shareribs.com - Ölpreise etwas fester - Kurzfristiges Nachfrageplus erwartet 10.01.2025, 10:10 Uhr von shareribs

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shareribs.com - London 10.01.2025 - Die Ölpreise zeigen sich am Freitag fester, gestützt von den jüngsten Nachfrageprognosen von JPMorgan. Zudem ist der Markt insgesamt von einer gewissen Unsicherheit geprägt.

In den letzten drei Wochen sind die Ölpreise um sechs bis sieben Prozent gestiegen. Stärkster Preistreiber sind die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der chinesischen Geldpolitik.

Peking versucht seit dem Ende der heißen Phase der Pandemie, die Wirtschaft wieder auf einen stärkeren Wachstumspfad zu bringen. Dies ist bisher nicht gelungen. Vor allem die Inflationsdaten zeichnen ein schwaches Bild. Die Erzeugerpreise fielen im Dezember erneut um mehr als zwei Prozent, die Verbraucherpreise stagnierten.

In dieser Woche hat die chinesische Nationale Entwicklungs- und Reformkommission ein Dokument veröffentlicht, das die Pläne zur Stützung der Wirtschaft konkretisiert. Die Regierung will mit speziellen Anleihen die Erneuerung von Ausrüstungen in Produktionsstätten finanzieren. Unternehmen sollen spezielle Investitionszuschüsse und zinsgünstige Kredite erhalten. Ein solches Instrument existiert bereits, soll aber künftig deutlich mehr Unternehmen zugute kommen. Außerdem will die Regierung eine Art Abwrackprämie für Schiffe, Lastwagen und landwirtschaftliche Geräte einführen.

Auch der private Konsum soll angekurbelt werden. So sollen verschiedene elektronische Geräte, aber auch Haushaltsgegenstände über Trade-In zu verbilligten Neuanschaffungen führen.

Die ING geht davon aus, dass die chinesische Regierung, die im März über die Wachstumsziele für das laufende Jahr entscheiden wird, ein BIP-Wachstum von fünf Prozent anstrebt.

JPMorgan erhöht Nachfrageprognose


JPMorgan hat am Freitag bekannt gegeben, dass die weltweite Ölnachfrage im ersten Quartal um 1,6 Millionen Barrel pro Tag steigen wird. Dies sei unter anderem auf eine höhere Nachfrage nach Heizöl, Kerosin und Flüssiggas zurückzuführen.

Trotzdem ist der Markt derzeit von großer Unsicherheit geprägt. Risiken sehen die Investoren in der Iran-Politik des nächsten US-Präsidenten. Zudem könnte der scheidende US-Präsident Biden neue Sanktionen gegen den russischen Ölsektor einführen.

Brent-Rohöl steigt um 0,9 Prozent auf 77,64 USD/Barrel, WTI-Rohöl um 1,0 Prozent auf 74,64 USD/Barrel.
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