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US-Ölreserve auf 44-Jahres-Tief

Warum Uranium Energy und der Uran-Sektor auf einen strategischen Puffer blicken 14.10.2026, 05:48 Uhr von SmallMicrocap Jetzt kommentieren: 0

US-Ölreserve auf 44-Jahres-Tief: Warum Uranium Energy und der Uran-Sektor auf einen strategischen Puffer blicken
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Die Ölreserve reicht nur noch für rund 14 Tage Verbrauch, während Washington Uran als kritischen Rohstoff einstuft und über Einkäufe und Preisböden nachdenkt. Was das für Explorer im Athabasca-Becken bedeutet.

Amerikas Ölpuffer schmilzt. Nach Daten der Energy Information Administration (EIA) lagerten im September nur noch 283,8 Millionen Barrel in der Strategic Petroleum Reserve; rechnerisch entspricht das nach Darstellung von wallstreet-online rund 14 Tagen des gesamten US-Verbrauchs. Es ist der niedrigste Stand seit rund 44 Jahren. Während Washington mit Notfallreserven Preise dämpft, rückt eine andere Reserve ins Blickfeld: beim Uran. Uranium Energy Corp (WKN: A0JDRR ISIN: US9168961038) nennt in seinem Jahresbericht ausdrücklich die Möglichkeit, dass die Regierung Käufe für eine strategische Uranreserve wieder aufnimmt.

Die Ölreserve: Rekordabflüsse und späte Rückgabe

US-Präsident Donald Trump ordnete im März die Freigabe von 172 Millionen Barrel an, nachdem Iran die Ölexporte durch die Straße von Hormus gedrosselt hatte. Im Mai verzeichnete die Reserve nach Berichten zwei Wochen in Folge Rekordabflüsse. Die Freigabe ist ein Tausch, kein Verkauf: Das Öl soll inklusive Aufschlag zurückfließen, teils aber erst bis Ende 2028. Die EIA rechnet mit einer Erholung auf etwa 385 Millionen Barrel bis Ende 2027. Die G7 einigten sich zuletzt zusätzlich auf die Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl und Diesel aus ihren Reserven. Kritiker verweisen darauf, dass der Puffer für die nächste Eskalation schrumpft.

Uran: Kritischer Rohstoff mit Reserve-Debatte

Beim Uran verläuft die Debatte entlang anderer Linien. Uran wurde am 7. November 2025 in die Liste kritischer Rohstoffe des Geologischen Dienstes der USA aufgenommen; im Januar 2026 erklärte eine Proklamation nach Section 232 die Abhängigkeit von Importen kritischer Mineralien, darunter Uran, zur Gefahr für die nationale Sicherheit. Uranium Energy nennt in seinem Jahresbericht als mögliche Folgen die Wiederaufnahme von Käufen für die strategische Uranreserve und Preisuntergrenzen für Importe; konkrete Maßnahmen seien noch nicht festgelegt. Am 30. Juli übertrug ein Präsidialbeschluss Befugnisse nach dem Defense Production Act an das Handelsministerium, um Exportbeschränkungen für kritische Rohstoffe zu verhängen. Eine Uranreserve hat Vorläufer: Für das Haushaltsjahr 2021 beantragte die US-Regierung 150 Millionen Dollar für ein Programm, mit dem sich nach damaligem Spotpreis rund 6 Millionen Pfund hätten kaufen lassen.

Der Markt: Preise zwischen Spot und Langfrist

Der Uranpreis erreichte im Januar 2026 mit 101,41 US-Dollar je Pfund sein Jahreshoch; im Juli lag der Spotpreis nach einer Analyse bei 85,50 und der Langfristpreis bei 94 US-Dollar, der größte Abstand seit 2008. Der Langfristpreis schloss im August bei 96,50 Dollar. Versorger haben laut Analysten im Jahr 2025 rund 116 Millionen Pfund kontrahiert gegenüber einem geschätzten Ersatzbedarf von etwa 150 Millionen Pfund; die weltweite Produktion lag 2024 bei nur 166 Millionen Pfund, während Versorger seit fünf Jahren Lagerbestände abbauen. Uranium Energy hält nach eigenen Angaben 1.256.000 Pfund gekauftes Uran (Stand 31. Juli) und baut damit ein eigenes Lager auf. Ob und wann politische Maßnahmen kommen, ist offen.

Blast Resources: Explorer am Athabasca-Becken

Blast Resources Inc. (WKN: A3EHMB ISIN: CA09345L1085; CSE: BLST) ist von einer Uranreserve nur indirekt betroffen. Das Unternehmen hält drei Claim-Gruppen am südwestlichen Rand des Athabasca-Beckens, die zusammen das Wales Lake Uranium Project bilden, nach Unternehmensangaben rund 30 Kilometer südlich der Funde Arrow und Triple R. Für weitere Untersuchungen sind fünf Ziele ausgewählt; am 16. Juli meldete das Unternehmen eine starke Uran-/Thorium-Anomalie auf den Britts-Lake-Claims.

Der Vergleich zwischen Öl- und Uranreserve zeigt unterschiedliche Lagen: Beim Öl schrumpft ein bestehender Puffer, beim Uran ist ein solcher Puffer politisch noch in der Diskussion, mit offenem Ausgang.

Quellen

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-10/69747831-nachgehakt-trump-in-der-oel-falle-amerikas-strategischer-puffer-schmilzt-049.htm
https://247wallst.com/investing/2026/09/29/trump-promised-to-refill-the-strategic-petroleum-reserve-its-now-at-a-nearly-44-year-low/
https://www.cnbc.com/2026/08/10/oil-in-strategic-petroleum-reserve-falls-below-300-million-barrels-lowest-since-1983.html
https://www.uraniumenergy.com/_resources/filings/2026/2026-Q4-Form-10-K.pdf?v=100210
https://sprott.com/insights/uranium-enters-2026-with-renewed-strength-and-strategic-tailwinds/
https://www.bloodstonecapital.co.uk/research/journal/uranium-supply-crunch-section-232-july-2026
https://www.cruxinvestor.com/posts/why-2026-could-be-the-year-uranium-breaks-out
https://www.cruxinvestor.com/posts/uranium-contract-price-hits-96-50-deeper-supply-deficits-ahead
https://www.congress.gov/crs-product/IF11505
https://www.newsfilecorp.com/release/303832
https://goldsilver.ai/news/260716-blast-resources-announces-strong-uranium-thorium-a

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