shareribs.com - Ölpreise geben ab - IEA erwartet deutlichen Überschuss 15.11.2024, 12:10 Uhr von shareribs
Werte zum Artikel
| Name | Aktuell | Diff. | Börse | |
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| Öl (Brent) | 78,58 USD | +3,82 % | ARIVA Indikation Rohstoffe |
Die Energy Information Administration meldete gestern einen Anstieg der Rohölbestände um 2,1 Millionen auf 429,7 Millionen Barrel. Die Lagerbestände liegen vier Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Die Benzinbestände gingen um 4,4 Millionen Barrel zurück, die Destillatbestände um 1,4 Millionen Barrel.
Die strategischen Rohölvorräte wurden um 600.000 Barrel auf 387,9 Millionen Barrel aufgestockt.
Die US-Raffinerien setzten 16,5 Mio. Barrel/Tag ab, 175.000 Barrel mehr als in der Vorwoche. Die Raffineriekapazitäten waren zu 91,4 Prozent ausgelastet. Die Benzinproduktion stieg leicht an, die Destillatproduktion ging zurück.
Die Rohölförderung in den USA sank um 100.000 Barrel/Tag auf 13,4 Millionen Barrel/Tag. Die Exporte stiegen um 590.000 auf 3,44 Mio. Barrel/Tag, die Importe um 269.000 auf 6,509 Mio. Barrel/Tag.
Im Durchschnitt der letzten vier Wochen lag die Nachfrage nach Mineralölprodukten bei 20,8 Mio. Barrel/Tag, 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Nachfrage nach Benzin stieg um 0,6 Prozent auf 9,1 Millionen Barrel/Tag, die Nachfrage nach Flugbenzin sank um 4,6 Prozent.
Internationale Energieagentur erwartet Überangebot
Nach OPEC und EIA hat nun auch die Internationale Energieagentur ihren Monatsbericht veröffentlicht. Demnach wird die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr um 920.000 Barrel/Tag steigen. Im Oktober war man noch von 862.000 Barrel ausgegangen. Für das kommende Jahr rechnet die Pariser Agentur mit einem Nachfragewachstum von 990.000 Barrel/Tag, 8.000 Barrel weniger als bisher erwartet. Vor allem die Schwäche in China soll das Nachfragewachstum belasten. Dort soll die Nachfrage in diesem Jahr nur um rund 140.000 Barrel/Tag wachsen, ein Zehntel des Vorjahresniveaus.
Auch die Rohölproduktion wächst laut IEA stabil. Selbst wenn die OPEC+ ihre Produktion nicht steigere, dürfte dies zu einem Marktüberschuss von einer Million Barrel pro Tag führen.
Rohöl der Sorte Brent verliert 1,4 Prozent auf 71,58 USD/Barrel, Rohöl der Sorte WTI verliert 1,4 Prozent auf 67,76 USD/Barrel.
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