollar je Pfund, dem tiefsten Stand seit Juli. Frische Lieferungen in die Londoner Lagerhäuser hatten die Anspannung kurzfristig gelöst. In der Unternehmensmeldung selbst wird der COMEX-Kurs zum 18. September mit rund 6,64 US-Dollar je Pfund angegeben.
Auf Zwölfmonatssicht steht das Metall damit immer noch rund 40 Prozent im Plus. Wer in Rohstoffen investiert, kennt solche Konsolidierungen – sie sind der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Der Kupferpreis im Zwölfmonatsverlauf. Quelle: Unternehmensangaben auf Basis von Daten der CME Group
An der strukturellen Lage ändert der Rücksetzer wenig. Die Internationale Energieagentur erwartet auf Basis der derzeit angekündigten Projekte bis 2035 eine Angebotslücke von rund 25 Prozent. Von der Entdeckung einer Lagerstätte bis zur Produktion vergehen im Schnitt rund 17 Jahre. Neue Minen lassen sich nicht kurzfristig zuschalten.
Auf der Nachfrageseite treffen Stromnetze, Elektromobilität und Industrie auf einen Treiber, den es vor wenigen Jahren so nicht gab: KI-Infrastruktur. Ein herkömmliches Rechenzentrum benötigt nach Branchenschätzungen rund 5.000 bis 15.000 Tonnen Kupfer, ein großes hyperskaliertes KI-Rechenzentrum bis zu 50.000 Tonnen.
Ohne Kupfer kein Rechenzentrum, kein Stromnetz, keine Raumfahrt: Das Metall ist in praktisch keiner Schlüsseltechnologie ersetzbar. Quelle: Unternehmensangaben
Washington kauft sich ein – und das ist neu
Was den aktuellen Zyklus von früheren Rohstoffhaussen unterscheidet, ist die politische Dimension. Kupfer steht in den USA seit November 2025 auf der Liste der kritischen Mineralien des US Geological Survey. Doch die Regierung belässt es längst nicht bei Listen.
Beim Critical Minerals Ministerial in Washington, zu dem Vertreter von 54 Staaten und der Europäischen Kommission zusammenkamen, wurde ein Vorhaben vorgestellt, das die Branche seither beschäftigt: Project Vault, eine strategische Reserve für kritische Mineralien im Volumen von 10 Milliarden US-Dollar. Der Zweck ist die Versorgungssicherheit der heimischen Industrie.
Dazu kommen die Zölle. Das US-Handelsministerium hat dem Präsidenten zum 30. Juni 2026 seinen Folgebericht zu raffiniertem Kupfer vorgelegt und darin einen gestaffelten Zoll empfohlen: 15 Prozent ab dem 1. Januar 2027, 30 Prozent ab 2028. Eine endgültige Entscheidung steht aus. Käme sie, würde das Kupfer noch stärker in US-Lager ziehen und die Verfügbarkeit außerhalb der Vereinigten Staaten weiter verknappen.
Und die Genehmigungsverfahren bewegen sich. Das größte US-Kupferprojekt, das von Rio Tinto geführte Resolution Copper in Arizona, erhielt unter der FAST-41-Designation eine beschleunigte Umweltprüfung. Es könnte bis zu 400.000 Tonnen Kupfer jährlich liefern – rund ein Viertel des US-Bedarfs.
Für einen Explorer mit Projekten auf US-Boden ist diese Gemengelage ein struktureller Vorteil. Wer heute in Nevada bohrt, bohrt in einem politischen Umfeld, das neue Kupferquellen ausdrücklich will.
Die Kupferprognosen der großen Häuser im Vergleich sowie der langfristige Pfad von BMI. Quelle: BMI (Fitch Solutions), Bloomberg, Macquarie, Goldman Sachs, MINING.COM
Drei weitere Eisen im Feuer
Majuba Hill ist das Flaggschiff, aber nicht das einzige Projekt. Auf Redonda in British Columbia – rund 2.746 Hektar, zu 100 Prozent im Eigentum – läuft seit dem 7. August ein Bohrprogramm über rund 2.400 Meter. Im Bohrloch RED-26-02 wurde sichtbare Mineralisierung bereits ab etwa 20 Metern Bohrtiefe beobachtet – und Ende August meldete das Unternehmen, dort visuell gediegen Kupfer identifiziert zu haben, also das Metall in reiner Form.
Gediegen Kupfer, visuell identifiziert im Bohrloch RED-26-02. Die Beobachtungen sind vorläufig; Gehalte lassen sich ausschließlich durch Laboranalysen bestätigen. Quelle: Copper One Resources
Wichtig für die Einordnung: Die Identifizierung beruht auf visuellen Beobachtungen und wurde nicht durch Laboranalysen bestätigt. Das Unternehmen trifft auf dieser Grundlage ausdrücklich keine Aussage über Kupfergehalte.
Auf Redhill südlich von Ashcroft, direkt am Trans-Canada Highway, hält das Unternehmen eine Option auf bis zu 100 Prozent. Die 4.736 Hektar beherbergen eine Kupfer-Zink-Mineralisierung vom VMS-Typ mit zusätzlichem Potenzial für epithermales Gold. Die zweite Diamantbohrung wurde am 15. Juli abgeschlossen, auch hier stehen die Analyseergebnisse aus.
Und in Utah kommt über die geplante Übernahme der Rooinek Mining Corp. das Sport-Projekt hinzu – 108 Claims über rund 1.902 Acres. Erste Oberflächenproben lieferten dort im September bis zu 1,155 Prozent Kupfer. Die Übernahme steht allerdings weiterhin unter den üblichen Vollzugsbedingungen und ist nicht abgeschlossen; ob sie zustande kommt, ist nicht garantiert.
Ausgewählte Ergebnisse der 50 Oberflächenproben auf dem Sport-Projekt in Utah. Quelle: Unternehmensangaben
Kapitalstruktur: Wachstum auf Eigenkapital
Hier gehört eine Einordnung hin, die in der Wahrnehmung vieler Anleger fehlt. Laut dem bei der Canadian Securities Exchange eingereichten Form 9 waren zum 21. August 2026 rund 32,17 Millionen Aktien ausgegeben. Für die Rooinek-Übernahme sollen 14 Millionen neue Aktien hinzukommen, parallel läuft eine Privatplatzierung über bis zu 20 Millionen Special Warrants zu 0,40 kanadischen Dollar.
Rechnet man beides hinzu, käme man auf rund 66,2 Millionen Aktien. Mit den in den Einheiten enthaltenen Warrants wären es rund 76,2 Millionen, mit den 6,25 Millionen börsennotierten CEXY.WT-Warrants und den Broker Warrants rund 84 Millionen. Das ist eine erhebliche potenzielle Verwässerung, und sie gehört auf den Tisch.
Die andere Seite derselben Medaille: Das Geld fließt in Bohrmeter. Genau dafür wird das Programm jetzt ausgeweitet. Wer Verwässerung grundsätzlich ablehnt, wird mit einem Explorer in der Wachstumsphase ohnehin nicht glücklich. Entscheidend ist, ob das eingesetzte Kapital Wert schafft – und darüber entscheiden die ausstehenden Analyseergebnisse.
Geführt wird das Unternehmen von President und CEO David Greenway. Im technischen Beirat sitzt mit Dr. Richard „Dick" Sillitoe der wohl renommierteste Porphyr-Kupfer-Geologe der Welt, dazu Leo Hathaway und Dr. Mike Ressel von der University of Nevada, Reno. Larry Segerstrom verantwortet als Qualified Person nach NI 43-101 die technischen Angaben.
Die eigentliche Frage: Was ist hier eingepreist?
Fassen wir zusammen, was auf dem Tisch liegt. Ein Metall, dessen strukturelle Knappheit die Internationale Energieagentur bis 2035 auf rund 25 Prozent Angebotslücke beziffert. Eine US-Regierung, die eine 10-Milliarden-Dollar-Reserve aufbaut, Zölle staffelt und Genehmigungsverfahren beschleunigt. Ein historisch produzierendes Kupferprojekt in der bestbewerteten Bergbau-Jurisdiktion der Welt, mit über 90.000 Fuß Bohrleistung in der Datenbank. Ein Bohrprogramm, das gerade von 4.000 auf bis zu 10.000 Fuß ausgeweitet wurde. Und drei weitere Projekte in Nevada, Utah und British Columbia.
Dem gegenüber steht eine Börsenbewertung im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Zur Einordnung: Allein die Wiederbeschaffung der historischen Bohrdatenbank von Majuba Hill beziffert das Management auf rund 12,1 Millionen US-Dollar. Das ist ungefähr die Größenordnung, mit der das gesamte Unternehmen derzeit bewertet wird.
Man muss daraus keine Kaufempfehlung ableiten, und dieser Werbeartikel ist auch keine. Aber die Frage darf man stellen: Wenn ein Explorer bereits auf dem Niveau seiner reinen Datenbasis gehandelt wird – wie viel Explorationserfolg ist dann im Kurs überhaupt noch enthalten? Und was passiert mit dieser Rechnung, wenn ab dem 1. Oktober rund um die Uhr gebohrt wird?
Was gegen die Story spricht
Wer die Chance sieht, muss auch die Kehrseite kennen. Und die ist bei einem Explorer dieser Größe erheblich.
Copper One fördert kein Kupfer, erwirtschaftet keine Umsätze und besitzt bis heute keine NI-43-101-konforme Mineralressource. Sämtliche Gehaltsangaben stammen aus historischen Daten oder selektiven Proben und sind nicht repräsentativ. Die entscheidenden Laborergebnisse aus Nevada und British Columbia stehen aus und können enttäuschen. Ein ausgeweitetes Bohrprogramm kostet Geld und erhöht den Finanzierungsbedarf. Das Utah-Projekt gehört dem Unternehmen noch gar nicht. Aus rund 32,2 Millionen Aktien könnten rund 84 Millionen werden. Der Kupferpreis ist zyklisch und hat gerade erst gezeigt, dass er auch fallen kann. Und die Aktie ist markteng – schon kleine Orders bewegen den Kurs, in beide Richtungen.
Kurz gesagt: Hier geht es um eine hochspekulative Wette, bei der der Totalverlust möglich ist. Limitieren Sie Ihre Orders – bei Werten dieser Größenordnung ist das kein gut gemeinter Rat, sondern Pflicht.
Fazit: Am Montag beginnt die nächste Runde
Am Freitagabend hat Copper One Resources Corp. (WKN: A42AGR ISIN: CA21751T1030) die Weichen gestellt: Das Phase-2-Programm wächst von 4.000 auf bis zu 10.000 Fuß, ein Bohrdienstleister ist unter Vertrag, gebohrt wird rund um die Uhr, Start am 1. Oktober. Dahinter steht ein klar benanntes Ziel – die erste eigene Ressourcenschätzung.
Für spekulativ orientierte Anleger, die den Kupfer-Megatrend über einen frühphasigen nordamerikanischen Explorer spielen wollen, ist das eine Konstellation, die zumindest einen Platz auf der Watchlist verdient. Die Termine, auf die es ankommt, sind klar: der Bohrstart am 1. Oktober, die ausstehenden Analyseergebnisse aus Phase 1, die Ergebnisse aus RED-26-02 und Redhill, der Vollzug der Utah-Übernahme – und als übergeordnetes Ziel die erste NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung für Majuba Hill.
Ob daraus eine Neubewertung wird, entscheiden am Ende nicht Erwartungen, sondern Zahlen aus dem Labor. Die nächste Runde beginnt am Montag.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Investments – und verbleiben mit besten, aber wie immer spekulativen Grüßen, Ihre Redaktion von Mining Investor.
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