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Sportschuhe, Bergbau, Gebäudesensoren

First Graphene baut sein kommerzielles Geschäft aus 18.10.2026, 07:50 Uhr von SmallMicrocap Jetzt kommentieren: 0

123rf.com_First Graphene 182451116_ KI generiert
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Lange wurde Graphen vor allem als wissenschaftliches Ausnahmematerial gehandelt. Jetzt liefern Produktionsaufträge, marktreife Sensoren und neue Industriepartnerschaften handfeste Argumente für seine wirtschaftliche Bedeutung. Entscheidend wird zunehmend, welche Anbieter den Werkstoff zuverlässig in bestehende Fertigungsprozesse integrieren können. 

First Graphene (ISIN: AU000000FGR3) hat hierzu innerhalb weniger Wochen mehrere Fortschritte gemeldet. Das australische Unternehmen erschließt mit seinen PureGRAPH-Zusätzen zusätzliche Anwendungen in Sportschuhen, Bergbaumaterialien und Gebäudesensoren. Eine weitere Vereinbarung soll den Zugang zu anspruchsvollen Carbonfaser-Verbundwerkstoffen vorbereiten. 

Damit gewinnt die Investmentstory an Substanz: Aus Entwicklungsprojekten entstehen erste Produktionsbeziehungen, aus einzelnen Anwendungen zusätzliche Absatzmöglichkeiten. 

Industrieunternehmen zeigen, wie Graphen Geld verdienen kann 

Dass Graphen wirtschaftlich nutzbar ist, zeigt auch der brasilianische Stahlkonzern Gerdau (ISIN: BRGGBRACNPR8). Über die 2021 gegründete Gerdau Graphene entwickelt und vermarktet die Gruppe Zusätze für Kunststoffe, Farben, Beschichtungen und Gummi. 

Ein Beispiel ist Poly-G für Kunststoffverpackungen. Nach Unternehmensangaben verbessert die Technologie Festigkeit und Haltbarkeit und ermöglicht einen geringeren Rohstoffeinsatz. Die Lösung wurde 2024 bei den Packaging Innovation Awards ausgezeichnet. Sie eignet sich für Folien, Profile und Platten aus bestehenden Extrusionsverfahren. 

Der wirtschaftliche Ansatz ist bemerkenswert: Graphen muss kein völlig neues Endprodukt schaffen. Es kann etablierte Materialien verbessern und damit einen konkreten Nutzen innerhalb vorhandener Lieferketten liefern. Kunden kaufen letztlich bessere Verpackungen oder widerstandsfähigere Bauteile. 

Gerdau liefert hierfür ein Branchenbeispiel; eine Geschäftsbeziehung zu First Graphene ist damit nicht verbunden. Für spezialisierte Anbieter verdeutlicht der Ansatz jedoch, wo kommerzielle Chancen entstehen: bei industriell nutzbaren Formulierungen. 

Neue Produktionskunden in Schuhen und Bergbau 

Im Oktober meldete First Graphene seinen ersten Produktionsauftrag von Flux Footwear. Der US-Anbieter will PureGRAPH in Sport- und Freizeitschuhen einsetzen. Damit gewinnt First Graphene seinen dritten Schuhkunden. 

Das Unternehmen baut auf Erfahrungen mit dem australischen Sicherheitsschuhhersteller Steel Blue und dem indonesischen Arbeitsschuhproduzenten PT Alasmas Berkat Utama auf. Die dort entwickelte Anwendungskompetenz wird auf eine weitere Produktkategorie übertragen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Abriebfestigkeit, Reißfestigkeit und Haltbarkeit. 

Bereits im September hatte Pacific Urethanes erstmals PureGRAPH für die kommerzielle Produktion bestellt. Der australische Hersteller integriert das Material in Polyurethanformulierungen, deren Flammschutzleistung für Bergbauanwendungen verbessert werden soll. 

Beide Aufträge bezeichnet First Graphene zunächst als finanziell nicht wesentlich. Dennoch markieren sie einen wichtigen Fortschritt: Das Material wird für die Produktion bestellt. Daraus kann bei entsprechender Kundennachfrage wiederkehrender Lieferbedarf entstehen. 

Gebäudesensoren schaffen einen europäischen Anknüpfungspunkt 

Ein weiterer Markt öffnet sich über den britischen Partner Vector. Dessen kommerziell eingeführte Peltyr-Sensoren enthalten PureGRAPH und messen den Wärmefluss durch Wände, Böden und Dächer. 

Damit lässt sich die tatsächliche Dämmleistung von Gebäuden untersuchen. Vor und nach Sanierungen können Messungen helfen, Wärmeverluste und Verbesserungen zu bewerten. Das verbindet Graphen mit einer praktischen Aufgabe europäischer Immobilienmärkte. 

First Graphene vereinbarte außerdem eine dreijährige strategische Partnerschaft mit Vector zur Entwicklung weiterer Geschäftsmöglichkeiten. Der Produktstart liefert somit eine konkrete Anwendung, die Zusammenarbeit einen Rahmen für zusätzliche Kundenkontakte. 

Auch Europas Graphene-Flagship-Initiative verfolgt seit 2013 das Ziel, Forschung in industrielle Anwendungen zu überführen. Die jüngsten Produktentwicklungen zeigen, wie dieser Übergang praktisch aussehen kann. 

Carbonfasern erweitern die Entwicklungsperspektive 

Im Oktober folgte eine dreijährige Entwicklungs- und Kommerzialisierungsvereinbarung mit dem türkischen Hersteller Aeropreg. Gemeinsam sollen graphenverstärkte Carbonfaser-Prepregs entwickelt werden – mit Harz vorimprägnierte Fasermaterialien. 

Geprüft werden sollen unter anderem Festigkeit, Haltbarkeit und Herstellbarkeit. Bei erfolgreichen Versuchen könnten Aeropregs bestehende Vertriebskanäle Zugang zu Luftfahrt, Automobilbau, Marine und Sportartikeln eröffnen. Hier steht die Validierung noch bevor. 

Fazit 

First Graphene bietet inzwischen mehrere konkrete Ansatzpunkte für kommerzielles Wachstum. Produktionsaufträge aus Schuhindustrie und Bergbau, ein eingeführtes Sensorprodukt und die Zusammenarbeit bei Carbonfasern zeigen, dass PureGRAPH unterschiedliche Kundenanforderungen adressieren kann. 

Die Stärke dieser Entwicklung liegt in der Übertragbarkeit vorhandener Anwendungserfahrung. Gelingt es, erprobte Formulierungen bei weiteren Herstellern zu etablieren, könnten zusätzliche Kunden und wiederkehrende Bestellungen das Geschäft verbreitern. Die Industriebeispiele zeigen zugleich, dass Graphen seinen Platz durch messbare Produktverbesserungen verdienen muss. 

Noch beweisen die ersten Aufträge keine umfangreichen Umsätze oder Profitabilität. Entscheidend bleiben Bestellmengen, Folgeaufträge, wirtschaftliche Herstellung und erfolgreiche Produktvalidierung. Auch die unterschiedlichen Entwicklungsstadien müssen berücksichtigt werden: Ein eingeführter Sensor ist weiter als ein neues Verbundwerkstoffprogramm. 

Die kommenden Meldungen sollten deshalb zeigen, ob aus den jüngsten Erfolgen kontinuierlicher Absatz entsteht. Die Ausgangslage dafür ist konkreter geworden: First Graphene verfügt über mehrere industrielle Anwendungen, an denen sich sein kommerzieller Fortschritt künftig messen lässt.   


Quellen:

https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/graphene-flagship
https://www.newswire.com/news/gerdau-graphene-wins-platinum-packaging-innovation-award-for-22452095
https://www.nasdaq.com/press-release/first-puregraphr-production-order-secured-global-sports-shoes-company-2026-10-06
https://en.prnasia.com/releases/apac/fgr-secures-pacific-urethanes-production-order-for-mining-fire-retardant-application-547266.shtml
https://www.nasdaq.com/press-release/fgr-advances-carbon-fibre-commercialisation-aeropreg-agreement-2026-10-04
https://www.boerse-stuttgart.de/de-de/produkte/aktien/stuttgart/a2aby7-first-graphene-ltd
https://www.latibex.com/ing/Companies/Spreadsheet/GERDAU_PREF__BRGGBRACNPR8

Lassen Sie sich in den Verteiler für First Graphene oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler First Graphene“ oder “Nebenwerte”.

First Graphene Limited
Land: Australien
ISIN: AU000000FGR3
First Graphene – First Graphene

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