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KI bekommt Arme und Beine – und braucht dafür mehr als Chips 18.10.2026, 07:30 Uhr von SmallMicrocap Jetzt kommentieren: 0

Robotics_123rf.com_313611083_ KI generiert
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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ST George Mining 0,0335 EUR -4,96 % Lang & Schwarz
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Eine KI kann eine Bewegung berechnen. Damit ein Roboter tatsächlich greift, hebt oder läuft, braucht er Motoren, Antriebe und präzise Steuerung. Der Übergang von digitaler Intelligenz zu intelligenten Maschinen eröffnet deshalb eine zusätzliche Rohstofffrage: Woher kommen die Materialien für leistungsfähige Magnete? 

Der Vermögensverwalter Sprott beschreibt Robotik als möglichen langfristigen Nachfragetreiber für Seltene Erden. Kompakte, leistungsstarke Motoren helfen Maschinen, sich präzise und effizient zu bewegen. Mit wachsender Automatisierung könnte ihre Bedeutung weiter zunehmen. 

Für Anleger erweitert sich damit die KI-Geschichte über Rechenzentren hinaus. Neben Software und Halbleitern zählen die industriellen Lieferketten, die intelligente Bewegung ermöglichen. 

Humanoide Roboter eröffnen einen zusätzlichen Markt 

Goldman Sachs (ISIN: US38141G1040) bezifferte das mögliche weltweite Marktvolumen humanoider Roboter in einer im Februar 2024 veröffentlichten Analyse auf 38 Milliarden US-Dollar bis 2035. Das ist eine langfristige Prognose, keine bereits erreichte Marktgröße. 

Die Analysten verwiesen auf Fortschritte bei künstlicher Intelligenz, sinkende Herstellungskosten und bessere Komponenten. Zugleich benannten sie offene technische und wirtschaftliche Hürden. 

Der größere Zusammenhang reicht über menschenähnliche Maschinen hinaus. Robotik wird bereits in Fertigung, Lagerlogistik und Medizin eingesetzt. Humanoide Systeme könnten zusätzliche Tätigkeiten erschließen, wenn Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kosten einen wirtschaftlichen Betrieb erlauben. 

Welche Bauformen sich durchsetzen, bleibt offen. Die Anforderungen an präzise, platzsparende Antriebe schaffen jedoch einen nachvollziehbaren Bezug zu Magnetrohstoffen. 

Kleine Komponenten mit großer Wirkung 

Neodym und Praseodym sind wichtige Bestandteile leistungsfähiger Permanentmagnete. Dysprosium und Terbium können deren Eigenschaften bei höheren Temperaturen verbessern. Die benötigte Zusammensetzung hängt von der jeweiligen Anwendung ab. 

Sprott nennt für bestimmte fortgeschrittene Industrie- und humanoide Roboter Schätzungen von ungefähr 0,5 bis 1,4 Kilogramm Seltenen Erden je Maschine. Diese Bandbreite ist keine allgemeingültige Materialvorgabe: Konstruktion, Motorenzahl und technische Alternativen beeinflussen den Verbrauch. 

Ein höherer Robotereinsatz lässt sich deshalb nicht unmittelbar in eine feste Rohstoffmenge übersetzen. Er eröffnet aber einen zusätzlichen Nachfragebereich neben Elektrofahrzeugen, Windkraft und anderen industriellen Anwendungen. 

Daraus entsteht ein längerfristiger Bedarf an geeigneten Produkten und belastbaren Lieferketten. 

St George entwickelt magnetrelevante Rohstoffe in Brasilien 

St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) bringt mit Araxá ein großes Entwicklungsprojekt für Seltene Erden und Niob in diese Lieferfrage ein. Der Standort liegt im etablierten Bergbaubundesstaat Minas Gerais. 

Die im August veröffentlichte Mineralressource umfasst 111,2 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,57 Prozent Gesamtseltenerdoxiden und 0,57 Prozent Niobpentoxid. Davon entfallen 75,2 Millionen Tonnen auf die geologisch besser abgesicherten Kategorien „Measured“ und „Indicated“. 

Dieser Ressourcenteil weist nach Unternehmensangaben durchschnittlich 0,69 Prozent Neodym-Praseodym-Oxide auf. Darin liegt Araxás konkreter Bezug zur Magnetindustrie. 

Die Kombination mit Niob eröffnet einen zweiten möglichen Produktstrom. Welche wirtschaftlichen Beiträge beide Rohstoffgruppen leisten können, müssen Verarbeitungstests und technische Studien zeigen. 

Pilotversuche sollen den Produktionsweg konkretisieren 

Im September kündigte St George weitere Versuche mit rund neun Tonnen repräsentativen Materials bei CIT-SENAI in Belo Horizonte an. Untersucht werden Mahlung, magnetische Trennung und Flotation. 

Die Arbeiten sollen die Gewinnung eines Niobkonzentrats und die Vorbereitung weiterer Verarbeitungsschritte für Seltene Erden optimieren. Ergebnisse wurden für das vierte Quartal 2026 angekündigt. 

Parallel entsteht ein eigenes Pilot- und Technologiezentrum in Araxá. Nach Unternehmensplanung soll es im Dezember fertiggestellt werden und im Januar 2027 erstmals arbeiten. Damit schafft St George zusätzliche Möglichkeiten, seine Prozesse systematisch zu untersuchen und Daten für die weitere Entwicklung zu gewinnen. 

Fazit 

Robotik verbindet den KI-Ausbau mit einer zusätzlichen industriellen Nachfragegeschichte. Je leistungsfähiger Maschinen werden, desto wichtiger werden geeignete Motoren, Antriebe und deren Materialien. Wie schnell humanoide Roboter einen Massenmarkt erreichen, bleibt offen; die breitere Automatisierung liefert bereits einen bestehenden Anwendungshintergrund. 

St George besitzt mit Araxás Neodym- und Praseodymiumgehalten einen nachvollziehbaren Bezug zu dieser Entwicklung. Die definierte Ressource und das laufende Pilotprogramm geben der Geschichte konkrete Substanz. Sie begründen allerdings weder eine Lieferbeziehung zu Roboterherstellern noch gesicherte künftige Umsätze. 

Araxá befindet sich weiterhin in der Entwicklung. Metallurgische Ausbeuten, Produktqualität, Wirtschaftlichkeit, Genehmigungen und Finanzierung bleiben entscheidend. Die Mineralressource ist keine wirtschaftlich gewinnbare Erzreserve. 

Anleger sollten deshalb besonders die Verarbeitungsergebnisse und den Fortschritt des Pilotzentrums verfolgen. Dort muss sich zeigen, wie aus geologischem Potenzial ein industriell nutzbares Produkt entstehen kann. Wenn KI Bewegung bekommt, werden ihre materiellen Voraussetzungen Teil der Investmentgeschichte.     


Quellen

https://sprott.com/insights/the-rare-earths-powering-the-next-wave-of-robotics/ Sprott
https://www.goldmansachs.com/insights/articles/the-global-market-for-robots-could-reach-38-billion-by-2035 Goldman Sachs
Jackson Chen: „Defence restrictions, robotics fuel new race for rare earths“, 12. Oktober 2026; vom Nutzer bereitgestellter Artikel.
https://www.stgm.com.au/

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St George Mining
Land: Australien
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