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200-mal stärker als Stahl

Wie First Graphene, GMG und HydroGraph das Supermaterial in die Industrie bringen 25.10.2026, 07:30 Uhr von SmallMicrocap Jetzt kommentieren: 0

123rf.com_First Graphene 121690274_ KI generiert
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Alstom 16,08 EUR -0,33 % Lang & Schwarz
First Graphene 0,0248 EUR -3,13 % Tradegate
Graphene Manufacturing Group 1,288 EUR +0,08 % Lang & Schwarz
Hydrograph Clean Power 2,72 EUR +1,15 % Lang & Schwarz
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Eine Kohlenstoffschicht, nur ein Atom dick, außergewöhnlich leitfähig und rund 200-mal stärker als Stahl: Graphen besitzt Eigenschaften, die nach Science-Fiction klingen. Doch die wirtschaftlich spannendste Frage lautet inzwischen: Wo verbessert dieser Werkstoff Produkte so deutlich, dass Kunden dafür bezahlen? 

Erste Antworten liefern Beschichtungen für Kühlanlagen, gedruckte Gebäudesensoren und widerstandsfähigere Kunststoffe. Graphen muss dafür keine bestehende Industrie ersetzen. Schon als Zusatzstoff könnte es verändern, wie etablierte Materialien funktionieren. 

Für Anleger entsteht damit ein Technologiethema, bei dem industrielle Umsetzung zunehmend neben wissenschaftliche Spitzenwerte tritt. 

Was Graphen zum Supermaterial macht 

Graphen besteht aus Kohlenstoffatomen in einem wabenförmigen Gitter. Diese Struktur verbindet hohe mechanische Festigkeit mit Flexibilität sowie hervorragender elektrischer und thermischer Leitfähigkeit. 

Der Vergleich mit Stahl beschreibt allerdings die Eigenschaften des Graphens selbst. Ein Kunststoff wird durch eine Beimischung nicht automatisch 200-mal fester. Entscheidend sind Materialqualität, Dosierung und die gleichmäßige Verteilung im jeweiligen Produkt. 

Genau darin liegt die industrielle Aufgabe: Aus außergewöhnlichen Eigenschaften muss ein reproduzierbarer Vorteil entstehen. Weniger Verschleiß, bessere Wärmeübertragung oder höhere Festigkeit können wirtschaftlich wertvoll sein, wenn die Herstellung bezahlbar bleibt. 

GMG und Alstom: Wärme wird zum Geschäftsfeld 

Graphene Manufacturing Group (ISIN: AU0000139990) verfolgt diesen Ansatz mit THERMAL-XR®, einer graphenbasierten Beschichtung für Wärmeübertrager. Im Juni 2026 meldete GMG die erste größere Lieferung an seinen nordamerikanischen Vertriebspartner Nu-Calgon. 

Im Juli folgte eine Absichtserklärung mit Alstom (ISIN: FR0010220475). Der französische Bahntechnikkonzern entwickelt und liefert unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, Regionalbahnen, Metros und Straßenbahnen. Gemeinsam wollen die Unternehmen Graphenprodukte für die Bahnindustrie testen und entwickeln, insbesondere für Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme. 

Das ist ein nachvollziehbarer industrieller Ansatz: Klimatisierung benötigt Energie, während Anlagen über lange Zeit zuverlässig funktionieren müssen. Verbesserte Wärmeübertragung und Korrosionsschutz könnten deshalb relevant sein. 

Die Vereinbarung ist allerdings zunächst ein Entwicklungsrahmen. Ein bestätigter Serienauftrag von Alstom lässt sich daraus nicht ableiten. Sie zeigt dennoch, an welchen konkreten Problemen die Kommerzialisierung ansetzt. 

HydroGraph: Der Werkstoff muss verarbeitbar werden 

HydroGraph Clean Power (ISIN: CA44888L1085) adressiert eine andere Hürde: die Integration von Graphen in industrielle Rezepturen. 

Die Fractal Graphene Paste™ enthält bereits in Wasser verteiltes Graphen. Das soll Kunden die Verarbeitung beispielsweise in Beschichtungen, Baustoffen und Elastomeren erleichtern. 

Im Update vom 21. Oktober berichtete HydroGraph, dass mehr als 30 Kunden Muster erhalten hätten. Fortgeschrittene Projekte seien in kommerzielle Verhandlungen übergegangen. Erste kommerzielle Bestellungen gehörten jedoch weiterhin zu den noch ausstehenden Zielen. 

Das Beispiel macht deutlich: Ein leistungsfähiges Pulver allein genügt nicht. Kunden benötigen Materialien, die sich zuverlässig in ihre Produktionsprozesse einfügen. 

First Graphene: Vom Gebäudesensor zum Bergbau 

First Graphene (ISIN: AU000000FGR3) verfolgt mit PureGRAPH® mehrere solcher Anwendungen. Besonders anschaulich ist die Zusammenarbeit mit dem britischen Unternehmen Vector. 

Dessen neue Peltyr-Sensoren enthalten PureGRAPH® und messen den Wärmefluss durch Wände, Böden oder Dächer. Daraus lässt sich der tatsächliche Wärmedurchgang eines Bauteils bestimmen. Gebäudeeigentümer können damit überprüfen, wie gut eine Dämmung funktioniert und was eine Sanierung verändert. 

Begleitend vereinbarten First Graphene und Vector eine dreijährige strategische Partnerschaft. Weitere Einsatzmöglichkeiten sieht das Unternehmen unter anderem in industriellen Anlagen und der Luftfahrt. 

Hinzu kommt ein erster Produktionsauftrag von Pacific Urethanes. PureGRAPH® soll die flammhemmenden Eigenschaften von Polyurethanformulierungen für Bergbauanwendungen verbessern. Das Material ist dort wegen seiner Verschleißfestigkeit gefragt; Brandschutz erweitert die Anforderungen. 

Mit Aeropreg arbeitet First Graphene außerdem an graphenverstärkten Kohlefaser-Prepregs. Hier stehen zunächst reproduzierbare Verarbeitung und technische Validierung an. Ein kommerzieller Marktstart hängt von den Versuchsergebnissen ab. 

Fazit 

Die wirtschaftliche Stärke von Graphen könnte gerade darin liegen, dass es in fertigen Produkten kaum sichtbar ist. Eine Beschichtung, ein Sensor oder ein Kunststoffbauteil muss nicht spektakulär aussehen, um Energie einzusparen, Messdaten zu liefern oder länger zu halten. 

GMG, HydroGraph und First Graphene verfolgen unterschiedliche Wege in diesen Markt. Ihre Fortschritte zeigen, dass die Branche inzwischen konkrete industrielle Anwendungen bearbeitet. Der Entwicklungsstand unterscheidet sich jedoch erheblich zwischen einzelnen Produkten. 

First Graphene verfügt mit den Peltyr-Sensoren und ersten Produktionsaufträgen über greifbare Beispiele. Die finanzielle Basis bleibt klein: Für das Septemberquartal meldete das Unternehmen rund 201.000 australische Dollar kombinierte Einnahmen, davon etwa 100.000 Dollar aus Graphen- und Produktentwicklungsverkäufen. Wiederholungsaufträge, größere Liefermengen, Finanzierung und wirtschaftliche Margen bleiben deshalb entscheidend. 

Die Chance liegt in der Übertragung erfolgreicher Anwendungen auf weitere Kunden. Der nächste Beweis für das Supermaterial entsteht dort, wo aus einem technischen Vorteil ein regelmäßig bestelltes Industrieprodukt wird.     


Quellen:

https://www.manchester.ac.uk/about/magazine/features/graphene-roads/ manchester.ac.uk
https://graphenemg.com/graphene-manufacturing-group-to-host-live-fireside-chat-on-scaling-production-and-expanding-global-markets/ graphenemg.com
https://firstgraphene.net/
https://www.globenewswire.com/news-release/2026/10/21/3385414/0/en/hydrograph-highlights-progress-on-2026-milestones-as-it-advances-toward-first-commercial-orders-new-defense-programs-and-u-s-redomicile-completes-equity-incentive-grant.html globenewswire.com

Lassen Sie sich in den Verteiler für First Graphene oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler First Graphene“ oder “Nebenwerte”.

First Graphene Limited
Land: Australien
ISIN: AU000000FGR3
First Graphene – First Graphene

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