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Aixtron nimmt die 40-Euro-Marke ins Visier 05.10.2026, 12:15 Uhr von onemarkets Blog

Die Aixtron-Aktie meldet sich eindrucksvoll zurück. Zum Wochenschluss sprang der Titel um 7,62 Prozent auf 39,67 Euro und rückte damit bis an die psychologisch wichtige Marke von 40 Euro vor. Zuvor hatte ein Kursrückgang von gut fünf Prozent auf 36 Euro die Anleger aufgeschreckt. Frische Analystenkommentare und die Aussicht auf eine kräftige Belebung des operativen Geschäfts bringen nun neue Dynamik in den schwankungsanfälligen Halbleiterwert.

Fundamental ergibt sich ein zweigeteiltes Bild. Im zweiten Quartal sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 115,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis ging um 38 Prozent auf 14,7 Millionen Euro zurück und die EBIT-Marge verringerte sich von 17 auf 13 Prozent. Unter dem Strich verdiente der Aachener Anlagenbauer 19,1 Millionen Euro nach 19,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,17 Euro. Positiv fällt die Bruttomarge auf. Mit 41 Prozent blieb sie trotz des niedrigeren Umsatzes stabil.

Während das Zahlenwerk noch die zurückhaltende Investitionsbereitschaft der vergangenen Monate widerspiegelt sendet der Auftragseingang ein deutlich stärkeres Signal. Die Bestellungen kletterten im zweiten Quartal um 81 Prozent auf 214,5 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr legten sie um 54 Prozent auf 386 Millionen Euro zu. Der Anlagenauftragsbestand erreichte 456,9 Millionen Euro und lag damit 61 Prozent über dem Vorjahreswert. Der hohe Bestand verbessert die Visibilität für die kommenden Quartale und erhöht zugleich den Druck auf Produktion und Lieferkette.

Das stärkste Momentum liefert die Optoelektronik. Rechenzentren benötigen zunehmend optische Verbindungen für den schnellen Datentransport zwischen Chips und Servern. Aixtron liefert Beschichtungsanlagen für Verbindungshalbleiter und positioniert sich damit an einer wichtigen Schnittstelle des KI-Ausbaus. Größere Auslieferungen von Lasersystemen sollen im dritten Quartal beginnen und über das laufende Geschäftsjahr hinausreichen. Der Hochlauf bei Aixtron und den Zulieferern verläuft nach Unternehmensangaben planmäßig. Schwächer bleibt die Nachfrage in der Leistungselektronik sowie bei LED- und Micro-LED-Anwendungen.

Für 2026 peilt der Technologiekonzern weiterhin einen Umsatz von 560 Millionen Euro mit einer Bandbreite von 30 Millionen Euro an. Die Bruttomarge soll rund 42 Prozent erreichen und die EBIT-Marge zwischen 17 und 20 Prozent liegen. Nach einem Umsatz von lediglich 174,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr muss Aixtron dafür in der zweiten Jahreshälfte erheblich zulegen. Der Produktionshochlauf wird damit zum entscheidenden Prüfstein. Rückenwind liefert der Free Cashflow. Dieser stieg im ersten Halbjahr um 128 Prozent auf 162,1 Millionen Euro.

Auch die Analysten bleiben grundsätzlich konstruktiv. JPMorgan bestätigte „Overweight“ senkte das Kursziel jedoch von 60 auf 54 Euro. Jefferies votiert weiterhin mit „Buy“ und nennt 44 Euro. Berenberg sieht den fairen Wert bei 42 Euro und bleibt bei „Hold“. Das durchschnittliche Kursziel aus neun ausgewiesenen Analysen liegt bei 45,38 Euro. Die Bandbreite der Einschätzungen verdeutlicht wie stark die Bewertung von einer erfolgreichen Umsetzung des Auftragsbestands abhängt.

Aixtron SE Wochenchart

 

Betrachtungszeitraum: 05.10.2021– 05.10.2026. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: ARIVA.DE

Charttechnisches Bild

Charttechnisch steht die Aktie unmittelbar vor einer Richtungsentscheidung. Mit zuletzt rund 39,67 Euro notiert der Kurs oberhalb der 200-Tage-Linie bei 37,26 Euro. Der Abstand beträgt etwa 6,5 Prozent und spricht zunächst für ein verbessertes mittelfristiges Bild. Die 100-Tage-Linie verläuft mit 44,04 Euro allerdings noch rund elf Prozent über dem aktuellen Niveau und bildet gemeinsam mit der Zone von 44 bis 45 Euro eine markante Barriere.

Kurzfristig entscheidet die runde Marke von 40 Euro über das weitere Momentum. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte den Weg zur 100-Tage-Linie und anschließend in den Widerstandsbereich zwischen 44 und 45 Euro öffnen. Scheitert der Vorstoß erneut rückt die Unterstützungszone zwischen 35 und 37 Euro in den Mittelpunkt. Dort befindet sich auch die 200-Tage-Linie. Ein Bruch dieses Bereichs würde das technische Bild spürbar eintrüben und die tiefere Auffangzone zwischen 31 und 33 Euro aktivieren.

Tradingmöglichkeiten

Faktor-Optionsscheine Long auf SAP SE

Basiswert Name WKN Briefkurs in EUR Basispreis(Strike) Reset Barriere Faktor Laufzeit
Aixtron SE UR1Y50 19,17 26,465134 EUR 29,773276 EUR 3 Open End
Aixtron SE UR13J4 1,36 34,022875 EUR 37,993345 EUR 7 Open End
Quelle: onemarkets by UniCredit; Stand: 05.10.2026; 11:00 Uhr

Faktor-Optionsscheine Short auf SAP SE

Basiswert Name WKN Briefkurs in EUR Basispreis(Strike) Reset Barriere Faktor Laufzeit
Aixtron SE UN78WK 3,33 52,891142 EUR 49,585446 EUR -3 Open End
Aixtron SE UN7KRP 0,9 47,600724 EUR 43,635584 EUR -5 Open End
Quelle: onemarkets by UniCredit; Stand: 05.10.2026; 11:00 Uhr

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Funktionsweisen der Produkte: https://blog.onemarkets.de/funktionsweisen

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