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Wolframpreis mehr als verfünffacht

Deutschlands Industrie fordert neue Rohstoffquellen 16.10.2026, 02:56 Uhr von SmallMicrocap Jetzt kommentieren: 0

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Ein Rohstoff, den viele Anleger kaum beachten, wird für Europas Industrie zum strategischen Problem. Nach einem Positionspapier des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge vom September 2026 hat sich der Preis des Wolfram-Zwischenprodukts Ammoniumparawolframat, kurz APT, innerhalb eines Jahres mehr als verfünffacht. Gleichzeitig kontrolliert China nach Angaben des Verbands rund 80 Prozent der weltweiten Wolframproduktion. 

Diese Kombination trifft einen empfindlichen Punkt der deutschen Wirtschaft. Wolfram wird für Werkzeuge benötigt, mit denen Metalle bearbeitet werden. Seine Bedeutung reicht deshalb weit über einzelne Minen oder Rüstungsprogramme hinaus: Maschinenbau, Automobilindustrie, Luftfahrt und Verteidigung benötigen eine zuverlässige Versorgung. 

Für Investoren stellt sich damit eine konkrete Frage: Wo entstehen zusätzliche Rohstoffquellen, wenn Europas Industrie ihre Abhängigkeit verringern will? 

Ein Engpass für Deutschlands Schlüsselindustrien 

Der VDMA beschreibt Wolfram als unverzichtbar für zentrale Industriezweige. Besonders wichtig ist der Rohstoff für die Präzisionswerkzeugbranche. Verteuert sich das Ausgangsmaterial oder fehlen Lieferungen, betrifft das auch Unternehmen, die fertige Werkzeuge für ihre Produktion einsetzen. 

Nach Einschätzung des Verbands verschärfen chinesische Exportkontrollen und Genehmigungsvorschriften die Versorgungslage. Chinas Wolframausfuhren seien deutlich zurückgegangen. Die Abhängigkeit von wenigen Lieferländern gefährde damit industrielle Wertschöpfung, technologische Eigenständigkeit und wirtschaftliche Stabilität. 

Das Positionspapier formuliert Forderungen der Industrie an die Politik. Der wirtschaftliche Zusammenhang ist jedoch unmittelbar: Eine leistungsfähige Fabrik benötigt neben Maschinen und Energie auch die Materialien, aus denen ihre Werkzeuge hergestellt werden. 

Über 80 Prozent Recycling – und trotzdem Bedarf an neuen Quellen 

Europa verfügt nach Angaben des VDMA über erhebliche Kompetenz bei der Verarbeitung und Wiederverwertung von Wolfram. Führende europäische Hersteller von Wolfram und Wolframverbindungen erreichen an ihren Standorten bereits Recyclingquoten von über 80 Prozent. 

Diese Zahl gilt für bestimmte Herstellerstandorte und beschreibt nicht den Recyclinganteil der gesamten europäischen Wolframversorgung. Der Verband fordert bessere Bedingungen für die Rückführung gebrauchter Werkzeuge sowie Maßnahmen, um strategisch wichtige Schrotte und Schlämme im europäischen Wirtschaftskreislauf zu halten. 

Gleichzeitig verlangt der VDMA Zugang zu primären Rohstoffen. Strategische Partnerschaften sowie neue Bergbau- und Verarbeitungsprojekte außerhalb geopolitisch kritischer Regionen sollen unterstützt werden. Genehmigungen müssten beschleunigt und unternehmerische Risiken teilweise abgefedert werden. 

Für den Rohstoffsektor ist das ein wichtiger Zusammenhang: Kreislaufwirtschaft und die Erschließung zusätzlicher Lagerstätten gehören gemeinsam zur Versorgungssicherheit. 

Makenita untersucht ein Ziel neben Sisson 

Hier lässt sich Makenita Resources (ISIN: CA5609251098) einordnen. Das kanadische Explorationsunternehmen hält mit seinem Sisson West Tungsten Project in New Brunswick Flächen unmittelbar neben dem Sisson-Wolfram-Molybdän-Vorkommen. 

Die Nachbarschaft liefert einen regionalen Zusammenhang. Entscheidend für den Wert des eigenen Projekts sind jedoch die Untersuchungsergebnisse auf Makenitas Flächen. 

Im April meldete das Unternehmen den Beginn einer luftgestützten Untersuchung mit magnetischen, radiometrischen und elektromagnetischen Messverfahren. Im Juli folgte die Meldung einer klar abgegrenzten magnetischen Anomalie auf dem eigenen Projektgebiet. 

Die Auswertung verbindet eine neue detaillierte Flugvermessung mit historischen regionalen Daten. Nach Unternehmensangaben wurde mit einer nominalen Flughöhe von 50 Metern und einem Linienabstand von 100 Metern gearbeitet. Eine dreidimensionale Modellierung deutet auf eine mögliche zusätzliche Gesteinsintrusion in der Tiefe hin. 

Damit verfügt Makenita über ein konkreter definiertes Explorationsziel. Ein Wolframfund oder eine wirtschaftlich förderbare Lagerstätte ist dadurch noch nicht nachgewiesen. 

Kompakte Aktienstruktur und konkrete Explorationsaufgaben 

Makenita verfügt nach Angaben des Managements über eine kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien. Für Anleger ist diese Kapitalstruktur neben dem Projektfortschritt ein relevanter Bewertungsfaktor. Künftige Finanzierungen und mögliche zusätzliche Aktienausgaben müssen dabei berücksichtigt werden. 

Auf geologischer Ebene beschreibt das Unternehmen außerdem Strukturen, die vom Sisson-Gebiet auf die eigenen Flächen reichen könnten. Regionale Wolframwerte in glazialen Ablagerungen liefern weitere Hinweise. Die mögliche Herkunft dieser Werte bleibt eine Interpretation, die durch zusätzliche Untersuchungen geprüft werden muss. 

Im Juli kündigte das Management an, Bohrpläne für das identifizierte Ziel auszuarbeiten. Für die weitere Bewertung zählen deshalb konkrete Angaben zu Zeitplan, Finanzierung und Durchführung. Bohrungen könnten klären, welche Gesteine die Anomalie verursachen und ob relevante Mineralisierung vorhanden ist. 

Fazit 

Der VDMA macht deutlich, weshalb Wolfram weit über die Rohstoffbranche hinaus Beachtung verdient. Ein mehr als verfünffachter APT-Preis und Chinas dominierende Produktionsposition erklären den Wunsch europäischer Unternehmen nach zusätzlichen, verlässlichen Lieferquellen. Recycling kann einen wichtigen Beitrag leisten, ersetzt aber nicht die Suche nach weiteren primären Rohstoffen. 

Makenita bietet mit Sisson West einen frühen kanadischen Explorationsansatz und ein genauer definiertes Ziel für mögliche Bohrungen. Hinzu kommt die vom Management hervorgehobene kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien. Die Verbindung zum europäischen Industriebedarf bleibt thematisch: Eine Liefervereinbarung oder Unterstützung durch den VDMA ist damit nicht verbunden. 

Anleger sollten nun auf ein finanziertes Arbeitsprogramm, konkrete Bohrtermine und belastbare Ergebnisse achten. Geologische Unsicherheit, Kapitalbedarf und mögliche Verwässerung bleiben wesentliche Risiken. Europas Industrie braucht neue Wolframquellen – ob Makenita dazu beitragen kann, muss die Exploration auf den eigenen Flächen zeigen.   


Quellen:

https://www.defensenews.com/news/pentagon-congress/2026/09/30/why-the-pentagon-just-dropped-450m-on-tungsten-mining/
https://www.makenitaresources.com/
Tungsten outperforms all critical minerals: A 622 per cent price rise — but where will the next Western deposit after Almonty come from? wallstreetONLINE — 5 September 2026
https://www.ft.com/content/0cd95b53-4b99-42c9-9b3e-b1074ed88e12?syn-25a6b1a6=1

Lassen Sie sich in den Verteiler für Makenita Resources oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler Makenita Resources“ oder “Nebenwerte”.

Makenita Resources Inc.
Land: kanadisch
ISIN: CA5609251098
https://www.makenitaresources.com

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